<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624</id><updated>2012-01-28T01:20:29.600+01:00</updated><category term='Others'/><category term='TV etc.'/><category term='Online only'/><category term='Späßchenkonto'/><category term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>...lebt in wien...</title><subtitle type='html'>been there, wrote that: geschriebenes über gehörtes, gesehenes, erlebtes.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>486</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4851271845092495058</id><published>2012-01-28T01:19:00.000+01:00</published><updated>2012-01-28T01:20:29.606+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Whiskey und Tränen</title><content type='html'>&lt;b&gt;"Blues Funeral: US-Ausnahmesänger Mark Lanegan und sein erstes Solo-Album seit acht Jahren.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Kunst, das Publikum in seinen Bann zu ziehen, bringt Mark Lanegan einen entscheidenden Vorzug mit: Allein die Stimme dieses Mannes ist abendfüllend. Ebenso vom Leben gezeichnet wie zahlreiche seiner Lieder, verweist der bebende, von Whiskey und Teer geprägte Bariton des 47-jährigen US-Amerikaners tief hinab in die Grube. Auf dieser Basis lässt es sich nicht nur im lauten Fach kathartisch aufschreien, vor allem auch bei den Balladen ist damit für ein Mehr an Emphase und „authentischem“ wie authentisch vermitteltem Gefühl gesorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Ruf eines ehrlichen und aufrechten Arbeiters im Weinberg des Herren verdiente sich Lanegan über einen langen Karriereweg, dem es an Output nie mangelte&amp;nbsp; – und der seinen Ausgang zu Mitte der 1980er-Jahre mit seiner Band Screaming Trees im Umfeld der sich formierenden Grunge-Bewegung in Seattle nahm. Im Gegensatz zu Nirvana, deren Vorstand Kurt Cobain sich später auch auf Lanegans 1990 veröffentlichtem Solo-Debüt „The Winding Sheet“ beteiligen sollte, brachten es die Screaming Trees zwar nicht zu großem kommerziellen Erfolg. Allerdings ist der Band, die Lanegan als Sänger nach außen vertrat, dank ihrer sieben binnen nur zehn aktiver Jahre im Geschäft veröffentlichten Alben von „Clairvoyance“ bis „Dust“ noch immer ein treuer Liebhaberkreis im Dank verbunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solo begann der nach einer schwierigen Jugend mit erheblichen Suchtproblemen konfrontierte Sänger bald, sich von den forschen Tönen seiner frühen Karriere freizuspielen und zunehmend auf von akustischen Elementen getragene Singer/Songwriter-Alben zu setzen. Als Ausgleich dienten ihm zahlreiche Kollaborationen, deren berühmteste vermutlich in einem Engagement für die Queens Of The Stone Age zu finden ist. Für Josh Hommes genialische Stoner-Rock-Unternehmung trat Lanegan einen Teilzeitjob als Vokalist an und tourte vor allem als deren fixes Live-Mitglied durch die Länder. Später verdingte er sich mit Greg Dulli auch noch als The Gutter Twins oder bei dessen Twilight Singers sowie im Verbund mit Isobel Campbell, mit der er, lose orientiert am Duo Lee Hazlewood und Nancy Sinatra, drei schöne, vom inszenierten Aufeinandertreffen&amp;nbsp; eines „grumpy old man“ mit der Unschuld vom Lande lebende Alben einspielte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Elektronischer Zierrat &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt wiederum wagte sich Lanegan auf den programmatisch betitelten Alben „It’s Not How Far You Fall, It’s The Way You Land“ und „Broken“ als Gastsänger des britischen Produzentenduos Soulsavers auch in betont elektronische Gefilde vor – und wurde just von Depeche Mode als Support für deren Europatour im Jahr 2009 gebucht, was auch zu einem Auftritt in der Wiener Stadthalle führte. Einige dieser neuen Erfahrungen flossen nun auch in „Blues Funeral“ ein – es ist das erste Soloalbum Mark Lanegans seit immerhin acht vollen Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Blues Funeral“ unterscheidet sich bereits insofern von seinen Vorgängern, als Lanegan die Songs dafür erstmals nicht nur an der Gitarre, sondern vor allem mit Keyboards und einer Drummachine komponierte. Das führt, neben einem grundsätzlichen Mehr an elektronischem Zierrat – wie etwa beim ausklingenden Sieben-Minuten-Mantra „Tiny Grain Of Truth“ oder dem hörbarer U2-Anklänge zum Trotz gar nicht üblen „Harborview Hospital“ –, vor allem zu einem sehr überraschenden Song: Mit „Ode To Sad Disco“ hören wir durchaus klassischen Elektropop, der Lanegan auch alles andere als schlecht ansteht – ohne aber zu verleugnen, dass die Kernkompetenzen dieses Mannes anderswo liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Beglückend räudig &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgenommen in Hollywood mit Alain Johannes als Produzent und unter Mithilfe von alten Freunden wie eben Greg Dulli oder Jack Irons, steht am Anfang dieser sehr kurzweiligen 56 Spielminuten mit dem krachenden Bluesrock von „The Gravedigger’s Song“ der beglückend räudige Sound von Lanegans „Bubblegum“-Album aus 2004, der direkt in den verschleppten, mit staubtrockener Wüstengitarre gegebenen Göttersong „Bleeding Muddy Water“ übergeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Stampfrock von „Riot In My House“, einer nicht restlos überzeugenden Bluesrock-Schablone titels „Quiver Syndrome“ oder dem trotz schöner Talking-Heads-Gesänge letztlich ins Nichts führenden „Leviathan“ reicht Lanegan mit dem Abgesang „St. Louis Elegy“ dann auch noch eine Hommage an Ennio Morricone, den Altmeister des Spaghettiwestern. Dabei finden auch Lanegans heute in bester Nick-Cave-Manier verstärkt auf biblische Motivik&amp;nbsp; setzende Songtexte einen heimlichen Höhepunkt: „Down here the winter will cut you quick / These tears are liquor and I’ve drunk myself sick.“ &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Mark Lanegan Band: Blues Funeral (4AD)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 28./29.1.2012)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4851271845092495058?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4851271845092495058/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4851271845092495058' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4851271845092495058'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4851271845092495058'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/whiskey-und-tranen.html' title='Whiskey und Tränen'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8353530040124227353</id><published>2012-01-27T14:47:00.001+01:00</published><updated>2012-01-27T14:47:06.252+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Diverse: Voguing And The House Ballroom Scene Of New York City 1989-92</title><content type='html'>&lt;div class="em_text" id="absatz1" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Einem globalen Millionenpublikum bekannt wurde &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Voguing&lt;/span&gt; im Jahr 1990 durch eine Madonna-Single: Im Video zu "Vogue" ließ die notorische Stil- und Trendstaubsaugerin ein Herrenballett den auf Modelposen basierenden und entsprechend stolz-narzisstischen Tanz ausführen, der die schwule Ballroomszene im New Yorker Stadtteil Harlem zu dieser Zeit längst dominierte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_artikelansicht_zusatzcontent em_right" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;div class="em_zusatz_box_container"&gt;&lt;div class="em_zusatz_box"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Das Londoner Label Soul Jazz Records widmet sich dem musikalischen Beiwerk dafür und liefert mit dieser Werkschau auf drei CDs einen Brückenschlag, den man mögen muss. Im Umfeld von Soul, Disco und House gilt es etwa Armand Van Heldens auf zehn Minuten aufgeblähte Durchbruchs-Single "Witch Doctor" oder den von Saxofonsoli und Kaufhausstreichern dominierten Philly-Klassiker "Love Is The Message" von MFSB zu erdulden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dazu decken Loose Joints mit "Is It All Over My Face?" auf, wie sehr sie Hercules And Love Affair inspiriert haben dürften, während Diana Ross den grundsätzlich stramm durchsexualisierten Sound der Compilation mit "Love Hangover" so erklärt: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"If there’s a cure for this - I don’t want it!"&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wirklich interessant ist das gleichnamige, gut 200 Seiten starke Buchprojekt, das die Szene plaudern lässt und vor allem mit zahllosen Fotos von Chantal Regnault auch vor Augen führt, dass Mode eine lustige Sache sein kann.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Diverse: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Voguing And The House Ballroom Scene Of New York City 1989-92&lt;/span&gt; (Soul Jazz Records / trost)&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 28./29.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8353530040124227353?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8353530040124227353/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8353530040124227353' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8353530040124227353'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8353530040124227353'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/diverse-voguing-and-house-ballroom.html' title='Diverse: Voguing And The House Ballroom Scene Of New York City 1989-92'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3027841114275064614</id><published>2012-01-26T21:29:00.001+01:00</published><updated>2012-01-26T21:29:56.998+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Fummeln auf dem Moped, schmusen im Ford</title><content type='html'>&lt;b&gt;Bereits Monate vor ihrem Debütalbum wurde Lana Del Rey als neuer Popsuperstar gefeiert: Nun liegt „Born To Die“ endlich vor&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich bisher die Frage gestellt haben mochte, warum Lana Del Rey zu ihren mit Elvis Presley und Kurt Cobain bereits recht abwechslungsreich bemessenen Einflüssen auch noch Britney Spears mit ins Spiel bringen musste, wird sich spätestens bei Song Nummer zwei ihres nun vorliegenden Debütalbums „Born To Die“ nicht mehr wundern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;„Off To The Races“, das den amerikanischen Alptraum als aufrechtes Abstiegsdrama zwischen Spielsucht und Errettungsromantik erzählt, landet nach anfänglichen Soul-Breitseiten, schnalzenden Hip-Hop-Beats und einer Annäherung an großen Pop, wie man ihn von Radio Trallala oder aus dem Supermarkt kennt, bald auch beim kieksenden Barbie-Girl-Gedenkrap. Abteilung Poptrash, Regal Britney, bitte in die unterste Schublade schauen! Diese dem Hip-Hop nachempfundene und für Menschen ohne Singstimme eingeführte Sprechtechnik berief sich ihrerseits auf eine Ära, in der Cheerleader noch Cheerleader, Quarterbacks noch Quarterbacks und die Hornbrillen vom Briefmarkenverein noch die Hanseln waren. Damit ist einem weiteren, genuin amerikanischen Spielfeld im schon zuvor auf pathetische US-Hollywood-Bilder fokussierten „Œuvre“ Lana Del Reys Rechnung getragen – aber auch für die Befürchtung gesorgt, dass man die besten Songs dieser wieder einmal letzten Hoffnung der Musikindustrie bereits vorab im Internet gehört haben könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne das World Wide Web wäre der vor einem knappen halben Jahr eingeläutete Siegeszug der 25-jährigen US-Sängerin gar nicht denkbar gewesen. Schließlich wurde Lana Del Rey allein dank der auf Youtube veröffentlichten, bald durch die sozialen Netzwerke geschickten und dann auch von Bloggern und Mainstream-Medien begrüßten Hits „Video Games“ und „Blue Jeans“ als neuer globaler Pop-Superstar ausgemacht. Unsicher ist – auch angesichts ihrer im kurz nach dem Erscheinen wieder vom Markt genommenen Erstveröffentlichung „Lana Del Ray A.K.A. Lizzy Grant“ im Jahr 2010 –, ob sie damals bereits als solcher aufgebaut wurde oder nach dem Netzerfolg Handlungsbedarf bestand, den Rubel schnellstmöglich rollen zu lassen. Dass angeblich bis zuletzt an „Born To Die“ gearbeitet wurde, spricht aber für die zweite Variante. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fest steht, dass „Video Games“ und „Blue Jeans“ als kühl gehaltene, von Klavier und Streichern getragene Melodramen mit Lana Del Reys zwischen distanziertem Sprechgesang und auf Gänsehaut abzielendem Hauchen changierender Stimme auch in ihrer sehr spezifischen Formensprache begeisterten. Als Verstärker in Richtung Gesamtkunstwerk arbeitet ihre Erscheinung als erwachsene Lolita aus dem Trailerpark inklusive Hot Pants, Blowjob-Lippen, einer von den 60er-Jahren inspirierten&amp;nbsp; Desperate-Housewives-Frisur und dem entsprechenden Schlafzimmerblick nachdrücklich zu. Inhaltlich wie ästhetisch wird also auch mit „Born To Die“ auf ein hilfloses männliches Publikum abgezielt, dessen Geist angesichts der Themenführerschaft Lana Del Reys in Sachen Fummeln am Moped und Schmusen im Ford wieder einmal mehr als nur kaufwillig ist. Liebe bis zum Tod, Hingabe bis zur Selbstaufgabe sowie Lust und Leidenschaft als letztmögliches Risikogeschäft in einer berechenbaren Welt stehen auf der Agenda, mit der uns Lana Del Rey lockt – und letztlich um den Finger wickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie aber bereits das opulent inszenierte Hochglanzvideo zum Titelsong trotz seines offensichtlich gewollt am Rande zur Persiflage angesiedelten Manierismus nahelegte, haben wir es bei „Born To Die“ über weite Strecken mit einem erstaunlich glatten Stück Pop zu tun, das den schmalen Grat zwischen Anspruch und Formatradio im Torkelgang nimmt. Grundiert auf Hip-Hop-Beats, unterschwelligem Soul und gerne auch zuckrigen Hooklines, ergibt das zwar einige starke Momente und keinen Totalausfall. Eingestreute Trash-Elemente und die beschönigend als homogene Produktion umschriebene mehrfache Wiederholung ein und desselben Schmähs lassen am Ende aber kaum mehr zu, als von einem soliden Album zu sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;„Million Dollar Man“ hätte übrigens einen schönen, aus dem Reich von Tom Waits gefallenen Sperrstunden-Song abgegeben, wäre er nicht dem Gefälligkeitsdiktat zum Opfer gefallen. Warum etwas wagen, wenn es auch mit deutlich weniger geht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Lana Del Rey: Born To Die (Universal)&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 27.1.2012)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3027841114275064614?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3027841114275064614/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3027841114275064614' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3027841114275064614'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3027841114275064614'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/fummeln-auf-dem-moped-schmusen-im-ford.html' title='Fummeln auf dem Moped, schmusen im Ford'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6284317493469356678</id><published>2012-01-26T11:01:00.000+01:00</published><updated>2012-01-26T11:01:07.167+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>"Beton gegen Angst"</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Was verboten ist, ist spannend – was geheim ist, fasziniert. Das gilt im Kleinen für die erste Zigarette im Schulhof, während man sich im Großen über den Boom luxuriöser Notquartiere wundert, die etwa in den USA von Menschen mit zu viel Geld für den möglichen Ernstfall gekauft werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ZDF widmete sich mit „Geheimes Deutschland“ einem ähnlichen Thema. Zwischen Spekulationsangeboten und der nötigen Klarstellung durch die Wissenschaft ging es am Dienstag um bis heute unzureichend erforschte Naturphänomene wie die Externsteine in Nordrhein-Westfalen genauso wie um, thematisch latent deplatziert, illegale Straßenrennen. Spannender wurde es, als Bunker und Vorratskammern besucht wurden, um an Beispielen aus Vergangenheit und Gegenwart auch Rückschlüsse auf die Volksseele zu ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Passend zur Feststellung eines Psychologen, die Deutschen seien „überdurchschnittlich ängstlich“, erfuhr man, dass der nördliche Nachbar an geheimen Orten etwa 36 Milliarden Liter Öl für Notlagen hamstert. Gespenstisch fiel zudem ein Rundgang durch jene Bunkeranlage aus, die der Regierung in Zeiten des Kalten Kriegs nach einem Atomschlag hätte Schutz bieten sollen, während in „Hilfskrankenhäusern“ statistisch gesehen gerade ein Bett für eintausend Bürger zur Verfügung gestanden wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei derlei Beklemmung war nur für Auflockerung gesorgt, als das Wehrwissenschaftliche Institut bei seiner Arbeit mit James-Bond-Musik klanguntermalt wurde: „Die another day.“ &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 26.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6284317493469356678?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6284317493469356678/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6284317493469356678' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6284317493469356678'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6284317493469356678'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/beton-gegen-angst.html' title='&quot;Beton gegen Angst&quot;'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7106995479139418429</id><published>2012-01-24T16:56:00.002+01:00</published><updated>2012-01-24T16:57:38.108+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Hüftstarre und Ententanz</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;„Pop Trash“: Duran Duran gastierten vor 2300 Besuchern im Wiener Gasometer&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Exemplarisch für den Restabend wurden die Vorzeichen bereits zu Konzertbeginn auf Drama gestellt: „Before The Rain“, ein Song mit dem Enthusiasmierungspotenzial einer nach fünftägiger Schlafabstinenz mit Whiskey eingenommenen Valiumtablette, passte aber insofern gut ins Konzept, als sich Simon Le Bon derzeit als Elder Statesman des 80er-Jahre-Pop zu verstehen scheint. Das aktuelle Album „All You Need Is Now“ mit seinem zumindest inhaltlichen Bekenntnis zum Hier und Heute und eine daran anknüpfende, im Wien-Konzert seiner Band Duran Duran formulierte Brandrede für mehr Optimismus und inneren Frieden auch in schwierigen Zeiten künden davon. Einmal ganz abgesehen von Le Bons Metamorphose vom ewigen Jüngling hin zum gesetzten Performer mit gepflegtem Gesichtsbewuchs, der sich nach einem Blick auf den Kontostand und die Models vom Videodreh im Hotel dann doch gerade nicht mit der Mitlebenskrise beschäftigt.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Schmähparaden und Bierzeltbass&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Knapp darunter erklärt dann aber schon ein gut ausgepolstertes Glitzersakko: Das geht sich nicht aus. Duran Duran, die einst als flotte Disco-Popper mit Segelschuhen in lustigen Musikvideos auch als britische Post-Imperialisten ins Dschungelcamp verwiesen („Hungry Like The Wolf“), kultivieren auch heute noch eine Vorliebe für den „Pop Trash“, den sie nicht erst mit dem gleichnamigen Album vor zwölf Jahren ausrufen sollten. In der von 2300 begeisterten Konzertgängern aufgesuchten Gasometer-Halle stand am Montagabend John Taylor am Bierzeltbass mit seiner La-Roux-Tolle dafür ein. Und auch die Schmähparaden mit der in die Luft geschwungenen Rockergitarre sowie das letztlich dem Hallensound zum Opfer gefallene Saxofon und seine Soli durften den aktuellen Albumtitel dann doch Lügen strafen. Schließlich knüpfte „All You Need Is Now“ nach einem Modernisierungsschub auf „Red Carpet Massacre“ (2007) über die Hip-Hop-Beats aus dem Hause Timbaland aktuell mit Mark Ronson am Regiesessel recht klassisch dort an, wo die Band nach „Rio“ 1982 doch einen anderen Weg einschlug. Es könnte aber auch an weitestgehend inspirationsbefreiten Songs wie dem Titelstück des aktuellen Werks liegen, dass das Heil für alle Konzertbesucher außerhalb des Fanclubs letztlich nicht in der Gegenwart, sondern in der Erinnerung gesucht und gefunden wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Täglich grüßt das Murmeltier&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2012 ist das neue 1982: Duran Duran im Konzert, das bedeutet vor allem mit in den Dorfdiscos schon vor über zwanzig Jahren zu Tode gespielten Hits wie „The Wild Boys“, live im Lumpi-Mix mit Frankie Goes To Hollywood („Relax!“), dass Simon Le Bon den täglichen Murmeltiergruß auf Greatest-Hits-Basis durch die Halle schickt. Und auch dank der Refrains von hübschen Wave-Krachern wie „Planet Earth“ und „The Reflex“, dem James-Bond-Titelsong „A View To A Kill“&amp;nbsp; oder dem weißen Funk von „Notorious“, von Le Bon hüftstarr im Ententanz vorgetragen, sollte sich dieses Konzert wie von allein singen. Dazu kam das auch für das Schlagerkarussell geeignete „(Reach Up For) The Sunrise“ und mit „Come Undone“ eine Ballade, neben der sich jedes Schmalzbrot unzureichend geschmiert fühlen muss. Allerdings: Im Gegensatz zu der ebenfalls ausgegrabenen Kokain-Reflexion&amp;nbsp; „White Lines“ von Mele Mel, aus der Duran Duran mit gepflegtem Disco-Rockismus einen der unbestritten schlechtesten Songs aller Zeiten machten, konnte hier ein gewisses Unterhaltungspotenzial kaum bezweifelt werden.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Knapp zwei Stunden sowie einen augenzwinkernden kunsthistorischen Exkurs durch Tastenmann Nick Rhodes und ein wenig erfolgreiches Twitter-Experiment später war der Fanclub trotzdem begeistert. Alle anderen durften sich an Simon Le Bons Zwischenrede erinnern und ihren Optimismus auch in schwierigen Zeiten nicht verlieren. Glück, innerer Frieden, Zuversicht. Liebe Leute, es ist alles eine Frage der Einstellung!&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;(Wiener Zeitung, 25.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7106995479139418429?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7106995479139418429/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7106995479139418429' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7106995479139418429'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7106995479139418429'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/huftstarre-und-ententanz.html' title='Hüftstarre und Ententanz'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-9193495950115674898</id><published>2012-01-19T17:33:00.000+01:00</published><updated>2012-01-19T17:33:17.188+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Die Reifeprüfung</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Das schwedische Schwesternduo First Aid Kit veröffentlicht sein zweites Album: „The Lion’s Roar“ wurde hörbar in den USA aufgenommen.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Mit seinem Debütalbum „The Big Black &amp;amp; The Blue“ sorgte das blutjunge Schwesternduo First Aid Kit um Johanna und Klara Söderberg – Jahrgang 1990 und 1993! – vor zwei Jahren für die Erkenntnis, dass die schwedische Stadt Enskede in Wahrheit dort liegen muss, wo sich im US-Hinterland Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Als bekennende Fans der Fleet Foxes und deren das Echo der Berge beschwörenden Appalachen-Musik knüpften die Schwedinnen nämlich direkt an das Folk-Revival an. Kritische Beobachter kamen folgerichtig kaum je umhin, bezüglich der bevorzugt in von Batikmustern verzierten Hippieroben posierenden Musikerinnen und ihren schlichten, von akustischen Gitarren getragenen Songs in Richtung Jungscharlager zu verweisen. Allerdings durfte man zwischendurch nicht nur tatsächlich sehr gute Lieder („Hard Believer“, „Winter Is All Over You“) hören, sondern hinter den nachdenklichen Texten auch zwei für ihr Alter erstaunlich reife Menschen vermuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Prominente Unterstützung &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Nach einer ersten EP im Fach des den Ursprung fröhliche Urständ feiern lassenden Folkpop auf dem Label der Landsleute von The Knife bekannte sich auch Jack White bald als Fan. Und er sorgte für einen erheblichen Karrierekick, indem er die Söderberg-Schwestern zu sich nach Nashville lud, um gemeinsam an neuen Songs zu basteln. Für das zweite und am heutigen Freitag erscheinende Album „The Lion’s Roar“ wiederum wurde in Omaha mit Mike Mogis (Bright Eyes u.a.) produziert, und auch Conor Oberst selbst ließ es sich nicht nehmen, eine Strophe für das von Mariachi-Bläsern abgerundete „King Of The World“ einzusingen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Der stille Holzhüttencharakter des Erstlings wurde zugunsten eines dichteren Bandsounds und orchestraler Arrangements ausgetauscht – in Sachen Songwriting macht sich der kreative Fortschritt mit komplexeren Strukturen bemerkbar. Das ergibt nicht nur bei für faule Sonntage im Bett empfohlenen Songs wie „In The Hearts Of Men“ oder dem Album-Highlight „To A Poet“ den einen oder anderen Leslie-Feist-Moment. Im ersten Drittel wiederum geht es etwa mit der Genre-Hommage „Emmylou“ als Tribut an Gram Parsons, Emmylou Harris sowie Johnny und June Carter Cash zur heulenden Steelgitarre hübsch countryfiziert zu. Schwachstellen sind dort auszumachen, wo allzu eingängigen Refrains des Country- und Folkpop der 60er-Jahre nachgegeben wird („This Old Routine“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz eines Hangs zur Melancholie geht von den Songs freilich keine Gefahr aus. Damit das auch so bleibt und die kommende US-Tour für die beiden Mädels aus der Pampa nicht in den Abgrund führt, hat sich Papa Benkt gleich selbst an den Bass gestellt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sehr hübsche Album jedenfalls ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für das Duo. Keine Frage: Das Genre hat zwei neue Heldinnen gefunden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;First Aid Kit: The Lion's Roar (PIAS) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 20.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-9193495950115674898?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/9193495950115674898/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=9193495950115674898' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/9193495950115674898'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/9193495950115674898'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/die-reifeprufung.html' title='Die Reifeprüfung'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-5107776048607555960</id><published>2012-01-19T17:32:00.002+01:00</published><updated>2012-01-19T17:32:40.133+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Others'/><title type='text'>Hausfreunde und alte Bekannte</title><content type='html'>&lt;b&gt;Am Samstag findet in der Wiener Arena das FM4-Geburtstagsfest statt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den jährlichen Ärgernissen gehört es, dass der heimische Jugendsender Radio FM4 ausgerechnet im Jänner Geburtstag hat. Klimawandel hin, Warmwetterfront her: Wer an den Feierlichkeiten teilnehmen will, wird sich warm anziehen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin findet die Party in der Wiener Arena statt, wo nicht nur in den Hallen getanzt, sondern vor allem auch das Konzertprogramm auf der Open-Air-Bühne besucht werden will. Für die Feier zum bereits 17. Geburtstag hat der Sender jedenfalls den augenzwinkernd größenwahnsinnigen Titel "The Greatest Radio Show Saves The World" ausgerufen, womit auch noch dem drohenden Weltuntergang der Kampf angesagt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musikalisch hat man sich das Vorrecht herausgenommen, vor allem alte Bekannte und ewige Hausfreunde einzuladen: Kettcar aus Hamburg, Nada Surf aus New York oder das Kaizers Orchestra aus Norwegen - entschuldigend sei angemerkt, dass die drei Hauptattraktionen aber immerhin brandneue Alben "am Start haben", die dieser Tage und Wochen erscheinen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während mit Frittenbude zudem eine Partyband einheizen wird, die es vor allem in den Beinen hat, geht mit der Mediengruppe Telekommander nach vier Studioalben und unzähligen Livekonzerten eine andere in die Annalen ein: Am FM4-Fest spielen Gerald Mandl und Florian Zwietnig eines ihrer letzten Konzerte. Abgerundet wird das Programm (Beginn: 18 Uhr) von FM4-Plattendrehern und VJs aus dem sound:frame-Umfeld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im nächsten Jahr beginnt der Ernst des Lebens - wenn dann die Welt noch steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 20.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-5107776048607555960?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/5107776048607555960/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=5107776048607555960' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5107776048607555960'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5107776048607555960'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/hausfreunde-und-alte-bekannte.html' title='Hausfreunde und alte Bekannte'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-1381132824617434132</id><published>2012-01-18T17:14:00.001+01:00</published><updated>2012-01-18T17:14:40.030+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Others'/><title type='text'>Entspannt euch!</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Der Autor dieser Zeilen hat mit Yoga in etwa so viel gemein: Er weiß, was die Kerze ist, und glaubt, die gleichnamige Übung unfallfrei ausführen zu können. Danach aber wird es finster.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aktuell steht Yoga auf der Agenda, weil ein Artikel der „New York Times“ („Wie Yoga Ihren Körper ruinieren kann“) für einige Aufregung sorgt. Mehr als 700 überwiegend negative Kommentare im Onlineforum der Zeitung zeugen davon, dass die Poster es bezüglich des richtigsten Mottos unserer Zeit – "Empört euch!" – recht wörtlich nahmen. Gerne hätte man der ansonsten um Ausgleich bemühten Community hier allerdings ein aufmunterndes „Entspannt euch!“ entgegengerufen. Wir atmen aus, wir atmen ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag führte das bevorzugt auf Phänomene, die von der Restwelt als Randnotizen gelesen werden, spezialisierte Okto-Format „Wie geht das?“ passenderweise in die Welt des Lachyogas ein. Die Kunst des grundlosen Kuderns brachte den Hernalser Lachclub vor die Kamera, der gackerte, als ob es kein Morgen gäbe. Man muss sich den Auflauf der Freaks als Gesellschaft der Glücklichen vorstellen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgehend vom „New York Times“-Artikel recherchierte man im Internet später nach, dass all jenen vom Lachyoga abgeraten wird, die sich kürzlich die Rippen brachen oder etwa an Inkontinenz leiden. Allerdings stehen diese Menschen vor einem entschieden schlimmeren Problem: Sie müssten – Schluss mit lustig! – auch um jede Monty-Python-DVD einen Bogen machen, damit kein Malheur passiert.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 19.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-1381132824617434132?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/1381132824617434132/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=1381132824617434132' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1381132824617434132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1381132824617434132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/entspannt-euch.html' title='Entspannt euch!'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-1312094455727724022</id><published>2012-01-17T17:04:00.000+01:00</published><updated>2012-01-18T11:39:32.554+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Von Bumm bis Boing</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;The Notwist begeisterten in der Wiener Arena mit einem Querschnitt ihres Schaffens: Live sind die Weilheimer nach wie vor eine Bank&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dass diese Band auch eine Vorgeschichte hat, wurde den jungen Leuten am Montag zumindest zwischendurch mit Nachdruck erklärt. The Notwist erinnerten in der Arena auch daran, dass sie vor ihrer Zeit als Labortüftler im Forschungsfach „Der perfekte Song – und wie man ihn arrangiert“ einmal viel Wert auf die Pole „Boing“, „Bumm“ und „Tschak“ legten. Bei „My Phrasebook“ ging es an der zünftig sägenden Krawallgitarre entsprechend darum, dem Publikum einen Satz heiße Ohren zu verpassen. Das emotional dringliche und dann auch melodisch zurück in die Zukunft verweisende „My Faults“ wiederum knüpfte bei diesbezüglichen Helden wie Dinosaur Jr. an, mit denen die Weilheimer seinerzeit nicht selten verglichen wurden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Süddeutsche Maßarbeit&lt;/b&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nach um Metal- und Noiserock-Versatzstücken gespickten Anfängen ging es bei The Notwist aber bald darum, den schon immer melancholischen Grundton, für den auch Markus Achers brüchige Nichtstimme stand, mit zeitlosen Songs elektronischer einzufangen. Martin Gretschmann, für den der Rubel später auch dank internationaler Aufträge etwa für Björk oder Depeche Mode rollen sollte, trieb die Verwandlung ab 1997 von der Schaltkanzel voran – „Shrink“ (1998) sowie das allseits gefeierte Meisterwerk „Neon Golden“ (2002) künden davon, ehe es um die Band auch aufgrund ihrer zahlreichen Nebenprojekte (13&amp;amp;God, Tied &amp;amp; Tickled Trio, Console, Lali Puna u.a.) ruhiger wurde. Vor allem aber ein gewisser Hang zum Perfektionismus gilt als verantwortlich dafür, dass mit dem unaufgeregten „The Devil, You + Me“ aus 2008 bislang nur mehr ein Studioalbum erscheinen sollte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Perfektion, Präzision, Konzentration – süddeutsche Maßarbeit: Das Arbeitsprinzip der live zu sechst aktiven Band führt im Konzert zu Höchstleitungen, wenn es darum geht, dabei nicht anstrengend zu werden (oder angestrengt zu wirken). Wir erleben eine Band, die die Nuancen ihres Schaffens hervorstreicht, ohne dabei allzu heterogen zu erscheinen. So bildeten in der Arena elektronische Blubberbeats und wild geschwurbeltes Schlagzeug eine Einheit, während sich vor allem in ausgebauten Instrumentalteilen astreine, schön durch den Hallraum geschickte Dubsphären oder wärmende, jazzbeeinflusste Soundscapes mit Xylofon und Fender Rhodes entfalteten. Als wäre es damit nicht genug, wurde bei „Neon Golden“ auch noch ein beginnendes Elektro-Set mit den Mitteln einer Liveband gewinnbringend imitiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sorgte ebenso für strahlende Gesichter wie Gretschmanns Solo bei „Chemicals“, das er als Musikant mit dem Taschenrechner in der Hand unter den Vorzeichen der Gameboymusic in die Halle entließ: Dankeschön!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(&lt;a href="http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzkunstgriff/konzert/427916_Von-Bumm-bis-Boing.html"&gt;Wiener Zeitung, 18.1.2012&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-1312094455727724022?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/1312094455727724022/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=1312094455727724022' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1312094455727724022'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1312094455727724022'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/von-bumm-bis-boing.html' title='Von Bumm bis Boing'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4645435321728662801</id><published>2012-01-12T16:47:00.000+01:00</published><updated>2012-01-12T16:47:19.605+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Das Ohr schaut mit</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Das Oscar-prämierte Soundtrack-Doppel Reznor / Ross und seine zweite Zusammenarbeit: Kompositionen zu David Finchers Stieg-Larsson-Film „Verblendung“&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Sowohl als Vorstand seines Einmannprojekts Nine Inch Nails als auch als Privatperson ist Trent Reznor vor allem als kompromisslos bekannt – ein Umstand, der nicht zuletzt auf die manischen Züge des 1965 im US-Bundesstaat Pennsylvania geborenen Musikers zurückzuführen ist. Schließlich kümmert sich der Multiinstrumentalist seit 1988 nicht nur weitestgehend allein um seine „Band“. Auf eine nicht minder ambitionierte Phase der Selbstzerstörung zwischen Alkohol, Drogen und Depression folgte dann auch noch die Wiedergeburt als im Fitnessstudio rotierender Muskelmann, dessen neu gewonnene Energien zu einem erstaunlichen Output führten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Künstlerische Autarkwerdung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reznor, der mit seinem mittlerweile verblichenen Label Nothing Records einst auch Marilyn Manson zum Durchbruch verhalf, verkürzte die Intervalle seiner Albumveröffentlichungen und sorgte mit Online-Releases in mehrerlei Hinsicht für Aufsehen. So zeugte etwa die 2008 wie nebenbei aus dem Ärmel geschüttelte, epische Instrumentalmusik von „Ghosts I-IV“ auch von seinen Bemühungen, sich vom „System“ loszulösen. Neben den Kollegen von Radiohead wurde Reznor zum Pionier einer diesbezüglichen Autarkwerdung, die unterschiedliche Gratis- und Kaufvarianten seiner Onlineveröffentlichungen auch über limitierte und entsprechend hochpreisige Deluxe-Pakete in physischer Form garantierte. Nach einem ähnlichen Projekt für den New Yorker Spoken-Word-Künstler Saul Williams, einem weiteren Album der Nine Inch Nails und der Debütarbeit seines Projektes How To Destroy Angels (gemeinsam mit Ehefrau Mariqueen Maandig und Atticus Ross), schlug Reznor zuletzt aber einen ganz neuen Weg ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Verbund mit ebenjenem Atticus Ross, der seit den Nullerjahren als Mitproduzent Reznors einziger langfristiger Mitstreiter wurde, konnte eine ursprünglich skeptisch aufgenommene Anfrage des US-Regisseurs David Fincher („Fight Club“) als dessen Kooperationspartner in Sachen Soundtrack doch nicht abgelehnt werden. Nach einzelnen Beiträgen für Kinowerke wie Alex Proyas' „The Crow“, David Lynchs „Lost Highway“ oder Simon Wests „Lara Croft: Tomb Raider“ sollte es darum gehen, gleich den ganzen Score für „The Social Network“ zu übernehmen. Das Resultat ist bekannt: Nach der Verleihung eines Golden Globe Awards für den besten Soundtrack durfte das Duo im Vorjahr auch einen Oscar mit nach Hause nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zur Zufriedenheit aller Beteiligten verlaufene Projekt wurde für die Vertonung von Finchers Stieg-Larsson-Film „The Girl with the Dragon Tattoo“ („Verblendung“) nun unter geänderten Bedingungen wiederholt. Während Reznor und Ross bei „The Social Network“ erst ins Spiel kamen, als das Projekt beinahe abgedreht war, entstand die Musik diesmal parallel zum Film und in intensiver Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Für die Musiker bedeutete dies einen 14-monatigen Kraftakt zwischen täglicher Schreib-, Produktions- und Adaptionsarbeit.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Grunddüstere Szenarien&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Zugeständnisse, die Reznor dabei auch machen musste, waren für den bekennenden Kontrollfreak aktuellen Interviews zufolge ein wichtiger Lernprozess, der von Finchers Streben nach Exzellenz entschieden begünstigt wurde: Brüder im Geiste.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Inhaltlich kam die düstere Grundstimmung Reznors Kernkompetenz in Sachen Weltschmerz entgegen. Wir hören über eine Spieldauer von knapp drei Stunden insgesamt 39 (!) atmosphärische Beiträge, die es klavierbetont und konsequent unter dem Molldiktat je nach Szene filigran oder monumental anlegen. Dazwischen rauschen, surren und knistern die Maschinen, brodeln die Bässe, rattern die Percussions und kippen die grunddüsteren Szenerien dissonant ins Kakofonische. Während Anfang und Ende Coverversionen von Led Zeppelins „Immigrant Song“ (mit Karen O) und Bryan Ferrys Dandytragödie „Is Your Love Strong Enough?“ vorbehalten sind, wird dem Fluss des Thrillers auch über ein Anschwellen und Nachlassen der Bedrohlichkeit Rechnung getragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Dauer ist das freilich zu viel – nicht nur zum Film (das Ohr schaut mit!) aber dennoch ein spannendes Hörerlebnis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Trent Reznor / Atticus Ross: The Girl With The Dragon Tattoo (Mute / GoodToGo)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 13.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4645435321728662801?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4645435321728662801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4645435321728662801' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4645435321728662801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4645435321728662801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/das-ohr-schaut-mit.html' title='Das Ohr schaut mit'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6502429310289125703</id><published>2012-01-12T16:44:00.000+01:00</published><updated>2012-01-12T17:00:46.946+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Maximal eingängig, maximal melodiös</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;„Future This“, das zweite Album von The Big Pink aus London&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;„Uuuuuh uuh-uuuh, These girls fall like dominos, dominos / These girls fall like dominos, dominos“ – wer sich allein bei der Lektüre dieser simplen Songzeile(n) daran erinnert fühlt, dass ihm der Ohrwurmcharakter des Londoner Duos The Big Pink zumindest bei dessen Hit „Dominos“ vor gut zwei Jahren dann doch ein wenig zu viel war, sei an dieser Stelle gewarnt: Er wird womöglich kein Freund mehr von Robbie Furze und Milo Cordell werden. Immerhin legen die beiden mit „Future This“ nun ihr Popalbum vor, das die Band auf der nach oben offenen Penetranzskala noch weiter himmelwärts klettern lässt. Arbeitsmotto: Maximale Eingängigkeit, mehr Melodie – und die Strukturen stets schlank halten!&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ursprünglich stand das Zweigespann um Furze, der sich zunächst als Gitarrist des deutschen Soundbrachialisten Alec Empire verdingte, und dem als Labelboss von Merok Records etwa für die Alben der Crystal Castles oder der Klaxons verantwortlichen Milo Cordell auf seinem Erstling „A Brief History Of Love“ für ein Stilamalgam, das die Pole Dance und Rock ’n’ Roll zünftig vereinte. Während mit „Tonight“ eine weitere Single Mitgrölnachschub für britische Ibiza-Urlauber lieferte, ging das vor allem dann gut, wenn sich The Big Pink mit ihrer Vorliebe für alte Shoegazer wie The Jesus and Mary Chain oder My Bloody Valentine nicht zurückhielten und hübsch psychedelische Gitarrenschlieren in den Hallraum schickten. Die zeitgenössische Ader durfte im Anschluss mit der modernistischen Mixcompilation „Tapes“ für das Berliner Label !K7 ausgelebt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Future This“ muss, seinem Titel zum Trotz, diesbezüglich als Schritt zurück gesehen werden, ist ein gewisser 80er-Jahre-Bezug auf diesem Album doch nicht zu leugnen. Grundsätzlich liefert das Duo sein Bekenntnis zur großen Geste, die im Pop immer die Gefahr der Lächerlichkeit in sich birgt, wenn jemand sie nicht zu bedienen versteht, und bettet sie zwischen Hip-Hop-affinen wie stets dick aufgetragenen Beats und gleichfalls gepimpten Synthie-Sounds in Songs, die sich selbst als Hymnen ausrufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es beginnt entsprechend euphorisch mit dem „Dominos“-Aufguss „Stay Gold“, einem Popsong im Sinne von MGMTs „Time To Pretend“, auf den im Anschluss das von Laurie Andersons „O Superman“ inspirierte „Hit The Ground (Superman)“ folgt, dessen Refrain wiederum durchaus beglückend an den Edel-Pop von Luke Steeles Empire Of The Sun denken lässt. Produziert von Paul Epworth (Florence And The Machine, Bloc Party, Adele), entfalten sich unter einem Dickicht aus Klangflächen zwischendurch immer wieder starke Hooklines – wie etwa bei „The Palace“, einem tatsächlichen Prachtstück in der Kategorie Mainstream mit Mehrwert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nicht minder unterhaltsame „Jump Music“ fällt mit Gary-Numan-Harmonien als feister Rave-Rock ins Haus, der auch um Britpop Bescheid weiß, während die Gitarre bei „Lose Your Mind“ an The Cure und New Order denken lässt. Allerdings: Dass das Titelstück an Linkin Park erinnert, bleibt dann doch unverzeihlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;The Big Pink: Future This (4AD / Indigo)&lt;/b&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 13.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6502429310289125703?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6502429310289125703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6502429310289125703' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6502429310289125703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6502429310289125703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/maximal-eingangig-maximal-melodios.html' title='Maximal eingängig, maximal melodiös'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-1233688323605188673</id><published>2012-01-11T17:56:00.000+01:00</published><updated>2012-01-11T18:40:25.456+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Abwärts mit Gebrüll</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;"Two and a Half Men", jetzt neu mit Ashton Kutcher&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Probleme begannen schon mit dem Serientitel: Der coole Onkel Charlie ist längst mausetot, während sich die einst so übersetzte US-Sitcom noch immer um „Two and a Half Men“ dreht – was, wie böse Zungen behaupten, nun allerdings mit Ashton Kutcher zusammenhängt, der schon zu Hause bei Demi den Knaben gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der ersten Folge nach Sheen jedenfalls wurde Charlie einerseits zu seinem Vorteil in die Grube gelassen, weil von dort aus die Frauenröcke leichter einsichtig sind. Andererseits gab sich das Fegefeuer als Begräbnisgesellschaft zu erkennen, die aus lästernden Ex-Gspusis bestand. Eine solide Basis also, um den aus der unteren Körperregion sprechenden Häuslschmäh der Serie noch einmal zu vertiefen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob mit Ashton Kutcher als Milliardär Walden Schmidt dauerhaft an alte Erfolge angeknüpft werden kann, wird sich erst zeigen müssen. Sicher ist, dass der an Herzschmerz erkrankte und zum Staffelstart gleich mit ordentlich Mitleidssex entschädigte Schönling beim weiblichen Publikum punkten wird können – worauf, Nacktauftritt hin, Schrittpixel her – schon die Vorstellung („Ich bin Walden“) deutete, die auch die Haushälterin schwach werden ließ: „Ich bin beeindruckt!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten blieb alles beim Alten: Die Strandmädchen balzten, Alan durfte nicht mitspielen, Mutter war Mutter und bezüglich des Grundniveaus wurde stets darauf geachtet, die Bälle flach zu halten und sich die Latte konsequent tief zu legen. In dieser Hinsicht: ein Hit! &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 12.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-1233688323605188673?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/1233688323605188673/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=1233688323605188673' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1233688323605188673'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1233688323605188673'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/abwarts-mit-gebrull.html' title='Abwärts mit Gebrüll'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4038184559096595329</id><published>2012-01-06T19:41:00.002+01:00</published><updated>2012-01-06T19:41:48.534+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Others'/><title type='text'>Der Fall des Barhockers</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Sex, Drugs &amp;amp;Rock ’n’ Roll: Am Sonntag startet in den USA die 5. Staffel von„Californication“.&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;- In derWirklichkeit hat das männliche Lotterleben längst einen schweren Stand.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Hank Moodyerwacht. Sein Blick verrät die Verwirrung: Wo bin ich? Wer bin ich? Wer ist dienackte Frau in meinem Bett? Und, was zum Teufel, ist gestern Nacht schon wiederpassiert??&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;HankMoody steht auf. Beim Spaziergang durch das Beischlafzimmer kann mit einigerSicherheit festgestellt werden, dass es sich, versteckt unter leerem, vormalsmit Bier, Wein und Whiskey gefülltem Einweggebinde, um die eigene Wohnung und,hinter den zerknautschten Augen, unter dem verwuschelten Haar und über dem provisorischbedeckten Lebemann, um – das bin doch ich! – Hank Moody handelt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Inder Küche begegnet der von der Schreibarbeit vor allem von einer Versuchungnamens Lotterleben täglich aufs Neue abgehaltene Autor des programmatisch nacheinem Werk der amerikanischen Thrash-Metal-Heroen Slayer betitelten Romans „GodHates Us All“ einer Zwergin, die ihr Frühstücksbier einnimmt und um dieseUhrzeit textil kaum mehr Ambitionen hegt als unser Antiheld selbst. David Lynchhätte jetzt seine Freude, Hank Moody hingegen schwant Übles. Im Wohnzimmer wirdein sichtlich beim Computerkaraoke in der Unterhose eingeschlafener Buddygefunden, während sein Verleger im Kinderzimmer der zum Glück außer Hausweilenden Tochter zwischen den Hintern zweier nackter Frauen glückseligrüsselt. Es ist ein relativ normaler Tag im Leben unseres Schriftstellers. Erschmerzt schon zur mittäglichen Frühmorgenstund wie ein Penisbruch im Angesichtder Sirenen-Insel, aber hey – und großer Himmel! –, man könnte auch blöderleiden. Los Angeles, du Stadt der Engel. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Angebot fürGottes Sünder&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;DasSetting der seit 2007 produzierten Tunichtgut-Serie „Californication“, derenfünfte Staffel am Sonntag im US-Kanal Showtime anläuft, ist damit ebenso gutabgesteckt wie das Lebensmotto ihrer Leitfigur: „Erstens: Ein Morgen vollerPeinlichkeit ist besser als eine Nacht der Einsamkeit. Zweitens: Ich werdewahrscheinlich nicht in die Geschichtsbücher kommen, aber garantiert in deineSchwester.“ Sex und Drugs und Rock ’n’ Roll als ewiges Verheißungsangebot für GottesSünder, die – frei nach Oscar Wilde – allem wiederstehen können, nur nicht derVersuchung. Zumindest, wenn es darum geht, in Hank Moody als von David Duchovnynach allen Regeln der Kunst verkörpertem Lebemann einen Stellvertreter zusehen, der uns die eigene Restvernunft bewahren und die Sache mit dem verrücktenLeben lieber den Wahnsinnigen vom Fernsehen (über-)lässt, beweisen wir im Publikumunsere große Schuld. Wir sind würdig und schlecht und vor allem zur Stelle,wenn der Fall des gebeutelten Mannes als verzweifelter Barhocker tiefer hinabführtals bis zum physischen Boden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Domestizierung des Machos&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Inmittender schattseitigen Gefilde, die dabei durchquert werden müssen, verortet sich„Californication“ in einem seltsamen Zwischenreich: Zum einen bringt das Format,ähnlich wie etwa „Mad Men“ um die Umtriebe des Werbefachmanns Don Draper im NewYork der 1960er-Jahre, nicht nur im Hollywood-Kino und im Serien-TV längstverpönte Laster wie vor allem den Konsum legaler Drogen zurück auf denBildschirm. Trotz einer spürbaren Gier nach dem Leben als Todesursache Nummer eins(„Die Lebenslust bringt di um“ – Falco), „explicit nudity“ insemipornografischen Bildern und allem Weiteren, durch dessen Aussparung dieUS-Entertainmentbranche längst schon als prüde gebrandmarkt wurde, schlägt dieMetaebene freilich auch hier bald eine andere Richtung ein. Immerhin werden wirZeugen, wie Hank Moody als liebender Vater für seine Tochter alles tun würdeund entgegen der Allmacht des Permanentkaters, wenn auch vielleicht etwas später,so doch immer aufsteht. Taumeln, fallen, vom Barhocker fallen. Sich aufrichten,sanfter fallen. Ein Leben nach dem Beckett-Zitat: „Try again. Fail again. Failbetter.“ Leise Errettungsfleher und das Vergebungsgewinsel nach dem selbst verschuldetenAbsturz entblößen im spitzen Lumpi gern auch einen weichen Herrn.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Geschuldetist diese Dialektik einer Entwicklung, die mit Grace Jones begann, als sieJames Bond sexuell in Anspruch nahm – und nicht umgekehrt! –, um damit auch denletzten &amp;nbsp;Machobastionen einzubläuen, dassdie Welt der außergewöhnlichen Gentlemen mit sofortiger Wirkung nicht mehr diegleiche sein würde. Domestizierte, in der Väterkarenz (!) freiwillig (!!) mitdem Kinderwagen (!!!) ausfahrende Männer, für die Promiskuität tatsächlich einFremdwort ist, sehen sich heute einer Welt gegenüber, die keine Barhocker mehr habenwill, den Genuss meidet wie der Teufel das Weihwasser und all jene mit besserenSozialversicherungsleistungen belohnt, die dank probiotischer japanischerKampfbakterien und fettfreier Milchprodukte ihre Idealwerte erreichen. Kommtnicht ausgerechnet der Wein mit den aufdringlichen Gesundheitswarnungen immeraus Kalifornien? Tatsächlich, es ist nicht die Welt des HankMoody, die sich da draußen breitgemacht hat – und die nun mit zuvorderst sichselbst breit machenden Serienfiguren wieder zurückschlägt. Unser Autor, jetztphilosophisch: „Wein ist gut, aber Whiskey ist schneller!“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Moralisch imWesentlichen&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;DerTypus Lebemann, der dabei entsteht, versteht es klug, sich die Moral in derWelt seiner dunklen Begierden für das Wesentliche aufzusparen (man muss damitnicht schon beim Drogenkonsum anfangen), um den Anforderungen der Zeit gerechtwerden zu können, während seine Vorgängermodelle darniederliegen, so sie nochnicht gestorben sind. Siehe dazu den Playboy als kapitalistischen Großkotz mitHang zum Eiswürfelgeklimper am Kaminfeuer in Saint-Tropez, der in Zeiten der Weltwirtschaftskrisekein Idol mehr sein kann – und heute etwa als exministrabler B-Promi in derKlatschspalte noch bizarrer erscheint als, sagen wir, Flavio Briatore (was manerst einmal schaffen muss). Männer wie Keith Richards – jahrzehntelanges Lebensmotto:„Die besten Partys sind die, an die man sich nicht mehr erinnert“ – wiederum sindim Normalfall tatsächlich tot oder werden heute nur mehr in der Weicheiervarianteals Charlie Sheen hergestellt. Kurz: Das geht sich nicht aus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Soist es wenig verwunderlich, dass Vorbilder für die Figur des Hank Moody amehesten noch der Lumpenliteratur entnommen wurden. Zwischen den Anfängen einesHenry Miller, als dieser sich in „Sexus“ noch als Versager porträtierte, derdas Feuer des Genies bereits in sich lodern spürte, und dem aufrecht zwischen Saufereiund Pferdewetten angesiedelten Erzählungen eines Charles Bukowski finden sichdie Anknüpfungspunkte, die im dekadenten Los Angeles allerdings von einerÜberflussgesellschaft und ihren Begleiterscheinungen vereinnahmt werden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Inder fünften Staffel wird übrigens nicht nur dem Modell der Patchworkfamilienoch stärker als bisher Rechnung getragen, sondern über eine neue Rolle desUS-Rappers RZA (Wu-Tang Clan) als Hip-Hop-Mogul kein sinnloser Spaßausgelassen. Man kann Charles Bukowski vieles unterstellen, keinesfalls aber,uns nicht eindringlich gewarnt zu haben. „Die meisten Männer verstehenüberhaupt nicht zu leben, sie nutzen sich nur ab.“ In diesem Sinne!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 7./8.1.2012) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 12pt;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4038184559096595329?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4038184559096595329/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4038184559096595329' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4038184559096595329'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4038184559096595329'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/der-fall-des-barhockers.html' title='Der Fall des Barhockers'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6267049282270623047</id><published>2012-01-06T19:41:00.001+01:00</published><updated>2012-01-06T19:46:22.227+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Others'/><title type='text'>Ein Erotomane als Held im US-Serienfach</title><content type='html'>&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;US-Schauspieler David Duchovny (51)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Mit der Figur des Hank Moody, die er in der US-Serie"Californication" verkörpert, verbindet David Duchovny ein Ruf alsewiger Lustmolch. Immerhin sorgte 2008 die Meldung für Aufsehen, der 1960 inNew York geborene Schauspieler befände sich wegen seiner Sexsucht auf Reha. Mitden erotischen Geschichten der "Red Shoe Diaries" ist auch die früheKarriere des auf Serienrollen spezialisierten Mimen als einschlägig zubezeichnen, ehe er sich als Special Agent Fox Mulder in "Akte X" demÜbersinnlichen widmete - um mit diesem Boom-Thema der 1990er weltweit berühmtzu werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Als Princeton-Student brachte es der Nachfahre einer jüdischenFamilie aus der Ukraine zum Master-Titel in Englischer Literatur, während seineDissertation zum Thema "Magic and Technology in Contemporary Poetry andProse" schließlich seinem Job zum Opfer fiel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;Im Gegensatz zu Hank Moody lebt der als diszipliniert geltendeDuchovny erstaunlich skandalfrei und sympathisch unter der Prämisse, Privatesprivat zu halten. Wie es in "Akte X" so schön hieß: "DieWahrheit ist irgendwo da draußen!"&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung / Porträt, 7./8.1.2012)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6267049282270623047?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6267049282270623047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6267049282270623047' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6267049282270623047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6267049282270623047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/ein-erotomane-als-held-im-us-serienfach.html' title='Ein Erotomane als Held im US-Serienfach'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2275773576660680556</id><published>2012-01-06T19:41:00.000+01:00</published><updated>2012-01-06T19:41:33.578+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Dramen im Idyll</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Werden "Bergdoktor" über die letzten Jahre nicht mit cineastischer Hingabe verfolgthat oder gar noch an die Originalserie mit Gerhart Lippert in der Hauptrolledenkt: Im „Remake“ mit Hans Sigl als hemdsärmeligem Charakter ist alles insofernanders, als dem Lauf der Zeit – zumindest irgendwie – Rechnung getragen wird.Sanft modernisiert, singt im Hintergrund der von Radio Kuschelweich bekannte ehemaligeKFOR-Soldat James Blunt sein rührseliges Lied, wenn es darum geht, die dem Seriengenreimmanenten „großen Gefühle“ mit viel Pathos zu beschwören.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ausdem kleinen Maxl von einst ist eine pubertierende Lilli geworden, die derBergdoktor mit seinem Bruder als Patchworkvater erzieht. Der Medizinmann selbstsagt in der am Fuße des Wilden Kaisers generell erstaunlich bundesdeutschdominierten Serie bevorzugt „nee“ und „tschüss“ sowie nach Lehrjahren in NewYork „okay“ auf eine Weise, die man sonst nur aus dem deutschen Privatfernsehenkennt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;DieDoppelfolge zum Start der neuen Staffel trieb die Arztserien- und (neue)Heimatfilmästhetik ohne Angst vor der Klischeefalle hin zum Schmierentheater mitüberzeichneten Stehsätzen („Ich bring ihn um. Das Schwein!“) und unfreiwilligkomischen Dialogen. Diesbezüglicher Höhepunkt: „Lisa ist nicht an einer Grippeerkrankt!“ – „Woran dann?“ – „Sie hatte eine Affäre!“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Der Drehbuchautor jedenfallsbeweist Ironie und gibt sich selbst als Philipp Roth zu erkennen. KleinerBuchstabe, großer Unterschied!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 7./8.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2275773576660680556?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2275773576660680556/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2275773576660680556' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2275773576660680556'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2275773576660680556'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/dramen-im-idyll.html' title='Dramen im Idyll'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8651148773671578715</id><published>2012-01-04T09:41:00.000+01:00</published><updated>2012-01-19T12:35:31.276+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Kein Konkurrent</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Print vs. Online in der Dienstags-"ZiB" &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;ImMeldungsblock wurden die Zeitungen noch in den Papiercontainer geworfen –freilich nur, um ein Beispiel mustergültiger Mülltrennung zu illustrieren, undnicht, um uns Holzmedien in die Hölle zu wünschen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ja,der Bericht in der Dienstags-„ZiB“ über Print in Zeiten des Internet sollte esim Anschluss gar gut mit uns meinen. Zeitungssterben hin, Finanzkrise her, und vorallem dem Umstand zum Trotz, dass das Internet im Jahr 2030 die Zeitung alsNachrichtenquelle in allen Zielgruppen überholt haben wird, wie der Beitrag informierte– am Ende stand die überraschende Erkenntnis: „Eine Konkurrenz für dieZeitungen dürfte das Internet wohl nicht werden.“ – „So wie das Theater nichtvon Kino und Fernsehen verdrängt worden ist“, setzte Tarek Leitner im Studiofort.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dassdie Quelle der Studie nicht genannt wurde? Egal. Und während eine Grafik denMedienkonsum nach Alter und Gattung aufschlüsselte, sorgte Marie-ClaireZimmermann über die Text-Bild-Schere für einige Verwirrung: „Bei den Menschenüber 50 Jahren haben sich 1998 nur rund sieben Prozent mit dem Computerbeschäftigt“, wurde die Mediennutzung quasi mit dem Interesse in Sachen Heimrechnergleichgesetzt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Altbacken hingenwirkte die öffentlich-rechtlich ausgewogene Straßenumfrage zwischen älteren „Krone“-Lesernund jungen Freunden der Online-News. Das Internet erfindet sich täglich neu.ORF III brachte später noch einen „Club 2“ aus 1983. Sendungstitel: „Was willdas Weib?“&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 5.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8651148773671578715?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8651148773671578715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8651148773671578715' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8651148773671578715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8651148773671578715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2012/01/kein-konkurrent.html' title='Kein Konkurrent'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-5933290123452944315</id><published>2011-12-30T16:01:00.000+01:00</published><updated>2011-12-30T16:25:49.986+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Morgen wird wie heute sein</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Die Liste „BBCSound of …“ 2012 erklärt auch heuer wieder die Popverheißungen der Folgesaison: Pop-Prognostikzwischen Hype, Karriereplanung und selbsterfüllender Prophezeiung&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wenn dieJahresbestenlisten noch nicht veröffentlicht sind, dafür aber bereits über den„neuen heißen Scheiß“ der Folgesaison diskutiert wird, erweist sich einZusammenhang wieder einmal als besonders schlagkräftig: Wie auch das Starsystemoder die Sinneinheit Pop als großer Stil- und Eindrucksstaubsauger sind dieMedien auf immer neues Futter angewiesen, um sich selbst zu befeuern – und auchohne Erneuerung des Systems möglichst nicht alt auszusehen. Dieser Spiraleentspringen Hypes, an denen am ehesten noch vorbeikommt, wer im alpinen kanadischenHinterland eine Hütte bewirtschaftet. Schließlich sind Figuren von Madonna bishin zu Lady Gaga nicht nur am Boulevard schon immer ein Hit. Auch die CulturalStudies oder das Feuilleton nehmen das Phänomen dankbar auf, wenn es darumgeht, es nicht nur für sich selbst zu betrachten, sondern darin eine Projektionsflächein Sachen Gender, Gesamtkunstwerk, Schnitzeljagd und Superstar zu finden oder esmit Theodor W. Adorno in die Frankfurter Schule zu schicken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Ein Mehr des Selben&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;DieÖkonomie der Aufmerksamkeit stellt die Weichen dabei auf eines: Das Leben isteine Dauerwerbesendung, die sich beim Betätigen der On-Taste von selbst lauterstellt. Die Off-Taste wird versteckt wie das „X“ der lästigen Pop-ups beider Werbung im Internet. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;DasVorrecht aller Verkäufer, hinaus in die Welt zu schreien, wird heute aber nichtnur auf den Finanzmärkten vor ein veritables Problem gestellt. Vor allem die permanenthohe Lautstärke und die Tendenz, in jeder Fliege einen Elefanten zu sehen, stumpfendas Publikum ab. Die Demokratisierung des Einbahnkanals, in dem die Industriedie Stars vorgab und das Publikum nur mehr zugreifen musste, hin zur partizipativenIndividualernte auf den schwer überblickbaren Feldern des Internet wiederumbrachte eigene Probleme mit sich. Abgesehen von der Hülle des Angebots wurdedabei nicht nur offensichtlich, dass „mehr“ ungleich ein Mehr an Neuem, sondernzu oft ein Mehr vom Selben ist. Das Bemühen, am Rande des Systems in besterIndie-Tradition auf Alleinstellungsmerkmale zu bauen, wurde von gleichmachendenPortalen wie Myspace oder Youtube zudem erheblich erschwert. Von deinerliebsten Hipster-Band aus Williamsburg, New York, hin zu Shakira ist es nurmehr einen Klick weit. Und nicht zuletzt führte die Abwertung des Starbegriffs durchdiese Entwicklungen (und die vermeintlichen Supertalente aus demöffentlich-rechtlichen Privatfernsehen) zur Wiedererstarkung altgedienterHasen, die allein schon durch ihr langjähriges Verbleiben als authentischbetrachtet werden. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Unterstützung malZeit&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dassdas langjährige (und noch dazu authentische!) Verbleiben für junge Kräfteerheblich schwieriger geworden ist, macht die Sache nicht besser. Während dasGeld für die Förderung von Pop mit Anspruch auch zur Blütezeit des Genres unddes Finanzkapitalismus in den 1980er-Jahren nicht wie aus dem Sprinkelbrunnenplätscherte, so war zumindest auf zwei Dinge Verlass: erstens auf Förderer, dieTalente erkannten und diesen auf Augenhöhe begegneten, ohne sich dreist anihnen zu bereichern, und die ihren Schützlingen zweitens Zeit ließen, sich zuentwickeln – und dabei auch Flops einkalkulierten. Wir sprechen von Visionärenund Liebhabern wie Tony Wilson (Factory Records) oder Daniel Miller (MuteRecords), unter dessen Fittichen sich etwa ein Lumpen-Punk wie Nick Cave zumWelthit mausern konnte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Gefangenim ewigen Hamsterrad aus Tourneetätigkeit und Veröffentlichungsdruck werdenKünstler heute im Eiltempo verheizt – für die gestiegene Chance, schnell (undunter Patronanz der lechzenden Blogosphäre immer öfter nach derVeröffentlichung vereinzelter Songs im Internet und somit noch lange vor einemmöglichen Album) an die Öffentlichkeit zu geraten, bedankt sich das System nichtselten mit Ausbeutung. Auf den Hype folgt Ernüchterung, Katerstimmung undprofessionell abgespulter Dienst, der am Ende dann doch noch angenehmererscheint als tatsächliche Arbeit – und die Gewissheit, vom einstigen WW-Wunderzu einem kleinen Teil des Ganzen geschrumpft zu sein. Die Arctic Monkeys,gemeinhin als erste Band gehandelt, die den Sprung von Myspace zumPlattenvertrag und zum Weltruhm meisterte, können spätestens seit ihrem diesjährigenAlbum „Suck It And See“ ein Lied davon singen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;ImHaifischbecken zu fischen, um das solchermaßen auch schon wieder zu suchende„nächste große Ding“ zu prognostizieren, ist somit einerseits kein einfachesUnterfangen. Andererseits erweisen sich die diesbezüglichen Bemühungeneinschlägiger Musikmagazine als selbsterfüllende Prophezeiungen: Das Namedroppingallein akkumuliert zumindest die Aufmerksamkeit. Vor allem die Liste der „BBCSound of …“ gilt als höchst erfolgreich darin, die Helden der Folgesaison zuprognostizieren – um sie wahlweise selbst zu machen oder doch auf Nummer sicherzu gehen. Immerhin kann das auf den Einschätzungen von gut 180 Branchenexpertenerstellte Ranking auch auf reichlich Insiderwissen über bereits angelaufeneProduktionen zurückgreifen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Eine mutloseListe&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Namenwie die Yeah Yeah Yeahs, Franz Ferdinand, Razorlight, Duffy, Adele, La Roux undLady Gaga befanden sich bereits auf der Liste, knapp bevor sie jeweils imMainstream angekommen waren. Für 2011 sollte sich zuletzt der Durchbruch derbeiden britischen Dubstep-Songwriter James Blake und Jamie Woon bewahrheiten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Durchforstetman die traditionell auf fünfzehn Vertreter beschränkte Long-List für das Jahr 2012,fällt neben dem Umstand, dass von zahlreichen der durch die Bank kaum in derMitte ihrer 20er-Jahre angekommenen Künstler bisher selten mehr vorliegt als jeein, zwei Songs, in der Einschätzung vor allem eine gewisse Mutlosigkeit auf. AufKosten tatsächlich neuer Klänge dürfte vor allem miteinbedacht worden sein, wassich schon zuvor gut verkaufen ließ. Zwischen der Street-Credibility des US-RappersA$AP Rocky, der bereits einen drei Millionen US-Dollar schweren Plattenvertragan Land ziehen konnte, dem bei Ren Harvieu mit einer durchaus an Leslie Feisterinnernden Stimme orchestriert in Richtung Dusty Springfield oder bei MichaelKiwanuka in Richtung Marvin Gaye getriebenen Retrosoul oder dem Hipster-Soundvon Friends aus New York klingt alles so weit wie gehabt. Siehe dazu auch dieFleet-Foxes-Wiedergänger Dry The River oder die skandinavischenSynthie-Pop-Schamanen Niki And The Dove. Jamie N Commons gibt den LonesomeRider mit Hang zu alttestamentarischen Bildern im Sinne Johnny Cashs und NickCaves, während Azealia Banks die „Bitch“ zu übernommenen Fremdsamples und unterbesonderer Berücksichtigung der Pole „Cunt“ und „Nigger“ mimt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Der größte Star desJahres 2012 freilich fehlt auf der Liste: Der Durchbruch von Lana Del Rey mag füreine Prognose schlicht als zu sicher erscheinen. Alternativ könnte manallerdings auch behaupten, dass die US-Sängerin nach Monaten des Social-Media-Geschnattersum zunächst nur einen Song („Video Games“) bereits vor ihrem ersten Album als inder Echtzeitwelt nicht mehr neu genug gilt. Zack-zack. Es geht voran!&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 31.12.2011/1.1.2012) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-5933290123452944315?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/5933290123452944315/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=5933290123452944315' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5933290123452944315'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5933290123452944315'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/morgen-wird-wie-heute-sein.html' title='Morgen wird wie heute sein'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6424806546034244449</id><published>2011-12-30T16:00:00.000+01:00</published><updated>2011-12-30T16:00:13.183+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Es ist, wie es scheint</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Obes ein gutes Jahr für „die Prominenten“ war, kann nicht eindeutig beantwortetwerden. Wie ein Blick auf die Jahresrevuen nahelegt, dürfte es aber zumindestfür die Society-Formate nicht ganz einfach gewesen sein. So ließen vier „Chili“-Ausgabenzu den Themen Dancing Stars, Romy Gala, Life Ball und Song Contest erheblicheZweifel an der Ereignisdichte (oder an der Motivation der Berichterstatter)aufkommen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;AmDonnerstag informierte Dominic Heinzl darüber, dass der 18. Platz NadineBeilers am Song Contest noch nicht alles gewesen sein konnte. Nach einemRückblick auf vorab geschürte Erwartungen und abschließendeRechtfertigungsversuche – war doch eine „politische Entscheidung“verantwortlich dafür, dass aus Nadine die „Königin der Herzen“ wurde –, schickteder „Chili“-Chef mit Conchita Wurst seine Kandidatin für 2012 ins Rennen. „Siewäre eine Wurst, die den Geschmack Europas treffen könnte“, beschönigte Heinzlden Umstand, dass eine vegane Bekehrung der Weltbevölkerung als in etwa gleichwahrscheinlich gilt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;AufPuls 4 erlaubte „Pink! Österreichs Starmagazin“ heimischen Z-Promis, sich überden „Absteiger International“ zu erheben – Christina Aguilera bekam wortwörtlichihr Fett ab und Lindsay Lohan wurde als „allerletzte Koksbiene“ bezeichnet,während Birgit Sarata am Beispiel Charlie Sheens das System Hollywood erklärte: Nichts ist so, wie es scheint!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Aber leider – dasgilt nicht für die heimischen „Prominenten“.&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 31.12.2011/1.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6424806546034244449?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6424806546034244449/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6424806546034244449' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6424806546034244449'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6424806546034244449'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/es-ist-wie-es-scheint.html' title='Es ist, wie es scheint'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-657406880895475421</id><published>2011-12-30T12:55:00.000+01:00</published><updated>2011-12-30T12:57:15.177+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Best of 2011</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;Persönliche Lieblings-Alben des Jahres. Die Favoriten der KollegInnen sowie eine spannende Gesamtwertung der Wiener Zeitung gibt es &lt;a href="http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wzkunstgriff/cds/422688_Let-England-Shake.html"&gt;hier&lt;/a&gt; nachzulesen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;01. PJ Harvey: Let England Shake&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/Fws4fEE8Yy0" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;02. Ja, Panik: DMD KIU LIDT&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/4o8fXW2vhGY" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;03. Josh T. Pearson: Last Of The CountryGentlemen&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="301" src="http://www.youtube.com/embed/8ek-Rcr53XE" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;04. James Blake: James Blake&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="301" src="http://www.youtube.com/embed/DSvb_jGwQ7s" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;05. Anna Calvi: Anna Calvi&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/EKVy0EVu2ZI" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;06. EMA: Past Life Martyred Saints&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/RaP0gLYDXBE" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;07. Charles Bradley: No Time For Dreaming&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/moiUyFQQE-0" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;08. Tom Waits: Bad As Me&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/xHn_Kb4Dz40" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;09. Son Of The Velvet Rat: Red Chamber Music&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/1_OavAAkcoM" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span lang="DE"&gt;10. Panda Bear: Tomboy&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="233" src="http://www.youtube.com/embed/5yvOYoNrzWM" width="400"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 31.12.2011/1.1.2012)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-657406880895475421?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/657406880895475421/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=657406880895475421' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/657406880895475421'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/657406880895475421'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/best-of-2011.html' title='Best of 2011'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/Fws4fEE8Yy0/default.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-329470668686202226</id><published>2011-12-29T11:29:00.002+01:00</published><updated>2011-12-29T17:05:35.027+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Das Germteigrezept</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;VomLebensstil zum Lifestyle ist es oft nur ein schlechtes TV-Format weit. DieKunst der Lebensführung wird dort zum Slalomlauf moderner Performer, wenn esdarum geht, sich bloß nicht selbst zu begegnen. Gegen die innere Leere wirdunter besonderer Berücksichtigung der Pole schicker essen, blöder shoppen undgehasteter relaxen keine Chance ausgelassen, um sich nach dem Tagewerkzwangsneurotisch jenen Dingen zu widmen, die gemeinhin entspannen sollten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„taff“,das seit 1995 ausgestrahlte Lifestyle-Format von ProSieben, fällt in dieserHinsicht nicht mit dem Wellnessfaktor ins Haus. Weil die Welt bekanntlichdarauf aus ist, uns gestressten Cityhoppern den After-Work -Hedonismus sauer zumachen, haben wir es längst mit einem Servicemagazin zu tun, dem wir nieunterstellen können, uns nicht gewarnt zu haben: vor Kosmetikerinnen, die esmit der Hygiene nicht immer so ernst nehmen, vor Autohändlern, die den Preisdrücken, oder Entschlackungsdrinks, die nicht gut schmecken wollen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Mögliche Fallen imUmgang mit dem Lieferservice – muss der Pizzamann genug Wechselgeld in derTasche haben? – wurden nach einer kurzen Straßenumfrage letztlich von einerAnwältin geklärt. Wenn die Aufgabe war, ganz Deutschland bei der nächstenCalzone über die rechtlichen Grundlagen der Bestellung schwadronieren zulassen, gilt: Hut ab! Wie auch für die Kunst, die Sendezeit über dasGermteigrezept (Dehnung!) in mehrfacher Hinsicht billig gefüllt zu haben.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 30.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-329470668686202226?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/329470668686202226/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=329470668686202226' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/329470668686202226'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/329470668686202226'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/das-germteigrezept.html' title='Das Germteigrezept'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6484154753479910968</id><published>2011-12-21T10:04:00.005+01:00</published><updated>2011-12-21T16:16:45.691+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Gruppensitzung mit Netz</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Der Humor entrückter Charaktere: Die Web-Serie "Fauner-Consulting" mit Manuel Rubey&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Inder zweiten Folge wurde das Thema Sex eingeführt, in der vierten hielt unsThomas Stipsits als Saubartel am Schmäh, am vergangenen Dienstag schließlich triebdie Handlung ein Verwirrspiel mit dem Seher: In der Enge der zur Spielstätteerkorenen, als gutbürgerlich treffend umschriebenen Altbauwohnung herrschte dasDiktat der Wirklichkeitsverschiebung. Ein Setting, das sich gut anließ, bis dieOrdnung schnell wiederhergestellt war: Nur 11 bis 14 Minuten stehen derWeb-Serie „Fauner Consulting“ – wie berichtet – wöchentlich zurVerfügung, um in ihren Kosmos zu entführen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dabeierklärt das weitestgehend ohne Budget und auf Eigeninitiative vonHauptdarsteller Manuel Rubey und Regisseur und Drehbuchautor Georg Weissgrambetriebene Projekt einmal mehr, dass ein gutes Rezept nur wenige Zutatenbraucht. Immerhin lebt die Serie über Francois Fauner, der sich, selbstorientierungs- und mittellos, zum Lebensberater ausruft, von ihren sanftentrückten Großstadtcharakteren, denen die Zeit zum Nachdenken niemals davonläuft –was zu Dialogen führt, die den Blues der alten Wienerstadt mit dem nötigen(Galgen-)Humor aufbrechen. Den melancholischen Unterton gibt es nicht nur überdie schöne Titelmusik von Bernhard Fleischmann dazu.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;In einem Wiener Cafésoll die die therapeutische Schlagseite des Unterfanges bereits inGruppensitzungen ausgelebt werden. Ähnliches kennt man sonst nur vom Tatort imKino – sehen wir ein gutes Zeichen darin!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;a href="http://www.fauner-consulting.at/"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;www.fauner-consulting.at&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 22.12.2012)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6484154753479910968?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6484154753479910968/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6484154753479910968' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6484154753479910968'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6484154753479910968'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/gruppensitzung-mit-netz.html' title='Gruppensitzung mit Netz'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2837622235341823951</id><published>2011-12-16T10:58:00.000+01:00</published><updated>2011-12-16T22:49:38.131+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Stretchlimos gegen „Problemmilieus“</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Zum Auftakt seiner ORF-Show "Blockstars" ging Sido auf Hausbesuch.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„Drogen,Gewalt, keine Perspektive: Dem will einer ein Ende setzen“ – zum Auftakt derORF-Sendung „Blockstars“ deutete Sido das Helfersyndrom in Richtung Errettungspsychose.„Irgendjemand muss dir helfen. Und ich glaube, wenn ich das nicht bin, wer wirddir helfen??“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;ImGegensatz zu gängigen Auswahlverfahren suchte der heute als „erfolgreicherGeschäftsmann und Entertainer“ gefeierte einstige „Skandalrapper“ für den sechswöchigenAufenthalt in der Hip-Hop-WG, die eine Band und möglichst mehr als ein gemeinsamesAlbum zeitigen soll, nicht nach Kandidaten mit dem meisten Erfolg in derkürzesten Vita. Sidohielt Ausschau nach jungen Menschen, denen inmitten der „Problemmilieus“ &amp;nbsp;zwischen Wien Favoriten und Linz, der „Hochburgder Hip-Hop-Musik“, jedwede Aussicht fehlt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Beiseinen Hausbesuchen parlierte Sido durchaus charmant mit den Kandidaten,während die mit Schwarzweißbildern und auf Drama gestimmter Musikuntermalunginszenierte Lebensgeschichte – Heim, Gewalt, Drogen – einen auf RTL II machte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Obwohl Hannes Eder sichbei Sidos zwecks eines möglichen Plattenvertrages absolviertemVorstellungstermin im Hause Universal versichern wollte, dass die Unternehmungnicht zynisch wird (Sido: „Niemand wird lächerlich gemacht“), musste für dieShow eines ausgespart werden: In Österreich lebt kaum jemand von Hip-Hop. Dassdie Teilnehmer mit der Stretchlimo aus den „Problemmilieus“&amp;nbsp; abgeholt wurden, war demnach nicht nur zynisch,sondern vor allem dumm.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 17./18.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2837622235341823951?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2837622235341823951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2837622235341823951' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2837622235341823951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2837622235341823951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/stretchlimos-gegen-problemmilieus.html' title='Stretchlimos gegen „Problemmilieus“'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7006768425555230067</id><published>2011-12-15T14:19:00.000+01:00</published><updated>2011-12-15T23:37:29.380+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Others'/><title type='text'>Ein Lokal-King sagt Servus, Adieu und „Let’s rock!“</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;„Das gehörtnicht hierher“: Das neue Programm von Hosea Ratschiller.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Vom Kirchengeläutgeht es direkt über zur ersten Elvis-Imitation: Das neue Soloprogramm von HoseaRatschiller spielt auf der Beerdigung seines Großvaters, der als TschurtschacherRegionalausgabe des King mindestens ortsbekannt war. Dem Programmtitel folgend („Das gehört nicht hierher“), bietet die Grabrede des Enkels viel Spielraum,um inhaltlich abzuschweifen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;DieTrauergemeinde erfährt also nicht nur, dass der Opa ein feiner Kerl, einUnterstützer und Ermutiger war – sondern auch, dass es in der Restfamiliedurchaus Problemfälle gibt. Vor allem auch die vom sicheren Posten in dieFrühpension und dann weiter zur schamanischen Selbstfindung &amp;nbsp;gondelnde Elterngeneration kriegt dabei ihrFett ab, während Ratschiller mit seinem auf Kosten der schnellen Wuchtelgespielten Reflexionswitz später auch noch das Versagen des Kapitalismus, derMedien oder der Sozialdemokratie abhandelt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Krisen-Liebe&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dieautobiografischen Erfahrungen des jungen Mannes mit Polizeigewalt am G8-Gipfelin Genua und sein Zorn über Neoliberalismus und die Verderbtheit des Systemsmünden dabei zwar auch in eine Art Wutbürgerrede – anders als bei RolandDüringers diesbezüglicher Unternehmung in „Dorfers Donnerstalk“ wird diese abergleich im Anschluss gebrochen. Ein Umstand, der im Handlungsverlauf freilichwieder einmal etwas mit der Liebe zu tun hat.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Diese hilftRatschillers pünktlich zum 30. Geburtstag in der Realität gestrandetem Bühnen-Ichwomöglich doch noch aus einer persönlichen Krise. Nicht nur trotz einesAnmach-Schmähs aus der Feder des Großvaters bleibt am Ende des Abends stehen:Aufgeben gilt nicht. „Let’s rock, everybody, let’s rock!“&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;a href="http://www.niedermair.at/"&gt;www.niedermair.at&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 16.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7006768425555230067?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7006768425555230067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7006768425555230067' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7006768425555230067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7006768425555230067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/ein-lokal-king-sagt-servus-adieu-und.html' title='Ein Lokal-King sagt Servus, Adieu und „Let’s rock!“'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-1144623023224306684</id><published>2011-12-14T11:16:00.002+01:00</published><updated>2011-12-14T16:36:18.621+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Minimal Techno, stoische Ruhe</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;AutogenesTraining, Progressive Muskelrelaxation, Qigong, Yoga oder doch der Genussrauchbarer Kräuter jamaikanischer Herkunft? Womit Tarek Leitner undMarie-Claire Zimmermann sich bevorzugt entspannen, ist nicht überliefert. Allerdings:So stoisch das Moderatorendoppel am Dienstag eine Pannen-„ZiB“ hindurch seinenDienst versah, hätte man das Geheimrezept nur zu gern gewusst. Im Vergleich zuden Anchor-Leuten des ORF muss man sich Buddha als Tourette-Kranken vorstellen,dessen Auge zuckt, während die Beine nicht stillhalten wollen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;h4 style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Was wargeschehen? Anstatt der „ZiB“ erschien zunächst nur ein Insert am Bildschirm („EntschuldigenSie bitte die Störung“), ehe drei Minuten, für das Medium Fernsehen also eineEwigkeit später, Leitner und Zimmermann aus dem Studio starrten – ohne von der Signationangekündigt worden zu sein. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/h4&gt;&lt;h4 style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Leitner sprachvon einem Stromausfall, dem Interessantes folgte: Raimund Löw wähnte sich inLüttich noch nicht im Bild zu sein, und telefonierte mit wem auch immer,jedenfalls nicht mit den Kollegen im Studio. Die weitere Sendung wiederum wurdevon einem Geräusch begleitet – Bumm-bumm! –, das an jenes Musikgenre denkenließ, bei dem sich die „ZiB“ das Motto des Abends lieh: Minimal Techno.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/h4&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Unter dem Strich blieb stehen, dass Leitner undZimmermann einen schwierigen Arbeitstag hatten und mehr als geeignet wären, austatsächlichen Krisenregionen live zu berichten: Syrien, Brüssel, Orkan- undTsunamigebiete. Alles renkt sich wieder ein. Bumm-bumm. Om!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 15.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-1144623023224306684?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/1144623023224306684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=1144623023224306684' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1144623023224306684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1144623023224306684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/minimal-techno-stoische-ruhe.html' title='Minimal Techno, stoische Ruhe'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2769892986844555652</id><published>2011-12-09T17:47:00.001+01:00</published><updated>2011-12-09T17:48:39.986+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Fernsehen am Feiertag</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Zu den Freuden der feiertags arbeitenden Bevölkerunggehört eine Gewissheit, die Roy Black einmal so besang: „Du bist nicht allein!“Was wäre zum Beispiel die TV- und Unterhaltungsbranche oder die Welt desLeitungssports ohne Menschen, die auch dann tätig sind, wenn andere gerade amFriedhof stehen und trauern, die Weihnachtsgans tranchieren oder Silvesterverdauen? Ein Blick auf das Donnerstagsprogramm des ORF sprach diesbezüglich Klartext– und vereinte die Zünfte unterschiedlichster Art.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;So mussten sich die ÖSV-Herren in Beaver Creek nichtnur schnellstmöglich talwärts schlängeln – worin der vergleichsweise angenehmeTeil ihrer Job Description bestand &amp;nbsp;–, sondernbeim Zielraum-Interview auch noch sinnlose Fragen beantworten. Ein Kraftakt,der nur von Rudolf Buchbinders Darbietung des vierten und fünftenKlavierkonzertes Ludwig van Beethovens zu überbieten gewesen wäre, hätte mandiese nicht schon im Mai voraufgezeichnet. Der Volkskultur wiederum oblag es, betontgemächlich ans Werk zu schreiten.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;So durfte ModeratorPhilipp Meikl bei seinem Adventfrühschoppen aus Bad Ischl schon vormittags Biertrinken, um am Stammtisch besser Schmähführen zu können – ein zweifelhaftesVergnügen für alle Zuseher, die ihren 70. Geburtstag noch vor sich haben. EinenVorteil aber hatte die Sendung. Ohne sie wäre man nie auf jene vierGamsbartträger gestoßen, die auf den vielleicht besten Künstlernamen allerZeiten hören: die Hollerschnapszuzler. Seltsam? Aber so steht es geschrieben …&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 10./11.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2769892986844555652?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2769892986844555652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2769892986844555652' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2769892986844555652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2769892986844555652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/fernsehen-am-feiertag.html' title='Fernsehen am Feiertag'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6813971118438665828</id><published>2011-12-08T12:58:00.001+01:00</published><updated>2011-12-08T13:00:28.432+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Für immer jung</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Die Red HotChili Peppers begeisterten ihr Publikum in der Wiener Stadthalle:&lt;/b&gt;&lt;b&gt; ImKonzert lieferten die Kalifornier eine sportliche Performance&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Man mag den RedHot Chili Peppers vorwerfen können, dass sie für einen mitunter rechtbodenständigen Happy-Sound stehen, über dem Anthony Kiedis´ sinnbefreiter Sprechgesang nichtimmer glänzte. Eines gilt gemeinhin aber doch als in Stein gemeißelt: DieseBand weiß, wie sie ihr Publikum live bei Laune hält.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;AmMittwoch riss es die Besucher in der restlos ausverkauften Wiener Stadthalleerstmals bei Song Nummer zwei aus den Sesseln: „Dani California“, ein Hit aus„Stadium Arcadium“ von 2006, stand auf dem Programm. Das live um zweiMitmusiker an Keyboards und Percussions verstärkte Quartett um Sänger AnthonyKiedis und Bassist Michael Balzary alias Flea, zwei bald mit nacktem Oberkörperden Iggy Pop machende End-Vierziger, auf deren Alter nur ihre dann doch vom Lebengezeichneten Gesichter schließen ließen, Chad Smith am Schlagzeug und das neuhinzugestoßene Nesthäkchen Josh Klinghoffer (32!) an der Gitarre, war zu diesemZeitpunkt schon auf Betriebstemperatur. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Fit mach mit!&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;WieKiedis und vor allem Smith mit seinem burschikos rückwärts getragenenBaseballcap dabei untermauerten, sind die Red Hot Chili Peppers als maskulinesFunk-Rock-Adäquat zu Madonna längst im Stadion des Ignorierens angelangt, was denLauf der Zeit und das Altern betrifft – ihre Konzerte werden nachhaltig davonbegünstigt, dass die Band sich selbst bevorzugt als für immer jung und dasLeben als ewige College-Party unter der kalifornischen Sonne begreift. Die alsmindestens sportlich angelegte Bühnenperformance ließ doch erhebliche Zweifelaufkommen, dass es bei den längst als drogenfrei geltenden Chili Peppers ganzohne Doping zugeht. Ein diesbezüglicher Höhepunkt war erreicht, alsHochleistungsbassist Flea nach gut einhundert wahlweise sprintend oderspringend verbrachten Konzertminuten im Handstand über die Bühne spazierte:„Fit mach mit!“, jetzt auch mit deinen Rock-’n’-Roll-Stars.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Musikalischwurde eher nebenbei erklärt, dass die 1983 in Los Angeles gegründete Bandeigentlich gekommen war, um mit „I’m With You“ ihr neues und insgesamt zehntesStudioalbum live vorzustellen. Dieses war nach dem endgültigen Ausstieg ihresstilprägenden Gitarristen John Frusciante, den Klinghoffer live ersetzte, ohneaber für eigene Akzente zu sorgen, eher kritisch rezipiert worden. Nach demsanft in Richtung Disco schielenden „Monarchy Of Roses“ zu Beginn sollte „MeetMe At The Corner“ im Konzert ansatzweise beweisen, dass Flea sich zuletzt miteinem Jazz-Studium fortbildete, während das mit The-Cure-Zitaten versehene„Look Around“ von einem schönen Dub-Teil abgebremst und „The Adventures Of RainDance Maggie“ als Hitsingle von Ö3 bestens angenommen wurde. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;KritischeRandnotiz&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;AmTag der Bekanntgabe ihrer Aufnahme in die Rock-’n’-Roll-Hall-of-Fame lag esdennoch an den gut abgehangenen Hits, die Halle zum Beben zu bringen: „UnderThe Bridge“, die alte Drogengeschichte, die für das denkbarkalifornischste&amp;nbsp; Drama in der Autobiographieder Band sorgte, die als Funk-Rock-Prototyp gehaltene Befreiungshymne „Give ItAway“, das polternde „By The Way“ sowie alle Songs, die aus dem„Californication“-Album (1999) gegeben wurden, ließen im Publikum kaum Wünscheoffen. Dazwischen galt es aber auch, eine etwas sehr plumpe Coverversion vonStevie Wonders „Higher Ground“ oder die eine oder andere Jam-Session zuüberstehen. Anthony Kiedis, der seinen Schnauzbart vorsichtig in RichtungWalross deutete, las die Songtexte vom Teleprompter ab und erwies sich für einekleine Einlage als durchaus veritabler Beatboxer.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Zu „Californication“formierten sich Tabletten und medizinische Kapseln auf der Videowall, die diechemische Vergangenheit der Band zu thematisieren schienen. Die Auflösungfolgte später in Gestalt der Medikamentenpackung: „Serenity“, „Beauty“ und„Happiness“ stand darauf geschrieben – eine kritische Randnotiz also, die imjuvenilen Schein dieses Abends aber in Schall und Rauch aufging.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 9.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6813971118438665828?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6813971118438665828/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6813971118438665828' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6813971118438665828'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6813971118438665828'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/fur-immer-jung.html' title='Für immer jung'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-442136208200147127</id><published>2011-12-06T13:07:00.001+01:00</published><updated>2011-12-06T16:36:07.863+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Urbane Klänge, kalter Soul</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Jamie Woon verbindetdie Nachwehen des Dubstep-Genres mit Soul und R’n’B: Am Freitaggastiert der 28-Jährige im Wiener Stadtsaal.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Neben seinem umgut fünf Jahre jüngeren britischen Landsmann James Blake gilt Jamie Woon alsHeld des Jahres 2011, wenn es um die Erweiterung des Dubstep-Genres um fundiertesSongwriting und somit den Ausbruch aus mehr oder minder klar gezogenenGenregrenzen geht. Nach diesbezüglicher Mikroforschung emsiger Soundbastler fürdie DJs im Club kommt die alte Tante Pop dann gerne daher, um die „neuen“ Einflüsseaufzusaugen und einzugemeinden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;AngekündigterDurchbruch&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;JamieWoon, 1983 als Sohn der schottischen Folk-Bardin Mae McKenna und einesmalaysischen Vaters geboren, ließ sich zunächst an der auch von Amy Winehouseoder Adele besuchten BRIT School im Süd-Londoner Stadtteil Croydon in Sachen„Performing Arts &amp;amp; Technology“ theoretisch und praktisch schulen. Zeitgleichstieß der Mann, der schon immer eine Vorliebe für Soul und R’n’B&lt;b&gt; &lt;/b&gt;kultivierte, auf die atmosphärischen,hall-, echo- und bassaffinen Klangstudien des Dubstep und seines stilprägenden GroßmeistersBurial. Dieser fertigte später nicht nur einen Remix von Jamie Woons 2007veröffentlichter Neudeutung des US-Folksongs „Wayfaring Stranger“ an, erbeteiligte sich auch an der Produktion seines Debütalbums „Mirrorwriting“, dasheuer im April auf Universal veröffentlicht wurde und Woon bereits im Vorfeldeinige Aufmerksamkeit eingebracht hatte. Immerhin wurde der Musiker auf diejährlich für Gegacker im Hühnerstall sorgende „BBC Sound of …“-Liste gesetzt,die die musikalischen Durchstarter der nächsten Saison meist mit gewisserTreffsicherheit vorwegnimmt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Diezwei Seelen, ach!, in seiner Brust – seine Vorliebe für Soul und R’n’B&lt;b&gt; &lt;/b&gt;klassischer Ausprägung sowie in derkäsigen Popversion der 90er- und Nullerjahre, und, abgesehen von Dubstep, auchandere clubtaugliche Spielarten wie vor allem House – sorgten auf den zwölfStücken des Debütalbums für einen gelungenen stilistischen Brückenschlag.Anders als bei James Blake zumindest weitgehend „rein“, also ohneNachbearbeitung eingesungen oder stimmlich bevorzugt nur von Halleffekten,nicht aber von Auto-Tune-Klängen bestimmt, vertraute Woon auf diestimmungsgenerierenden, benebelten Sounds, ohne aber auf markante, demSongformat geschuldete Hooklines zu verzichten. In den besten Momenten, wieetwa gleich beim eröffnenden „Night Air“, entstand dabei betont am Puls derZeit fließende Musik für großstädtische Gemüter: Soul, der von Sounds ausdigitaler Schmiede erheblich abgekühlt wurde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Melancholie im Club &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bevorzugtauf melancholische Momente im Club gestimmte und dabei auch wohnzimmertauglichausgefallene Songs wie das um Stoßseufzer erweiterte „Street“ oder das den „FunkyDrummer“ mit Synthie-Bässen gut abfedernde und von Gospelgesängen imHintergrund getragene „Spirits“ begeisterten restlos, während Woon auf derzweiten Hälfte des Albums mit leicht orientierungslosen und plötzlich auchorganisch zwischen betulicher Akustikgitarre und angejazztem Kontrabassinstrumentiertem Material dann aber die Luft ausging.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;Dass man sich dennochnoch einiges von ihm erwarten darf (wenngleich auch keine großen Qualitätenals „Popstar“), wird Woon am Freitag im Wiener Stadtsaalunter Beweis stellen: Für sein dort nachgeholtes Konzert vom krankheitsbedingtabgesagten Festival Waves Vienna darf mit adaptierten Live-Versionen und einemMehr an Funk gerechnet werden, das der Mann mit Laptop und zumindest einemMitmusiker auf die Bühne bringt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 7.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-442136208200147127?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/442136208200147127/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=442136208200147127' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/442136208200147127'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/442136208200147127'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/urbane-klange-kalter-soul.html' title='Urbane Klänge, kalter Soul'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4372372346950615087</id><published>2011-12-05T13:16:00.001+01:00</published><updated>2011-12-06T16:37:12.568+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Ein Funk, der zündet</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Die belgischenRock-Eklektiker dEUS begeisterten &amp;nbsp;live inder Wiener Arena&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Tom Barman istein cooler Hund – und er weiß es. Seine Erscheinung in der Wiener Arena mussman sich folgerichtig als einnehmend vorstellen. Nicht erst, seit DavidDuchovny in „Californication“ &amp;nbsp;Hank Moodymimt, einen Autor, der trotz und natürlich aufgrund seiner Laster nicht von denFrauen der Welt verschont werden will, weiß man, dass gerne um einen Knopf zuweit geöffnete Hemden unter schlanken schwarzen Sakkos vor allem getragenwerden, um sie bald wieder auszuziehen. Morgen ist auch noch ein Tag, an dem manneben fremden Models in fremden Häusern erwachen kann.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;AlsBeau und Lebemann in Gestalt eines „modernen Performers“ und ewig zappelndenMovers und Shakers nahm Barman am Sonntag in der ausverkauften Arena dieEnergien vorweg, die die Konzerte seiner Band dEUS freizusetzen verstehen. AlsGeheimrezept setzt das seit 2004 wieder fix besetzte Quintett, das aus der Urformationvon 1991 neben Mastermind Barman nur mehr Klaas Janzoons an Keyboards undE-Geige mit sich führt, auf einen markanten Groove, der bisweilen funky insHaus fällt: ein Funk, der immer zündet.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dabeibegann es mit „The Final Blast“ aus dem neuen und insgesamt sechsten Album„Keep You Close“ noch eher gediegen. Mit Xylofon, Streichern und Pauken landetendEUS darauf zuletzt in ihrer klassischen Phase. Live kündeten auch daswärmend-atmosphärische „The End Of Romance“ oder das mit orchestraler Dramatikauffahrende Titelstück durchaus beglückend davon. Bejubelt wurden dennoch vorallem die älteren Songs, mit denen sich dEUS einst als große Eklektikerzwischen Indie- und Art-Rock erwiesen. Neben punklastigen Saitenschrammlernstanden damals jazzaffine Soundcollagen bereits neben großen Pop-Momenten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;NebenDauerbrennern wie „Instant Street“, das live in konstant beschleunigten Furormündete und von Janzoons kakofonisch zum Höhepunkt gefiedelt wurde, zog das denfiligranen Gitarren-Pop von „Little Arithmetics“ ebenso nach sich wie das ungleichwüstere „Morticiachair“. Janzoons blieb das ganze Konzert über zwischen Geige,Schlagwerk und Keyboards gut ausgelastet, Mauro Pawlowski und Alan Gevaert anGitarre und Bass kamen Barman stimmlich zuhilfe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;„The Architect“,&amp;nbsp; hörbar eine Hommage an den knackigen Funk-Popder Talking Heads, legte einen entscheidenden Einfluss offen, wenn es um nervöseGroovemonster wie „Constant Now“ geht. Im Sinne der Pixies wiederum entließendEUS ihr begeistertes Publikum mit einer ausschweifenden Version von „Suds &amp;amp;Soda“ in die Nacht: Chapeau!&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 6.12.2011)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4372372346950615087?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4372372346950615087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4372372346950615087' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4372372346950615087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4372372346950615087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/ein-funk-der-zundet.html' title='Ein Funk, der zündet'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8187032702054258950</id><published>2011-12-02T11:56:00.001+01:00</published><updated>2011-12-03T11:45:33.048+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>"Ärgste Dinge kommen ans Licht"</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Der 24-jährige SongwriterNino Mandl alias Der Nino aus Wien im Gespräch - eine Annäherung.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bekannt wurdeDer Nino aus Wien mit „Du Oasch“ als Songwriter mit dem gewissen Schmäh. Auf„The Ocelot Show“ und „Down in Albern“ stand der heute 24-Jährige für einenbewusst unsauberen Sound mit poetischen Texten, während sein neues Album„Schwunder“ (Problembär Records) nun auch ausproduzierter klingt. Mit NatalieOfenböck und &lt;a href="http://www.diegegenwart.at/"&gt;Krixi, Kraxi und die Kroxn&lt;/a&gt; arbeitet er zudem zwischen Hörspiel undPop. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Wiener Zeitung: &lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;Wirbeginnen philosophisch: Was ist Zeit?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Der Nino ausWien: &lt;/b&gt;Zeit?Die Zeit vergeht unterschiedlich schnell für mich. Aber ich hab einmal gehört,dass es sie gar nicht gibt, sie Illusion sei.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Verrinnt Ihnen dieZeit zu schnell?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ichmache noch gar nicht so lange Musik. Dennoch sind bisher drei Alben von mir undeines mit Krixi, Kraxi und die Kroxn entstanden. Der längste Abschnitt stehtmir also erst bevor, ich bin ja noch nicht so alt und noch immer „der früheNino“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Sie selbst sprechenund wirken eher langsam, Ihr Output ist trotzdem hoch.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ichspreche langsam, das mag schon so sein. Allerdings muss man nicht schnell sprechen,um viel aufzunehmen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Wir leben nichterst durch Facebook in einer Echtzeitwelt. Heute kann und muss alles schnellergehen, der Leistungsdruck steigt. &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Leistungsdruck,na ja. Ich vertraue bei der Musik auf die natürliche Entwicklung. Ich zwingemich nicht, etwas aufzunehmen oder herauszubringen. Wenn alles normal läuft,entsteht im Jahr genug Material für eine Veröffentlichung. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Gibt es bei derArbeit eine Art Routine für Sie?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dieschleicht sich manchmal ein, und dann muss man schnell wieder ausbrechen. Fürden Schreibprozess selbst habe ich schon ein paar Tricks, aber die verrate ichnicht. &lt;i&gt;(lacht)&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Sie kultivieren eine Vorliebe für die Beatles, Bob Dylan, Syd Barrett und andere Helden aus den60er-Jahren – und auch Ihre Musik ist ein wenig aus der Zeit gefallen. MitSehnsucht nach einer anderen Epoche hat das aber nichts zu tun? &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wennich ein Lied aus den 60ern höre, dann falle ich in ein Gefühl für diese Zeit. Inmeiner Musik kopiere ich diesen Zeitgeist allerdings nicht – im Gegensatz zu denRetrobands, die ich teils aber eh recht gut finde. Ich selbst kann den Soundgar nicht wiedergeben. Er ist kein Einfluss für mich, aber Inspiration.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Ein zentralerSatz auf Ihrem ersten Album mit Krixi, Kraxi und die Kroxn lautet jedenfalls:„Die Gegenwart hängt uns schon lange zum Hals heraus.“ &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;FürKrixi, Kraxi und die Kroxn schreibe ich mit meiner Freundin Natalie Ofenböck.Wir haben improvisiert und der Satz ist als Stückwerk entstanden. Ihn näher zuerklären bringt vermutlich auch nichts. Als wir ihn hörten, war seine Bedeutungfür uns klar. Wenn der Hörer den Satz mag, reicht uns das eigentlich schon.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Trotzdem: Waskönnte für den Nino aus Wien an der Gegenwart besser sein?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Geradewäre ich lieber gesund, fit und ausgeschlafen. Wenn ich verkühlt bin, ist allesschlecht. Davon abgesehen mache ich mir wenig Gedanken darüber, was ist, war odersein wird. Es gibt eben nur das Jetzt, auch wenn es einem zum Hals heraushängt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Die Leichtigkeitfrüherer Lieder bleibt auf „Schwunder“ weitgehend außen vor. Sie singen „Venediggeht unter“ und „Alles ist zum Absturz bereit“. Darf man das auch als von denNachrichten beeinflusst betrachten, die uns täglich deutlicher zu verstehengeben, dass alles bald krachen geht?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Vielleicht.Man schreibt ja immer über alles, das man so mitbekommt. „Alles ist zum Absturzbereit“ – eigentlich weiß ich aber selbst nicht genau, wie ich auf einensolchen Satz komme.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Ihre Textetreiben generell ein Verwirrspiel mit dem Hörer. Die Deutbarkeit scheint Ihnensehr wichtig zu sein?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Eswar eine lange Übung für mich, die Dinge heraufzubefördern, die tief in mirschlummern. Ich habe stundenlang einfach nur gesungen, was mir gerade soeinfiel. Dabei kommen die ärgsten Dinge ans Licht, man wundert sich selbstdarüber. Ich verstehe meine Lieder selten sofort und lerne selbst etwas dabei. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Rausch und Bewusstseinsverschiebungenspielen in Ihren Texten immer wieder eine Rolle. „Fledermaus“ von Krixi, Kraxiund die Kroxn hat nun sogar etwas Psychotisches. &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„Fledermaus“ist in Kooperation mit Ernst Molden entstanden. Ich wollte ein Lied über einenTraum machen, den ich hatte und in dem eine Fledermaus vorkam. Molden wiederumhatte auch ein unfertiges Fledermaus-Lied in der Schublade, um das herum Natalieund ich einen Dialog gebastelt haben. Die Stimmung hat etwas Angstvolles …&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;… und ganz vielBekifftes. Geht das ohne Drogen?&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wirhaben das Lied am frühen Nachmittag aufgenommen, da waren wir nüchtern.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; Manhat natürlich Erfahrungen gemacht, die vielleicht durchkommen. Beim Schreibenselbst brauche ich aber einen klaren Kopf. Nur bei „Holidays“ war ichbetrunken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 3./4.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8187032702054258950?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8187032702054258950/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8187032702054258950' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8187032702054258950'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8187032702054258950'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/argste-dinge-kommen-ans-licht.html' title='&quot;Ärgste Dinge kommen ans Licht&quot;'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3687418921351873872</id><published>2011-12-01T09:59:00.001+01:00</published><updated>2011-12-01T16:14:26.517+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Ein Mann läuft weg</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Winterzeit,Heimkinozeit. Einatmen, ausatmen, durchatmen. Nachdenken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;EheBruce Willis am Heiligen Abend verlässlich für das Gute der Welt Blut fließenlässt, darf die innere Einkehr derzeit noch besinnlicher ausfallen. Begünstigtwurden die diesbezüglichen Absichten am Mittwoch von Servus TV, wo entgegen dersendereigenen Schwerpunktsetzung gerade einmal nicht zu teuer gegessen oder zu extremSport betrieben wurde. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Mit„Ein Mann sucht sich selbst“ („Five Easy Pieces“) lief, leider in derschlechten deutschen Synchronisation, ein Klassiker des US-Regisseurs BobRafelson aus dem Jahre 1970, der das Psychogramm eines Mannes in der Krisezeichnete. Darin wird Jack Nicholson als ehemaliger Pianist, der sich mitschlechten Gelegenheitsarbeiten auch davon ablenkt, dass ihm seine Beziehungnichts mehr bedeutet, nach der Erkrankung seines Vaters mit seiner Familie –und damit der eigenen Vergangenheit – konfrontiert. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;EinJahr nach „Easy Rider“ und fünf Jahre vor „Einer flog über das Kuckucksnest“ brillierteNicholson als grundsätzlich guter Charakter, der mit sich selbst aber nichtzurechtkommen will. Zwischen Selbsthass und Wut auf die anderen, Befreiungssexund Kanalisationsschlägereien wird am Ende doch kein Ventil gefunden, das daranetwas ändern könnte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Neben derküchenpsychologischen Weisheit, dass nicht lieben und geliebt werden kann, wersich selbst und sein Umfeld nicht respektiert, meint „Ein Mann sucht sichselbst“ immer auch: Ein Mann läuft weg. Gnade seiner Seele.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 2.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3687418921351873872?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3687418921351873872/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3687418921351873872' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3687418921351873872'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3687418921351873872'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/12/ein-mann-lauft-weg.html' title='Ein Mann läuft weg'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6304715453465279625</id><published>2011-12-01T00:00:00.000+01:00</published><updated>2011-12-01T10:01:39.852+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Blick zurück nach vorn</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Pünktlich zumWeihnachtsgeschäft liegt „neues“ Material von Amy Winehouse vor: Mit "Lioness: Hidden Treasures" erscheint am Freitag das erste posthume Album.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Das Geschäft mitdem Tod hört noch lange nicht auf, wenn die Bestatter, Floristen, Steinmetze undNotare ihr Tagwerk verrichtet haben. Vor allem auf dem Unterhaltungsmarkt istdas meiste Geld erst dann zu verdienen, wenn ein Star nicht mehr ist, dafür nunaber zum Mythos mutiert. Wer früher stirbt, ist länger tot – und bald auch überlebensgroß.Man frage etwa die Rock-’n’-Roll-Witwe Courtney Love, die bis heute recht gut vonKurt Cobain lebt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Fürdie längst von einem finanzkräftigen älteren und gern auch nostalgischgestimmten Publikum abhängige Musikindustrie bedeutet das dank umfangreicher Super-Deluxe-Boxenoder wie aus dem Nichts auftauchender, auf Dachböden in verstaubten Schatztruhenzufällig entdeckter neuer Aufnahmen noch immer gutes Geld. Als Sonderfall giltin diesem Zusammenhang der US-Rapper 2Pac, nach dessen Tod mehr Albenerschienen sind als zu seinen Lebzeiten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;ImFall der am 23. Juli viel zu jung verstorbenen Amy Winehouse ist zwar nurbedingt mit neuem Material zu rechnen. Glaubt man einem Artikel des „Guardian“,wird das Plattenlabel der Sängerin ihrem Wunsch Rechnung tragen, einst von ihrselbst zur Veröffentlichung gesperrte Lieder auch weiterhin unter Verschluss zuhalten – einmal davon abgesehen, dass auch das erste posthume Album nur zweineue Songs beinhaltet, die sich auf einem möglichen Nachfolgewerk zu „Back ToBlack“ (2006) hätten befinden sollen. Wie das ab Freitag in den Regalenstehende „Lioness: Hidden Treasures“ allerdings auch beweist, sollten zumindestnoch zahlreiche Coverversionen und Demos in den Archiven schlummern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;AmyWinehouse, die im Zeitalter des obsolet gewordenen Starbegriffs zum richtigenZeitpunkt zur Stelle war, um mit solidem Handwerk, einer begnadeten Stimme und ihrerletztlich fatalen Neigung zur Selbstzerstörung eine Sonderstellung im Fach einzunehmen,wird sich auch damit wieder an die Chartspitze reihen. Mehr als 10,5 MillionenEinheiten, die von „Back To Black“ allein in den Jahren 2007 und 2008 über denLadentisch gingen, werden ihren größten Verkaufserfolg dennoch im Diesseitsbelassen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dabeibeginnt „Lioness“, das keinesfalls als drittes Album missverstanden, sondernals Zusammenstellung gesehen werden sollte, mit einem Happyend: Während MichelJackson auf seinem posthum erschienenen Album „Michael“ noch aus dem Grab aufdie Skandalpresse schimpfte, eröffnet Winehouse mit einer reggaelastigen Versionvon „Our Day Will Come“ zu beseelten Vintage-Chören so zuversichtlich wie seitihrem Debütalbum „Frank“ nicht mehr. Der schmachtend-leicht klingende Retro-Soulvon „Between The Cheats“ im Anschluss ist neben „Like Smoke“, für das US-RapperNas seine Gesangsspuren beisteuerte, wiederum der einzige neue Song auf demAlbum.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dazwischensetzt es von den alten Weggefährten Salaam Remi und Mark Ronson adäquatproduzierte und von der Winehouse-Familie mitausgewählte Songs, die bis zumJahr 2002 zurückdatieren – wie bei einer von Scat-Gesängen dominierten Deutungvon „The Girl From Ipanema“. Als jüngsten Beitrag hingegen hören wir das vonorchestralem Soft Jazz mit dem gewissen Scotch-on-the-Rocks-Gefühl dominierte „BodyAnd Soul“, ein noch in diesem Jahr eingespieltes Duett mit Tony Bennett.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Nachdem „Will YouStill Love Me Tomorrow?“ The Shirelles auf Tom Jones gestimmt hat und „A SongFor You“ Leon Russell in James-Bond-Gefilden wildern ließ, bleibt am Ende dieGewissheit, dass es dieses Album zwar nicht gebraucht hätte, wäre Amy Winehousenoch heute am Leben. Versöhnlich stimmt allerdings, dass die sanft angejazzte Originalfassungvon „Wake Up Alone“ stärker ist als die Endversion, die sich auf „Back ToBlack“ befand – und somit noch einmal das Talent unter Beweis stellt, das AmyWinehouse zweifellos hatte wie leider verschwendete.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Amy Winehouse: &lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;„Lioness: Hidden Treasures“ (Universal)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 1.12.2011) &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6304715453465279625?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6304715453465279625/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6304715453465279625' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6304715453465279625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6304715453465279625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/blick-zuruck-nach-vorn.html' title='Blick zurück nach vorn'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-1637712615039561651</id><published>2011-11-25T12:03:00.001+01:00</published><updated>2011-11-25T17:43:36.582+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Keine Auslasser</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;AmDonnerstag startete das Blue-Bird-Festival im Porgy &amp;amp; Bess in seinesiebente Saison: Gleich fünf Bands sorgten für einenabwechslungsreichen Auftakt&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;DasAnliegen der Vienna Songwriting Association ist hehr: Das Team um ORF-MannKlaus Totzler fördert den Songwriting-Gedanken. Mit zahlreichen Konzerten wird nochunbekannten wie unter Connaisseuren bereits beliebten Künstlern eine Plattformerrichtet. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der einsame Mann an der Schrammelgitarre– auch elektronische Acts haben Einzug gehalten, um unterschiedliche Zugängeoffen zu legen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Mit dem traditionell im November ausgetragenenBlue-Bird-Festival werden die Kräfte gebündelt. Der auch heuer wieder gutprogrammierten Veranstaltung mangelte es zum Auftakt aber an zwingenden Acts.Für den gut besuchten Abend im Porgy &amp;amp; Bess gab Totzler folgende Aussicht:„Kein Headliner, kein Auslasser.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Nach der Eröffnung durch Mika Vember, die ihrenFolk-Pop mit Coverversionen von Depeche Mode und Radiohead in den Zirkus oder anden Hamburger Hafen entführte, brachten mit Pascal Pinon vier minderjährigeMädchen aus Island ihre Angst vor dem Tourende zum Ausdruck, nach dem es zurückan die Schulbank geht – mit von Glockenspiel behübschten Kaminfeuer-Songs erinnertedie Band an ferne Zeiten im Jungscharlager. Von den Faröer-Inseln wiederum warein Mann namens Budam angereist, der seine gern bei Tom Waits andockendenden,mit Cabaret-Klavier und Begräbnisstreichern ausgestatteten Kammer-Tragödien zurEinmann-Show an der Gitarre herunterbrach. Der auch als Schauspieler aktiveMusiker lieferte ein Konzert, das den Drama-Gestus seines Werks gespenstischuntermalte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Mit Erland &amp;amp; The Carnival und deren bisweilen aufFolk-Klassikern basierenden Indie-Songs kam im Anschluss Schwung in den Abend: EleganteGrooves gesellten sich zu mit dünner Orgel gegebenen Sixties-Sounds undpsychedelischen Schüben, ehe es zur Live-Premiere eines speziellen JointVentures kam. Rupert Huber, einst als Downtempo-Forscher mit Tosca aktiv, undChris Eckman von den Walkabouts stehen als L/O/N/G auf ihrem Debütalbum„American Primitive“ für atmosphärische wie groovebetonte Klangreisen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Mit Huber an Flügel, Laptop und Synthesizer undEckman und den Gitarren ging das live nur mitunter gut. Die Klangdichte wurdeam ehesten bei schnelleren und elektronisch bestimmten Songs wie dem Titelstückerreicht, während dem wärmenden „Wrong Train Comin‘“ etwa nicht nur wegen derfehlenden zweiten Stimme das gewisse Etwas fehlte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Nach fünf Stunden stimmte man Totzler zu, was denHeadliner betraf. Der Rest diesessympathischen Abends blieb aber Geschmackssache. &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;a href="http://www.songwriting.at/veranstaltung/thursday-november-24-2011-saturday-november-26-2011/blue-bird-festival-2011"&gt;Blue-Bird-Festival&lt;/a&gt;: Noch bis Samstag im Porgy &amp;amp; Bess&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 26./27.11.2011)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 12pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-1637712615039561651?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/1637712615039561651/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=1637712615039561651' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1637712615039561651'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1637712615039561651'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/keine-auslasser.html' title='Keine Auslasser'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8454906585307155779</id><published>2011-11-24T18:01:00.001+01:00</published><updated>2011-11-24T18:24:54.844+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Im Ernstfall mit Humor</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;a href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/413914_Im-Ernstfall-mit-Humor.html"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Zum Tod des österreichischen Liedermachers und Schauspielers Ludwig Hirsch (65)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;- Alsgroßer Stiller schwankte Hirsch zwischen Traurigkeit und Sarkasmus&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;"I lieg am Ruck’n und stier mit offene Augenin die Finsternis. Es is so eng und so feucht um mi herum, i denk an dich. Ikann’s noch gar net kapieren: Du liegst heut Nacht net neben mir - und i frier.Wie lacht der Wind, wie weint der Regen, i möchtet’s so gern hören! Du kannstdir’s net vorstellen des beinharte Schweigen, da vier Meter unter der Erden.Die Schuh auf Hochglanz poliert, ein’n Scheitel haben s’ mir frisiert. I fragmi wofür? Aber vielleicht stehst grad da oben mit ein paar Tränen, undvielleicht sickert eine, a kleine, zu mir durch? A ganz a heiße, bitte, bitte,lass eine fallen, weil mir is so kalt, mir is so kalt." - Mit "I liegam Ruck’n", einer Meditation aus den Tiefen der Grube, hatte Ludwig Hirschbereits auf seinem Debütalbum zu einer ganz spezifischen Sprache gefunden."Dunkelgraue Lieder", wie die Arbeit programmatisch betitelt war,sollte ihn ab 1978 - und eine ganze Karriere lang - vor allem bei den letztenDingen verorten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Lamento und Humor&lt;/b&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Der Tod, ein Ende: Der gerne als "Urwiener" bezeichnete Liedermacher,der 1946 allerdings im steirischen Hartberg geboren wurde, wo sein als Arzttätiger Vater ein Jahr lang beschäftigt war, fühlte sich künstlerisch demMorbiden verpflichtet. Wie mit "Komm, großer schwarzer Vogel" einzweiter Klassiker bald darauf unter Beweis stellen sollte, erfüllte LudwigHirsch seine Rolle dabei mit großem Ernst - zwischendurch wurde das Traurigebei ihm aber gerne nicht nur mit der (überlebens-)notwendigen Dosis Sarkasmusaufgebrochen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wie bereits der Blues lehrte, kann das Leid überdas Lamentieren, also eine zutiefst österreichische Kulturtechnik, zwar in die Schranken gewiesen werden. Wennselbst das nichts mehr hilft, darf es im Ernstfall aber auch mit Humor versuchtwerden. An dieser Schnittstelle entwickelte sich Ludwig Hirsch, der seineLieder oft weniger sang als vielmehr vortrug, zum Erzähler unter den heimischenSongwritern, der mit dem Austropop-Stempel, der ihm noch aufgedrückt werden sollte,wenig gemein hatte. Als großer Stiller und ewiger Grübler intonierte er stetsum eine Geschichte bemühte Songs zumeist ebenso still wie in sich versunken -ob sich darin nun "Der Herr Haslinger" als Kinderverzahrer entpuppteoder das Todtraurige mit dem Komischen bitterböse verschränkt wurde."Unterm Christbaum liegt jedes Jahr ein Packerl Tränen als Geschenk undein Märchenbuch, wo der Teufel immer gwinnt", sang Hirsch in "Derblade Bua", dessen Protagonist als hoffnungsloser Fall immer das Bummerlhatte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="zt"&gt;Nachkriegskind im dunkelgrauen Wien&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Als Nachkriegskind im mindestens dunkelgrauen Wien seiner Kindheit und Jugendmit einer älteren Generation konfrontiert, die sich ihrer Vergangenheitbevorzugt über das Verdrängen stellte, verhandelte Hirsch aber bald auch dasPolitische über das Private. Der"Omama", einer aus der Zeit gefallenen Frau, die man nicht mehrverstehen konnte, kam im gleichnamigen Lied eine Rolle als Projektionsflächezu: "Einmal hab ich’s gfragt: ,Wo ist der Opa? - ,Im Himmel auf an Wolkerlspielt er Geign. Für Führer, Volk und Vaterland erschossen, aufghängt undverbrannt, auch das hat sie dem Adolf stets verziehn. Er hat ihr ja dasMutterkreuz verliehn."&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Aberauch als Autor von Liebesliedern durfte Hirsch nicht unterschätzt werden. Mit"Gel’, du magst mi", einem vom zarten Schmelz der Urzeit-Rock-’n’-Roll-Balladen eines Elvis Presley bestimmten und mehr als entsprechendbegnadet gecroonten Song, erzielte Hirsch 1983 einen seiner größten Erfolge -die Single eroberte den ersten Platz in den Charts. Kommerziell ähnlichen Segenerfuhr er mit dem allgemein verträglichen "Sternderl schaun" erst imJahr 1991 wieder.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Vorseiner aktiven Laufbahn als Musiker besuchte Hirsch, der im zweiten WienerGemeindebezirk aufgewachsen war und zunächst Grafik an der Universität fürAngewandte Kunst studiert hatte, die Schauspielschule Krauss, um seinerursprünglichen Leidenschaft eine berufliche Zukunft zu sichern. Nach einemEngagement am Stadttheater Regensburg im Jahr 1973 wurde er schließlich fixesEnsemblemitglied im Theater in der Josefstadt, wo er zwischen 1975 und 1979 etwain Ödön von Horváths Stück "Kasimir und Karoline" zu sehen war.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Aber auch, als Hirsch sich bereits hauptberuflich als Musiker verdingte, blieber dem Theater noch treu und stand bald auch vor der Kamera – etwa in KlausEmmerichs Tragikomödie "Trokadero" (1983) – oder für Fernsehrollen inSerien wie "Tatort" oder "Kommissar Rex". 2004 war er auchbei den Festspielen Reichenau in Tschechows "Der Kirschgarten" und1998 im Volkstheater ("Irma La Douce") zu sehen. 1992 trat er imSalzburger "Jedermann" als "Armer Nachbar" auf.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;WährendHirsch, der seit 1977 mit der Schauspielerin Cornelia Köndgen verheiratet war,mit der er einen Sohn hatte, seine letzte CD-Veröffentlichung vor zwei Jahrenmit gesprochenen Weihnachtsgeschichten feierte, verabschiedete er sich imVorjahr mit einer Konzerttour (und mit einzelnen Auftritten auch noch heuer)live von seinem Publikum. Ihr Titel ("Vielleicht - zum letzten Mal")sollte sich bewahrheiten: Am Donnerstag ließ sich Ludwig Hirsch vom schwarzenVogel besuchen. Im Alter von 65 Jahren schied der Liedermacher aus dem Leben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 25.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8454906585307155779?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8454906585307155779/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8454906585307155779' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8454906585307155779'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8454906585307155779'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/im-ernstfall-mit-humor.html' title='Im Ernstfall mit Humor'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-9043192439381587318</id><published>2011-11-23T10:04:00.001+01:00</published><updated>2011-11-23T14:45:36.645+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Ein Achterl mit Lemmy</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;Lemmy trinkt kein Wasser, weil „darin die Fischeficken“. Der hochprozentig geschulte Kopf der Röck-’n’-Röll-InstitutionMotörhead bevorzugt Jack Daniels mit einem Schuss Coca Cola als primäreFlüssigkeitsquelle. Und er pfeift auf Warnungen dahergelaufenerschulmedizinischer Schlaumeier, die seiner Logik nicht folgen wollen: Wie zumHenker soll jemand dehydrieren, der ohnehin ständig säuft??&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;Am Dienstag gastierte dieser Klassiker mit seinerBand in der Harald Schmidt Show, um das Studio mit „I Know How To Die“, einemWelthit im Genre der Bubenmusik, zum Glühen zu bringen – vor allem aber warenMotörhead zum Talk angereist, wobei die drei Herren, abgelebt, eine gute Figurmachten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;WährendSchmidt bereits den ersten Teil der Sendung auf Motörhead maßgeschneidert, ihnenden Anfangswitz gewidmet und eine Lesung aus ihrer sehr wohl auch, aber nichtnur alkoholisch bestimmten Catering-Liste gegeben hatte („Erdbeeren mit Zuckerzum Dippen“ – was zur Hölle?), kamen beim Reden wieder einmal die Leutezusammen. Die Musiker brachten den Motörhead-Wein, einen Shiraz, zur Verkostungmit, Schmidt informierte über seinen Lieblingssong aus dem Backkatalog („ByeBye Bitch Bye Bye“) und Lemmy, ganz Gentleman, signierte das Dekolleté einesweiblichen Fans.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;Nachdenklich wurde derMann mit der heiseren Stimme hingegen, als es um seinen Sohn ging: „Das sinddie Dinge, die du dir nicht mit Geld kaufen kannst.“ Nachsatz: „Es sei denn, dubist Madonna“ – kein Schelm, wer Böses dabei denkt.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 23.11.2011)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-9043192439381587318?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/9043192439381587318/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=9043192439381587318' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/9043192439381587318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/9043192439381587318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/ein-achterl-mit-lemmy.html' title='Ein Achterl mit Lemmy'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6164926421675446843</id><published>2011-11-22T16:11:00.001+01:00</published><updated>2011-11-22T17:15:21.597+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Herzeleid zum Caipirinha</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Nach 28-jährigerPause gastiert Sade und ihre gleichnamige Band wieder in Wien: Ihr Soul-Pop &lt;span style="line-height: 115%;"&gt;ist nicht nur in den Cocktail-Stuben ein Hit&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Was mit einigerSicherheit angenommen werden darf: Das Wort „Love“ wurde von niemandem häufigerin ein noch schmäleres Gesamtwerk gepackt. Sade Adu, Sängerin, Songwriterin,Mitproduzentin und optisches Aushängeschild der britischen Soul-Pop-Band Sade,die in ihrer bald 30-jährigen Geschichte bislang nur sechs Albenveröffentlichte, gilt diesbezüglich schon immer als Täterin aus Überzeugung. Liedervon „Your Love Is King“ und „Love Is Stronger Than Pride“ über „Lovers Rock“ bishin zu „Soldier Of Love“ künden davon – einmal ganz abgesehen von der Tatsache,dass es auch dort um die Liebe geht, wo sie als Wort nicht im Titel aufscheint.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Ein Hauchen ausder Ferne&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Zweisamkeit,Zärtlichkeit und Bunga Bunga: Sades früh zu Hochglanzmusik geformter Kunst zumTrotz war bereits ihr Debütalbum „Diamond Life“ im Jahr 1984 keine Hollywood-Schmonzettemit Hang zum Happy End. Zu selten um ein wenig Funk verlegenem, Soft-Jazz-affinemGroßstädter-Pop mit ausschweifenden Saxofon-Soli, kredenzte das Quartett genaujene Dosis Weltschmerz und Herzeleid, die den Caipi gerade nicht sauer machte. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Zwarstellten auch Sade im Zeitalter des Yuppie-Pop von Wham! (Man erinnere sich: „Youcan have my credit card baby / But keep your red hot fingers off of my heart!“)ihren „Smooth Operator“ als umtriebigen Geschäftsreisenden mit Visa-Gold-Kartewährend einer Stehparty im Innenstadt-Loft auf eine Weise vor, die auch einenalten Dandy und Frauenversteher wie Bryan Ferry blass aussehen ließ. Anderswoallerdings verzehrten sich einsame Herzen in kalten Satin-Bettwäschen nach ein wenigLiebe, die wieder einmal unerreichbar schien. Sade untermalte diesen Umstandmit ihrer sanft gehauchten, kühlen und ebenso stoischen wie immer ein wenig distanziertklingenden Singstimme durchaus bestechend. Und sie erweist sich beimWiederhören auch deshalb als angenehmer Gegenpol zu späteren Mainstream-Heldinnenwie Christina Aguilera, die ihre soulbeeinflussten Songs nachdrücklich anlegteund dabei, von sich selbst angetan, vor allem zu Tode brüllte. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;ZeitloseRückkehr&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;SadeAdu, 1959 in Nigeria geboren, später aufgewachsen in Großbritannien, für diePopstarkarriere vorgeschult mit einem Modedesign-Studium und Model-Jobs,inszenierte sich dabei als Frau-Frau, die Sinnlichkeit als Entfesselungskunstpräsentierte. Die Unternehmung lief kommerziell so erfolgreich, dass nach dreiAlben so weit nichts mehr erfunden oder auch nur gemacht werden musste und dieBand sich wahlweise auf Live-Konzerte oder längere Erholungsphasenkonzentrierte. Zwischen 1992 und 2010 sind von Sade nur drei weitereLangspieler erschienen. Darunter „Lovers Rock“, mit dem die Band pünktlich zumMillennium dem Jazz-Einschlag Lebewohl sagte, das Saxofon endgültig in die Eckestellte und es mit einem Mehr an Dub reduzierter denn je anging. Immerhinhatten sich zu diesem Zeitpunkt auch die Cocktail-Bars von wohlig-schummrigenLedercouch-Höhlen zu kalt-sterilen, sprich hypermodernen Glas-Beton-Kobelnernüchtert.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nacheiner anschließenden zehnjährigen Auszeit als Mutter und Familienmensch kehrteSade mit „Soldier Of Love“, das am Freitag in der Wiener Stadthalle mit demersten Österreichkonzert seit 28 Jahren (!) nun auch live vorgestellt werdenwill, erst im Vorjahr zurück. Und abgesehen von dem etwas martialisch mitKugelhagel imitierenden E-Gitarren ins Haus fallenden Titelsong, der lockerauch als Soundtrack für einen James-Bond-Film durchginge, oder dem ungewohnt countryfiziertenWalzer „Be That Easy“ klang dabei alles wie gehabt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Werbleibt und „sein Ding“ stur durchzieht, gilt im Showgeschäft gemeinhin als besondereNummer, die sich längst alles leisten kann. In dieser Liga braucht Sadeniemanden mehr mit großen Innovationen zu beunruhigen. Zudem wird die wahlweisein High-Heels oder barfuß über die Bühne tänzelnde Sängerin in hautengerArbeitsdress oder wallender Abendrobe mit ihren 52 Jahren noch immer mehr als fantastischaussehen und den Lauf der Zeit auch somit Lügen strafen: Mit einem Triumph istzu rechnen!&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Sadelive: Freitag, 25. November, 19.30 Uhr, Wiener Stadthalle.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 23.11.2011)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6164926421675446843?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6164926421675446843/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6164926421675446843' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6164926421675446843'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6164926421675446843'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/herzeleid-zum-caipirinha.html' title='Herzeleid zum Caipirinha'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-1219330886802232390</id><published>2011-11-18T07:34:00.001+01:00</published><updated>2011-11-19T09:18:43.848+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Laser in der Bauerndisco</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Synthie-FürstJean Michel Jarre erinnerte in Wien an seine einstigen Visionen. &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;In einem Punkt war Helmut Schmidt schon immer zuwidersprechen: Wären alle zum Arzt gerannt, die unter Visionen zu leidenglaubten – die Erde wäre heute doch etwas trostlos. Vor allem die Geschichteder elektronischen Musik erklärt diesbezüglich, dass der frühe Vogel zwar letztlichden Wurm fangen mag. Er muss es sich davor allerdings auch gefallen lassen, inden Exotenkäfig verbannt zu werden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Wer in den 70er-Jahren in seiner Kunst aufelektronische Gerätschaft vertraute, konnte aber immerhin noch aufAlleinstellungsmerkmale setzen. Wo nichts ist, kann vieles wachsen: Besonderseinflussreich waren dabei vor allem Kraftwerk aus Düsseldorf, die Avantgardeund Pop kurzschlossen und damit das Fundament für etwas errichteten, das knappzwanzig Jahre später als Techno die Welt eroberte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Reisenach Outer-Space&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Zur gleichen Zeit begann auch Jean Michel Jarre alsMusikant mit dem Taschenrechner in der Hand eine fiepsende Zukunftsmusik zuentwerfen, für die sich die Öffentlichkeit nicht interessierte. Vier Jahre nachdem gescheiterten Debütalbum „Deserted Place“ allerdings gelang dem Franzosen mitden verstärkt auch nach Outer-Space schielenden Sci-Fi-Reisen seines„Oxygene“-Zyklus 1976 der Durchbruch. Jarre mutierte zum frühen Tastengott, derdie meisten Konzerte mit den vielen Besuchern absolvierte: Die dabeiaufgestellten Rekorde korrespondierten mit einer ästhetisch um Astralkitsch undProg-Pomp erweiterten, also auf Bombastniveau aufgeblasenen Musik, die derfuturistischen Grundlagenforschung nicht zwingend treu bleiben wollte. Wie mansich bei einem auf frühere Alben wie eben „Oxygene“, „Equinoxe“ oder „Rendez-vous“ fokussierten Sitzkonzert vor4500 Besuchern am Donnerstag in der Wiener Stadthalle überzeugen durfte, istJarre auch heute nicht müde, das Erbe zu verwalten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Zierrat und Dogma-Stil&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Nach dem Einzug des Fürstenvermählungsmusikanten unddessen schon vorab verdienter Lobpreisung durch die Menge entführte Jarregemeinsam mit zwei Tastenmännern und einem Elektrotrommler vor einem Fuhrparkzuvorderst als Zierrat verwendeter, schrankgroßer Synthesizer aus dem Analogzeitalterauch auf der Videowall unentschlossen vom Gestern ins Heute, ohne dabei modernzu wirken. Während die an die Hallendecke gerichteten Laser daran erinnerten,dass die Bauerndisco in Linz den Piloten das Landen auch nicht erleichtert, wennsie gerade nach Hörsching wollen, solierte Jarre am Moog-Liberation-Umhängekeyboard,das klang, als hätte man die Stromgitarre nicht eigens erfinden müssen. Zu gutpluckernden und pumpenden Beats wurde es dank abwechselnd auf naive Kunst, Eurodance,KIKA-Erkennungsmelodie oder Symphonie-Imitationssatz gestimmter Melodien aberbald etwas mühsam. Jarre selbst war mit im Dogma-Stil eines Lars von Triergehaltenen Kamerafahrten über seine Schaltkanzel vor allem darauf bedacht, unsüber den Live-Charakter des Konzerts zu informieren.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Gefühlte viertausendBeckentuscher, drei Laserharfen-Exkurse und zwei Stunden später durfte man sichzwar wundern, dass damit einst 3,5 Millionen Menschen auf einmal zu begeisternwaren. Heute hat das Ganze aber auch sein Gutes: Einen Cent pro Eintrittskarteließ der UNESCO-Botschafter für Bildungsprojekte zur Seite legen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 19./20.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-1219330886802232390?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/1219330886802232390/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=1219330886802232390' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1219330886802232390'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1219330886802232390'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/laser-in-der-bauerndisco.html' title='Laser in der Bauerndisco'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3610600252014997533</id><published>2011-11-17T15:28:00.001+01:00</published><updated>2011-11-17T17:17:51.222+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Nichts zu berichten</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;Woist die Gesellschaft, wenn man sie einmal braucht? Diese Frage kam am Mittwochnicht etwa von Opferschutzbeauftragten oder Silvio Berlusconi, nachdem er imBordell zu bald angetanzt war. Aber sie mochte Dominic Heinzl durch den Kopfgegangen sein, als es in „Chili“ wieder einmal nichts zu berichten gab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Daszur besten Sendezeit weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlich-Rechtlichkeitausgestrahlte Society-Format musste also auf Conchita Wurst zurückgreifen, die,ganz gute Haut, Mitleid mit dem Reporter zeigte – wenn auch nicht mit demPublikum: „Es tut mir leid, ich penetriere euch weiter“, bekannte die Frau, die„exklusiv für Chili noch einmal ihren Finalsong“ zum Besten gab. Dass diesnicht aus reinem Selbstzweck geschah, sondern weil die Wurst als Kandidatin fürden Songcontest ins Spiel gebracht werden sollte, wer mochte Heinzl dieses weltexklusiveSpekulationsangebot verdenken?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Immerhin gab es sonstnichts zu lachen. Bei der Eröffnung eines Nobelkaufhauses in Düsseldorf, anderer statt sich jeder mit einem Funken Restverstand versehene Erdenbürgerlieber freiwillig nach Fukushima gebeamt hätte, bekam es Heinzl mit einemdesinteressiert in die Kamera nölenden Boris Becker zu tun. Und neben einemzugekauften Beitrag aus Hollywood oblag es der Society-Instanz aus Hollabrunnschließlich nur mehr, über den Verein „Wirtschaft für Integration“ zu berichten– und das gar nicht zynisch, ging es doch um einen Problemfall. Nein, nicht dieIntegration. Die Wirtschaft!&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 18.11.2011)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3610600252014997533?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3610600252014997533/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3610600252014997533' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3610600252014997533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3610600252014997533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/nichts-zu-berichten.html' title='Nichts zu berichten'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2492835252009825316</id><published>2011-11-16T16:34:00.001+01:00</published><updated>2011-11-16T16:43:08.765+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Hinter den sieben Bergen</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Mit den FleetFoxes gastierten die Könige des Folk-Revivals im Wiener Museumsquartier:&lt;/b&gt;&lt;b&gt; Auch live klotzedie US-Formation mit üppigen Chorgesängen&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ihre nicht zwingend über die Texte zu erschließendeWelt erklärten die Fleet Foxes zuletzt mit einem kleinen Reim besondersemphatisch: "Green apples hang from my tree / They belong only to me"- Schließlich hieß es bei der Band aus Seattle bezüglich desLebenseinstellungsmottos "Zurück zum Ursprung" schon immer "Ja,natürlich!"&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Mit zwei gefeierten Alben steht die 2006 gegründete Formation an derSpeerspitze des Folk-Revivals, das in den letzten zehn Jahren mit Vertreternwie Iron &amp;amp; Wine, Joanna Newsom, Bon Iver und vielen anderen mehr zum Sit-inan den Kamin lud. Zurückgezogenheit und Einkehr im Land der niemalsversiegenden Energieströme, der Wälder, Wiesen und Flüsse: Hinter den siebenBergen finden die Fleet Foxes im Einklang mit Mutter Erde zu sich selbst - diedaraus geschöpfte Kraft schlägt sich in einer Kunst nieder, die Songtitel wie"Bitter Dancer" oder "Helplessness Blues" entschieden Lügenstraft. Ausgeglichener als bei den Fleet Foxes geht es selten zu, und wenn,dann auch nur beim Fünf-Uhr-Tee mit Cat Stevens.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Musikalisch vertraut das Sextett zuharmonisch-barocken Gruppengesängen auf den Folkrock der späten 60er-Jahre, derzu Quasi-Soundtracks mit tibetischen Klangschalen, 12-saitiger Gitarre, Orgelund Querflöte geformt wird. Damit ist das Œuvre der Füchse im CD-Regal zwischenNeil Young, Simon &amp;amp; Garfunkel und aktuellen Blutsverwandten wie Midlake gutaufgehoben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bei ihrem bestens besuchten Wien-Konzert imMuseumsquartier eröffnete die Band um den 25-jährigen Sänger und MastermindRobin Pecknold vor einem Landschaftsgemälde, das die Rocky Mountainsporträtierte. Über allen Gipfeln war Ruh, bis die Band auch über zunehmend insPsychedelische kippende Grafiken vor allem die bewusstseinserweiternde Seiteihres Schaffens live stärker hervorstrich: So geschehen bei "The Shrine /An Argument", bei dem sich Pecknold mit bebender Stimme den einzigenemotionalen Ausbruch leistete, während die Band mit einem Free-Jazz-Intermezzobald nachzog. Die liturgischen Nebel, die dazu der Bühne entstiegen, ließenvermuten, dass einsame Männer mit spirituellen Neigungen im dunklen Wald auch gernesektieren.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;Atmosphärische Kopfgeburt&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Als Hits des Abends wurden mit "White Winter Hymnal" oder "BlueRidge Mountains" die Hymnen vom selbst betitelten Debütalbum gefeiert. Diekonzentrierte Stimmung, die während des Auftritts auf der Bühne (wie auch imPublikum) herrschte, sorgte in den Pausen zwischen den Songs für seltsameStille. Und während die Band ihr Werk live meist originalgetreu darbot, manalso auch der CD hätte lauschen können, durfte gerade auch das gefallen.Immerhin muss man die atmosphärisch dichten Kopfgeburten live erst einmal sopräzise über die Bühne bringen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;So streifte man durch das Hinterholz, sacht, rittdurch die Prärie und begrüßte den Grizzylbär freundlich am Wegesrand. Auch wennman das Gefühl dabei nicht loswurde, dass wegen dieser Musik einst Punkerfunden wurde, endete der Abend letztlich versöhnlich - bei einer gemeinsamenFriedenspfeife.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 17.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2492835252009825316?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2492835252009825316/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2492835252009825316' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2492835252009825316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2492835252009825316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/hinter-den-sieben-bergen.html' title='Hinter den sieben Bergen'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3285281790559752155</id><published>2011-11-11T20:35:00.001+01:00</published><updated>2011-11-11T20:57:45.724+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Wie ein Geist auf der Leinwand</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Während der von Alzheimer geplagte US-Sänger GlenCampbell seine letzte Tournee absolviert, widmet sich der britische ProduzentLeyland Kirby alias The Caretaker dem Wechselspiel von Musik und Gedächtnis.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit; line-height: normal;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Krankheit, der nahende Tod und die damit einhergehendeexistenzielle Verzweiflung sind Sujets, die im diesseitig orientiertenPop-Metier nur eine untergeordnete Rolle spielen. Wenn tragisch verstimmteSinger-Songwriter auch nur zu gerne über das Leid am Leben und an densogenannten Verhältnissen singen, so hat man es dabei doch zumeist mitprivilegiertem Weltschmerz zu tun, der in der künstlerischen Verarbeitunggleichsam sein Antigift findet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Währendder Mythos vom leidenden Künstler selbst wiederum zahlreiche Kulturschaffendeinspirierte, wie etwa den amerikanischen Schriftsteller Joey Goebel, dessenRoman "Vincent" (Im Original: &lt;i&gt;"Torture The Artist"&lt;/i&gt;)im Jahr 2004 um nichts anderes kreiste, stellte US-Regisseur David Lynchdiesbezüglich eine ganz andere Theorie auf: "Es ist etwasRomantisches", wie er dem deutsch-französischen Sender Arte erzählte,"ein Weg für Männer, Frauen kennen zu lernen. Denn Frauen tut der leidendeKünstler leid. Sie wollen für ihn kochen und für ihn da sein. Wenn der Künstlerwirklich leiden würde, könnte er gar nicht arbeiten. Negativität ist dernatürliche Feind von Kreativität."&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="zt"&gt;&lt;b&gt;Aufstieg,Fall, Errettung&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Krankheit, Tod, Verzweiflung - und eine Frau, die tatsächlichfür ihn zur Stelle sein muss - sind Glen Campbell hingegen alles andere alsfremd. Bei dem amerikanischen Sänger, der vor allem in den 1960er- und 70erJahren Erfolge als Country-Star feierte, wurde heuer Alzheimer diagnostiziert. Sein im Spätsommer erschienenes Album "Ghost On TheCanvas", mit dem er sich aktuell auf Tournee befindet (die nächstgelegenenKonzertstationen im November: Irland und Schottland), wird daher sein letztessein. In den &lt;i&gt;Liner-Notes&lt;/i&gt; zu den 16 neuen Stücken, mit denen der 75-Jährigeauf sein Leben zurückblickt, wird klargestellt: Es geht nicht mehr."Meinen Freunden und meiner Familie habe ich das schon gesagt, doch jetzt,wo es geschrieben steht, fühlt es sich endgültig an."&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;In der Erinnerung liegt im Alter nicht selten Glückseligkeit.Gegen aktuelle Beschwerden verblasst die Mühsal der Vergangenheit, dieschöngefärbt und verklärt wird. Und während bei Alzheimer-Patienten zunächstdas Kurzzeitgedächtnis versagt, ist das weiter zurückliegende Gesternvergleichsweise noch gut abrufbar. &lt;i&gt;"I’ve lived at least a thousandlifetimes / Walked down a road with no end in sight / I’ve seen miracles inmoonlight / And lonely goodbyes"&lt;/i&gt;, wie es bei Glen Campbell heißt, derauf dem Album bemerkt, dass ihm außer Hoffnung nichts bleibt - und eine Geschichtevon Aufstieg, Fall und Errettung erzählt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Es ist eine Geschichte, die entfernt an jene von Johnny Cashund June Carter erinnert. Campbell, der seine Karriere als Session-Musikerbeginnt, arbeitet im Studio früh mit Stars wie Elvis Presley, Frank Sinatraoder Dean Martin zusammen. Er ersetzt Brian Wilson bei den Live-Konzerten derBeach Boys, weil sich dieser den Reisestress nicht mehr antun will. 1966 spieltCampbell Gitarre auf dem legendären Album "Pet Sounds", ein fixerBandeinstieg scheitert schließlich an den (schlechten) finanziellenKonditionen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Immerhin verdient Campbell nicht nur als gefragterMi(e)t-Musiker bereits bestens, auch als Solokünstler feiert der blonde Cowboyeinige Hits: Von Steicherschmelz getragene und in Richtung Pop und Schlagerschielende Songs wie das später etwa auch von R.E.M. gecoverte "WichitaLineman", "Rhinestone Cowboy" oder "Galveston" kündenauf Youtube auch noch heute davon. Auf CBS wird Campbell mit seiner eigenenTV-Sendung schließlich zum Showmaster, der so illustre Gäste wie eben JohnnyCash, Willie Nelson oder Neil Diamond empfängt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Als es um Campbell gegen Ende der 70er Jahre ruhig wird,beginnt seine Alkohol- und Kokainabhängigkeit, die der bekennende (undgemäßigte) Republikaner mithilfe seiner vierten Frau Kim und einer Hinwendungzum jüdischen Glauben bekämpft und besiegt. Trotz vereinzelter späterer Erfolgein den US-Country-Charts ist gegen den musikalisch schon lange gedrehtenZeitgeistwind aber kein Kraut mehr gewachsen. Die großen Erfolge, die Grammy-Awardsund Hits bleiben der Vergangenheit vorbehalten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Zuletzt leistete sich der Sänger mit seinem Comeback-Album"Meet Glen Campbell" im Jahr 2008 einen Modernisierungsschub, indemer Songs von den Foo Fighters, Travis oder Green Day interpretierte. Damit seinvon angenehmem und radiotauglich produziertem Midtempo-Rock dominiertesAbschiedsalbum nun auch ein voller Erfolg werden konnte, eilten wiederum sounterschiedliche Musiker wie Billy Corgan (Smashing Pumpkins) oder Chris Isaakins Studio, um ihren Beitrag zu leisten. Songmaterial wurde von Bob Dylans SohnJakob oder Paul Westerberg (The Replacements) zur Verfügung gestellt.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die tief in der Erinnerung versunkenen Instrumental-Interludeshingegen berufen sich auf eine Kunst, die der britische Produzent Leyland Kirbymit seinem Projekt The Caretaker zur Meisterschaft führt. Der enigmatischeMusiker, der unter seinem Alias V/Vm bevorzugt 80er-Jahre-Hits dekunstruiert,widmet sich auf programmatisch betitelten, gerne streng limitierten undüberbordenden Konzeptarbeiten wie "Theoretically Pure AnterogradeAmnesia" oder "Additional Amnesiac Memories" dem Wechselspielvon Musik und Gedächtnis.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span class="zt"&gt;&lt;b&gt;FlüchtigeGeister&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Sein heuer veröffentlichtes Meisterwerk "An Empty BlissBeyond This World" fängt das Wesen der Alzheimer-Krankheit als flüchtigenGeist ein. Mit manipulierten Schellackaufnahmen aus der Zeit um 1920, auf denenopulente Palastorchester zum letzten Walzer und geschulte Klavierspieler in denTeesalon bitten, macht sich über das in den Vordergrund tretende Rauschen,Knistern und Krachen bald auch Beklemmung breit. Die Platte bleibt absichtlichhängen, die Musik reißt mittendrin ab, einzelne Loops kehren gerne auch wieder:The Caretaker spielt auf der Bewusstseinsebene mit den Polen Verwirrung undVergessen und übersetzt Erinnerungslücken und Gedankensplitter aufeindringliche wie unheimliche Weise mit musikalischen Mitteln. Der von GlenCampbell besungene Geist auf der Leinwand spukt durch den Hallraum: einemusikalische Grenzerfahrung.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_zusatz_box_body" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;div class="em_cnt_half" style="line-height: 16px;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Glen Campbell: Ghost On The Canvas. (Sony Music)&lt;/span&gt;&lt;br style="font-weight: bold;" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;The Caretaker: An Empty Bliss Beyond This World. (History Always Favours The Winners)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_cnt_half" style="font-size: 11px; line-height: 16px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 12./13.11.2011)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3285281790559752155?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3285281790559752155/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3285281790559752155' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3285281790559752155'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3285281790559752155'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/wie-ein-geist-auf-der-leinwand.html' title='Wie ein Geist auf der Leinwand'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7750126515611177519</id><published>2011-11-10T20:51:00.001+01:00</published><updated>2011-11-10T20:51:56.526+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Zwei Herzen im Dreivierteltakt</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;Georg Altziebler und sein Projekt Son Of The Velvet Rat&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;- &lt;b&gt;Mit „RedChamber Music“ legt der Grazer ein grandioses neues Album vor&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;Die Kunstdieses Mannes setzt bevorzugt dort an, wo die Sonne wieder einmal unter- unduns Menschen das Herz aufgeht. Aus der Dämmerung heraus entstehen im Grundezwei mögliche Szenarien: In den Bars und Kaschemmen weinen einsame Männertraurig ins Bier. Oder aber es finden zwei verlorene Seelen zueinander, um der Kälteder Welt gemeinsam eins auszuwischen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Vor allem in der letztgenannten Disziplin erreicht der aus Grazstammende Singer-Songwriter Georg Altziebler, der unter seinem Alias Son Of TheVelvet Rat live ein gleichnamiges Bandprojekt führt, aktuell einen Höhepunkt.Sein „Lovesong #9“ – die Wahrheit, gelassen ausgesprochen – ist im Moment nichtsweniger als das beste Liebeslied aller Zeiten. Während im Hintergrund dieakustische Gitarre sanft angeschlagen oder gezupft wird, Orgel und Glockenspielauf die Tränendrüse drücken und sich der Background-Chor hörbar vom Gospel ergriffenzeigt, sinniert Altziebler mit seiner markanten, selten um die nötige DosisVibrato verlegenen Erzählstimme über zwei Herzen im Dreivierteltakt: &amp;nbsp;&lt;b&gt;„&lt;/b&gt;Twoglasses, one ashtray, a bed &amp;nbsp;and a softyellow light / You don‘t say a thing so I don‘t have to reply / And we bothhate the darkness as much as we love the night / There must be right in thewrong if there‘s wrong in the right.“ Der Rest seines heute, Freitag,erscheinenden Albums „Red Chamber Music“ steht dem in seiner herzerwärmendenWirkung aber auch um nichts nach.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Aus einem roten Keller&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Musikalisch setzt Altziebler nach dem klavierbetont auch inRichtung Chanson schielenden Vorgängerwerk „Animals“ auf seinem insgesamtsechsten Streich wieder verstärkt auf überwiegend akustisch instrumentierteAmericana-Deutungen. Neben im mittleren Tempobereich angesiedelten Country-Walzernund Folkballaden mit Mundharmonika, Beserl-Drums, Akkordeon und im Hintergrund jaulenderSlide-Gitarre, entführt das von Mariachi-Bläsern befeuerte „The Vampire Song“ zudemins mexikanische Grenzland, wo es über die Beigabe des einen oder anderenTequila-Shots auch gleich deutlich beschwingter zugeht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nach zwei mit Ex-Wilco-Drummer Ken Coomer in Nashvilleaufgenommenen Alben hat man es bei „Red Chamber Music“ nun mit der ersten vonAltziebler allein produzierten Arbeit zu tun. Eingespielt in einem rot ausgemaltenAltbaukeller in Graz und mit zusätzlichen Aufnahmen in New York, Los Angelesund eben der Country-Metropole in Tennessee, wo sich Coomer diesmal mit&amp;nbsp; dezenten Drums in nobler Zurückhaltung übte, wollendem 51-Jährigen auch auf den zehn neuen und ohne Bruch, sprich angenehm homogenproduzierten Songs die Ideen nicht ausgehen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Zu langjährigen Mitstreitern wie seinerPartnerin Heike Binder, die den Liedern mit ihrem Backgroundgesang ein weiteresMehr an Wärme einhaucht, sorgen mit der im US-Country-Rock beheimatetenSängerin Lucinda Williams sowie dem New Yorker Songwriter Richard McGraw zweineue Gaststimmen für frisches Blut.&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Das mit McGraw begnadet windschief imSinne eines jenseits der Sperrstunde nach Hause torkelnden Tom Waits intonierte,also abgelebt angesungene „Little Flower“, erweist sich dabei als besondersgewinnbringend – und würde auf keiner Platte von Bonnie „Prince“ Billy negativauffallen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Während der Bass dabei den Grubenblues hat, geht es inhaltlichdoch nie so negativ zu, wie manch einer vermuten möchte. Zwar ist die Hoffnungbei Son Of The Velvet Rat immer ein gefährdetes Gut, das es zu behüten gilt(„It’s not a plaything / It breaks like glass“) – wie Altziebler mit derSelbstermächtigungshymne „Feed Your Dream“ aber bekennt, lohnt es sich immer,sich doch nicht unterkriegen zu lassen. Der Kampfruf lautet: „Your fears fitlike a glove / You badly need to lose / And all that’s dear to you / Blow itoff / To make your dream come true. “ Groß!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; &lt;b&gt;Son Of The Velvet Rat: Red Chamber Music (Monkey)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Konzert am Freitag, 11. November, ab 20 Uhr in der Szene Wien.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNoSpacing" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 11.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7750126515611177519?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7750126515611177519/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7750126515611177519' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7750126515611177519'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7750126515611177519'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/zwei-herzen-im-dreivierteltakt.html' title='Zwei Herzen im Dreivierteltakt'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8202992578977760684</id><published>2011-11-10T20:51:00.000+01:00</published><updated>2011-11-10T20:51:50.350+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Werbespot-News</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wir schreiben das Jahr 2011. Die Welt gerät nicht nur beiLars von Trier ins Wanken. Europa wird von der Krise bedroht wie Mutter Erdevom Planeten „Melancholia“ im Film gleichen Namens. Den Banken fehlt es anGeld. Die Inflation macht den Spargang sehr teuer. Die Überfischung der Meereschreitet voran.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Von alledem künden zwar auch die Nachrichten. Wer über dienötige Media Literacy verfügt, bezieht seine News aber schon längst aus derWerbung. Dort lauert der Abgrund hinter Bildern, die die Welt noch als heil porträtieren.Und je heiler das Bild, desto kaputter der Sachverhalt, der ihm zugrunde liegt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nicht von ungefähr spricht Käpt‘n Iglo heute als LandratteSeemannsgarn. Weil wir alle bemerken werden, dass man die Verpackung nichtessen kann, wenn der letzte Dorsch gefangen (und paniert!) sein wird, haut uns derWassermann lächelnd mit Chicken Nuggets in die Pfanne. Erwachsene Männer freuensich über 2,75 Promille, pardon, Prozent Zinsen aufs Sparbuch wie ein Kind überEislutscher – und liegen doch nicht aus Spaß, sondern nach ihrer Kündigungmüßig herum. Wie sich ältere Menschen wiederum noch erinnern, ging die Werbungin den 80er-Jahren mit „Vorsorge“ und „Bausparen“ vergleichsweise wirtschaftlichum. Dafür wird der Sparefroh jetzt mit dem Hausverstand angelockt (die Lage isternst!), während der Unternehmer gleichsam für als auch mit sich selbst wirbt –er hat „ja nichts zu verschenken“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Der Rat-auf-Draht-Spot allerdings kommt nur mehrselten. 147 ist heute ein Selbstläufer.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small; line-height: 115%;"&gt;(Wiener Zeitung, 11.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8202992578977760684?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8202992578977760684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8202992578977760684' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8202992578977760684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8202992578977760684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/werbespot-news.html' title='Werbespot-News'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2568715155494343097</id><published>2011-11-04T19:22:00.005+01:00</published><updated>2011-11-04T19:46:48.721+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>„In dieser dunklen Nacht“</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;b&gt;&lt;span lang="EN-GB"&gt;„Crazy Clown Time“: US-Regisseur David Lynch undseine Blues-affine Geistermusik&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ein staubtrockener Beat schleppt sich behäbig durch dieGegend. Rückwärts gesampelte Gitarren arbeiten eindringlich zu. Ein Mannsäuselt mit windschiefer Stimme, die an eine Radikalversion eines Falsettsingenden Neil Young denken lässt. Dazu stöhnt eine Frau im Hintergrund lustvoll.Das Schlagzeug wird härter, die Gitarren haben den Blues, das Stöhnen klingtlangsam gequält. Susie zieht ihr T-Shirt aus. Danny überschüttet Susie mitBier. Im Hinterhof setzt Petey sein Haupthaar in Brand. Timmy springt wilddurch die Gegend. Paulie stellt sich zwei Drinks in die Kehle. Die Stimmung istbedrohlich - und alle haben reichlich Spaß: Man muss sich den Titelsong aus"Crazy Clown Time", dem nun erschienenen Solodebüt des US-RegisseursDavid Lynch in seiner Funktion als sprechender Neben-der-Spur-Sänger, alsErweiterung seines visuellen Gesamtwerks vorstellen. Als Soundtrack ohne Film,der das Kino im Kopf flimmern lässt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;SpäteMusiker-Karriere&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;Zwar war eine Karriere des heute 65-Jährigen als aktiver Musiker in dieser Formlange nicht abzusehen. Als zusätzliche Ausdrucksmöglichkeit und Verstärker vonStimmungen und Emotionen spielte die Tonebene bei Lynch aber schon immer eineentscheidende Rolle. Schließlich waren bereits in "Blue Velvet"(1986) gleich zwei Songs die (un)heimlichen Stars: Neben dem gleichnamigenTitelsong in der Version von Bobby Vinton, der selbst Dennis Hopper in derRolle des Psychopathen Frank Booth in die Knie gehen ließ, holte Lynch mit"In Dreams" auch den frühen Rock-’n’-Roll-Tragöden Roy Orbison("Pretty Woman") zurück aus der Versenkung. In der weiteren Vertonungdieser die jugendliche Unschuld mit einer Welt aus moralischer Verderbnis,hartem Sex und plumper Gewalt konfrontierenden Geschichte markierte "BlueVelvet" auch den Beginn einer intensiven Zusammenarbeit des Regisseurs mitseinem baldigen Haus- und Hofkomponisten Angelo Badalamenti, der etwa auch dieTV-Serie "Twin Peaks" musikalisch zu einem Hit werden ließ. EineZusammenarbeit, in die sich Lynch später auch mit eigenen Ideen undvereinzelten Songtexten einbringen sollte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Schlanke Arrangements&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;Während Lynch in den Jahren darauf mit einer Radikalisierungseines Kinos hin zur Auflösung der Narrationsebene ausreichend zu tun hatte,tritt er als Musiker nun nicht von ungefähr in den Vordergrund. Schließlichdatiert sein letzter Film ("Inland Empire") auf 2006 zurück, undabgesehen von einer angeblich bereits seit Jahren in Arbeit befindlichenDokumentation über den indischen Guru Maharishi Mahesh Yogi und die Kunst der"Transzendentalen Meditation", für die sich Lynch begeistert, hat ernichts in Planung.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nach einem ersten und kaum öffentlich wahrgenommenen Albummit John Neff im Jahr 2001 ("BlueBob") durfte man Lynch im Rahmen desProjektes "Dark Night Of The Soul" von DJ Danger Mouse und dem 2010verstorbenen Songwriter Mark Linkous alias Sparklehorse erstmals als"Sänger" erleben. Nach Video-Drehs für Moby, Interpol oder DuranDuran trat der Regisseur zudem erst im September als Produzent seiner femmefatalistischen Muse Chrysta Bell in Erscheinung. Mit "Crazy ClownTime" bricht er nun selbst zu neuen Ufern auf.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Mithilfe seines Produzenten Dean Hurley im Heimstudio desRegisseurs am Mulholland Drive in Los Angeles eingespielt, will Lynch dieErgebnisse als modernen Blues verstanden wissen. Der grundiert bevorzugt imunteren Tempobereich auf schnalzendem Schlagzeug, das mit trockenenTwang-Gitarren zu einem letzten Whiskey in Richtung Bar aufbricht. Auf dem Wegdorthin lauert der Abgrund. Lynch, dessen Unstimme bevorzugt mit Effektenbelegt oder gleich durch den Vocoder geschickt wird, führt durch atmosphärischeTraum- und Albtraumwelten. Karen O von den Yeah Yeah Yeahs faucht zumpolternden "Pinky’s Dream", für die Eifersuchtsstudie "FootballGame" mimt Lynch einen, dem scheinbar das Gebiss zertrümmert wurde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Repetitive Grundstrukturen treffen auf schlank gehalteneArrangements. Klassische, bei "I Know" durchaus auch an Tom Waitserinnernde Blues-Rock-Archaik gesellt sich zu modernistischen Momenten, die bei"Noah’s Ark" mit einem elektronischen Downtempo-Beat und gutabgefederten Basstupfern für einen Album-Höhepunkt sorgen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Das ist gut und böse - abgesehen von Ausrutschern inRichtung Ibiza-Beats ("Good Day Today") oder Weltraumreisen mit demMajor Tom ("Stone’s Gone Up"), denen das Stalking-Manifest"Speed Roadster" als Antipol und Essenz dieses Albums einesentgegenhält: "I got fucked by you / Fucked real bad / Maybe you’re happy. .. / But I hope you’re sad."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="EN-GB"&gt;DavidLynch: Crazy Clown Time (Vertrieb: PIAS)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 5./6.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2568715155494343097?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2568715155494343097/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2568715155494343097' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2568715155494343097'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2568715155494343097'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/in-dieser-dunklen-nacht.html' title='„In dieser dunklen Nacht“'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-381831056689628779</id><published>2011-11-04T19:22:00.004+01:00</published><updated>2011-11-04T19:22:44.158+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Gastgebers Rolle</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Harald Schmidt mag das vielere Geld und daher die dichtereShow mit den schnelleren Pointen und den namhafteren Gästen haben. Und während derTalkmaster entspannt sein kann, weil er nicht, wie Stermann und Grissemann,zusätzlich zur TV- auch noch eine Radioshow unterhält und vom Kabarett- übereine Lesung zum Moderationstermin hechtet, so ist „Willkommen Österreich“ doch einUmstand zugutezuhalten: Die Moderatoren des österreichischen Spätabendformats könnenauch eine durchschnittliche Sendung mit dem Talk-Teil noch sicher nach Hausebringen. Während sich Schmidt diese Woche von einem auf PR-Tour befindlichenRoland Emmerich einlullen ließ, gastierterte mit Scooter und Lotte Ingrisch einSpannung verheißendes Doppel in St. Marx.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dort, wo die Gäste gerne auch hart hergenommen werden, wurdezwar so weit anständig parliert. Die im Laufe einer langen Karriere in SachenDorfdisco-Rave zur Selbstironie gezwungenen Scooter (Grissemann: „Ich liebediese Band, seit ich nicht mehr denken kann“) durften zwischendurch aber auchüber Fragen hinsichtlich ihrer Texte („Ist das Englisch-Unterricht fürSchwachsinnige oder Dada?“), ihrer Fans („Kommen jetzt auch Intellektuelle?“)oder der letzten Dinge („Wie möchtest du sterben?“) sinnieren – um bei denesoterischen Ausführungen der gewohnt wunderlichen Ingrisch nur mehr Bahnhof zuverstehen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Stermann vermittelnd: „Ihr kennt das von den ganzen Substanzen beimTechno?!“ – ein Hoch der (wahl-)österreichisch hinterfotzig angelegten Gastgeberrolle.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 5./6.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-381831056689628779?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/381831056689628779/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=381831056689628779' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/381831056689628779'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/381831056689628779'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/gastgebers-rolle.html' title='Gastgebers Rolle'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-9191926959420744180</id><published>2011-11-01T16:48:00.001+01:00</published><updated>2011-11-01T16:48:12.186+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Ein wunderlicher Klassiker</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;A Man Out Of Time: Elvis Costello gab einenraren Solo-Gig im Wiener Konzerthaus&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bekannt wurde derMann, auf den ohne Zweifel einige der grässlichsten Album-Artworks aller Zeitenzurückgehen, unter den Vorzeichen von Punk und New Wave. Dabei war bereits gegenEnde der 70er-Jahre nur unschwer zu erkennen, dass es sich bei Elvis Costelloum einen Klassiker handeln musste. Unterhalb der an Buddy Holly erinnerndenNerd-Brille trug der Sänger zum Anzug auch als Jungspund von 23 Jahren schonimmer auch die passende Krawatte. Von der Pseudonymwahl des 1954 als Declan PatrickAloysius MacManus geborenen Musikers einmal ganz abgesehen, die der Rockgeschichtenichts weniger als den zweiten Elvis bescherte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Musikalisch folgte nachWave-Hits wie „Pump It Up“, passend zum Fach um Dub und Reggae ergänzten Schlenzernwie „Watching The Detectives“ und dem beseelten Songwriter-Pop von „HighFidelity“ eine Karriere als großer Rock-’n’-Roll&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;-Liedermacher, die bald bei Country, Folk und Blues andocken sollte –mit dem Ergebnis, dass der Mann wahlweise als altmodisch oder zeitlos rezipiertwurde: „Man Out Of Time“.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Ideenvielfalt der Songs war jedenfalls meist ebensobeeindruckend wie ihre stilistische Breite. Letztere gelangte im „Spätwerk“ desmittlerweile im fünften Jahrzehnt seiner Karriere angekommenen Soulbrothers zum(umstrittenen) Höhepunkt. Immerhin waren die Nullerjahre in Costellos Schaffennicht nur von einer Rückkehr zum Rock ’n’ Roll &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;geprägt. Neben dem Barhocker-Album „North“, das seiner Beziehung zuseiner heutigen Ehefrau, der kanadischen Soft-Jazz-Chanteuse Diana Krall,geschuldet war, sorgten auch Ballettmusiken oder Arbeiten mit der schwedischenMezzosopranistin &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Anne Sofie von Otter und, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; bereits 1998,dem Easy-Listening-Meister Burt Bacharach, unter Fans für Verstimmung. Mitseinem Album „National Ransom“, auf dem sich nun wieder Rock, Country und Folkdie Hand reichen, gastierte Costello am Montag solo im Wiener Konzerthaus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Homogene Reduktionen&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dabei gab es aus dem aktuellen Werk zwar nur Auszüge, wieetwa den angejazzten Folk von „A Slow Drag With Josephine“, zu dem der 57-Jährigeunmikrofoniert von der Bühne pfiff. Im Vordergrund allerdings standen diefrühen Songs, die der Songwriter emphatisch, mit begnadeter Stimme und alleinan einer seiner fünf akustischen Gitarren mit reichlich Mut zur Lücke darbot – dasPublikum durfte sich das auf Platte stets punktgenau arrangierte Liedgut selbstausmalen. Das war im Vortrag sympathisch, über weitere Strecken aber auch zu homogen.Vor allem Hits wie „Veronica“, das besagte „Watching The Detectives“, „Alison“oder mit „Radio Sweetheart“ die erste je von Costello aufgenommene Nummer wärenmit Band doch zwingender gewesen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Mit einem Hut, derauch Elton John oder Queen Mum zur Ehre gereicht hätte, gab ein Kaugummikauender Costello als wunderlicher Onkel den Woody-Allen-Filmintro-Jazz von „AVoice In The Dark“, schaute mit „She“ bei Charles Aznavour und Herbert Kretzmer &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;vorbei, um nur selten scharf abzubiegen.So geschehen etwa bei einer leidenschaftlichen Version von „I Want You“, das, plötzlichmit E-Gitarre, in psychedelische Echos ausuferte, oder bei „National Ransom“mit Megafon, übersteuerten Beats und Dosentrompeten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Gegen Ende flossen Rotz und Wasser, als Costello den tragödischenGöttersong „Shipbuilding“ intonierte und das für traurige Barhocker geschriebene„Almost Blue“ am Flügel anstimmte. Sich einig verließ man den Saal: Eine baldigeRückkehr mit Band ist dennoch vonnöten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 2.11.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-9191926959420744180?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/9191926959420744180/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=9191926959420744180' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/9191926959420744180'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/9191926959420744180'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/11/ein-wunderlicher-klassiker.html' title='Ein wunderlicher Klassiker'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7928935782394713015</id><published>2011-10-28T17:35:00.001+02:00</published><updated>2011-10-28T17:38:14.470+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Die Kunst des Möglichen</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Auf Wedekinds Spuren: das ungewöhnliche Joint Venture von Lou Reed und Metallica&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;- &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Lulu“ wird vor allem als mutiges Projekt inErinnerung bleiben. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Für seine Zusammenarbeit mit Metallica kommt Lou Reed der Umstandzugute, dass er bereits mindestens ein unhörbares Album vorweisen kann. Seine1975 eingespielte Arbeit „Metal Machine Music“, die ausschließlich aus Gitarrenfeedbacksund -effekten besteht, gilt diesbezüglich als besonders radikal. Wir sprechenvon Musik, auf die sich vergleichsweise konventionelle Schwachbrüste wie dieEinstürzenden Neubauten bald darauf zumindest mit standesgemäßen Songtiteln beriefen:„Hören mit Schmerzen“, „Hirnsäge“, „Kollaps“. Teils für seineVerweigerungshaltung gewürdigt, gilt „Metal Machine Music“ der gängigenPop-Rezeption zufolge dann aber doch als bescheidenes Werk, das ReedsLegendenstatus freilich auch nicht beschädigte.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Ernte vom Watschnbaum&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Vor diesem Hintergrund ist ein Blick in einschlägigeDiskussionsforen und pop-affine Netz-Medien besonders interessant, wenn es um dasmehr als überraschende Joint Venture des einstigen Velvet-Underground-Sängers mitden kalifornischen Metal-Millionären Metallica geht. Während in besagten Internet-Hortengemeinhin Einigkeit herrscht, dass selbst die mittelmäßigstenVeröffentlichungen mindestens immer das Album des Jahres sind, regnet es für dasWerk titels „Lulu“ auffallend erbarmungslos aus dem Watschnbaum.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Das Reflex-Bashing ist dabei insofern mit Vorsicht zugenießen, als die am Album beteiligten Protagonisten und ihre Jünger inunterschiedlichen Höhlen hausen. Und dass Metallica-Fans keinen Spaß verstehen,wenn es um eine Weiterentwicklung „ihrer“ Band geht, ist spätestens seit derZeit um „St. Anger“ bekannt, als Kirk Hammett das Solieren verboten wurde (unddie IG Metal empört reagierte). Reeds Anhänger wiederum dürften Metallica vorallem vom Ignorieren her kennen und Lars Ulrich als Proll einschätzen, derhinter Reeds literarischen Helden William S. Burroughs und Allen Ginsberg kanadischeBierbrauer vermutet. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Musiker selbst fanden bei den Feierlichkeiten zum 25.Geburtstag der „Rock ’n’ Roll Hall of Fame“ zueinander, nach denen Reed eingemeinsames Album vorschlug. Dieses ist nun nichts weniger als eine Annäherungan Frank Wedekinds Bühnen-Figur Lulu geworden, die in den Stücken „Erdgeist“oder „Die Büchse der Pandora“ ihr Unwesen treibt. Ausgehend von einerInszenierung des US-Künstlers Robert Wilson, fügt sich die Geschichte über das gleichnamigeMädchen in Reeds Textwelt der Outcasts zunächst einmal gut ein. Mit dem zuseiner Zeit als Sittenstrolch gebrandmarkten Wedekind verbindet Reed außerdem einHang zu den existenziellen Themen Sex und Tod sowie ein gewisses Interesse ansadomasochistischen Praktiken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Passend zum aggressiven Klang des mit einer Spielzeit voneineinhalb Stunden üppig bemessenen und an nur zehn Tagen eingespielten Albums,rotzt Reed wüst saubartelnde oder einfach nur schlechte Texte mit grimmigemSprechgesang aus. Von James Hetfield – weitestgehendes Singverbot! – ist wenigzu hören. Musikalisch dürfen Metallica wiederum nur teilweise mit derPlanierraupe auffahren und prototypisch wie Kugelhagel niedergehende Thrash-Metal-Riffsabfeuern. Zwischendruch gilt es, sich auch mit einer Statistenrolle alsAtmosphärenzauberer zu begnügen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Tatsächlich klingen die Ergebnisse wahlweise böse undjenseits, letzteres vor allem in den konventioneller gebauten Momenten – manhöre etwa den müden Altherren-Hardrock von „Iced Honey“ und seine abgestandenenAkkorde. Mit viel gutem Willen ist das Album aber nicht in jeder Sekunde der Totalausfall,auf den man sich bereits einstellen musste. Die Stille vor, zwischen und nachden Songs etwa ist durchaus gelungen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Kunst als Kunst des Möglichen. Man wird dieses Projekt vor allem alsmutig in Erinnerung behalten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="EN-GB"&gt;Lou Reed &amp;amp; Metallica: Lulu (Universal)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;span lang="EN-GB"&gt;(Wiener Zeitung, 29./30.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="EN-GB"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7928935782394713015?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7928935782394713015/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7928935782394713015' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7928935782394713015'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7928935782394713015'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/die-kunst-des-moglichen.html' title='Die Kunst des Möglichen'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-5730450873544348671</id><published>2011-10-28T14:35:00.001+02:00</published><updated>2011-10-28T14:35:22.504+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Bequemlichkeits-TV</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Als letzte Errungenschaft im TV-Geschehen bisher giltgemeinhin ein On-Demand-Angebot namens Mediathek. Nämliche entwertete dengemeinen Videorekorder im Otto-Normal-Haushalt zwar endgültig zuElektroschrott, vor allem aber ermöglicht sie dem faulen Willi in uns heute,etwaige Versäumnisse bequem wieder aufzuholen. Anders als im echten Leben&amp;nbsp; („Mutter,wer ist der Mann in unserer Wohnung?“ - „Schatz, das ist dein Vater!“) ist es nunfür immer nie zu spät, zumindest, wenn es um das Fernsehen geht. Unabhängigkeitvon Raum und Zeit als TV gewordener Convenience-Shop der Marke 24/7.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Klassiker des Herrenwitzes von Charly Wagner aus derHarald Schmidt Show schallen vor dem Gang ins Büro durch die Wohnung. HaraldSchmidt selbst läuft später im Fall, dass die Chefin doch nicht im Haus weilt. Single-Männerhaben Andi und Alex auf der Anrichte stehen, bevor das Date an die Tür klopft. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Charly Ploberger zupft mit uns Unkraut im Garten. ChristaKummer stellt uns Sonne in Aussicht, während wir längst schon im Regen stehen. ZumVorteil der Holzmedien straft die „ZiB“ vom Vortag den Sinnsprich Lügen, dassnichts älter sei als die Zeitung von gestern. Am Smartphone bummelt die 49er dankW24 zwischen Gürtel und Neubaugasse, wo wir gerade selber fahren – verrückt,das ist die Metabahn! &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Und besonders toll für alle Kinder über fünf Jahre, die nach dem KI.KA-Sendeplatzum 18.50 Uhr noch nicht schlafen gehen wollen: Der Sandmann kommt jetzt gerneauch später vorbei, um uns „Gute Nacht“ zu sagen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 29./30.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-5730450873544348671?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/5730450873544348671/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=5730450873544348671' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5730450873544348671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5730450873544348671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/bequemlichkeits-tv.html' title='Bequemlichkeits-TV'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7574771272864080923</id><published>2011-10-28T14:34:00.000+02:00</published><updated>2011-10-28T14:34:43.203+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Killed By 9V Batteries: The Crux</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bisher war ihre Sache die Heimwerkerei: DemDo-It-Yourself-Gedanken verpflichtet, erwiesen sich die vier Steirer von KilledBy 9V Batteries schon in frühester Jugend als Freunde der Kratzbürste. Auf denSpuren ewiger Helden wie Dinosaur Jr. oder Sonic Youth ließen grobschlächtigeRiffs bei gleichzeitigem Festhalten am harmonischen Mehrwert keine Zweifel,dass auch bei den "Batts" Zuckerbrot und Peitsche regieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nach zwei genial-dilettantischen Alben überraschte es doch,dass die Band für "The Crux" nun professionelle Produktionshilfeerbat: Patrick Pulsinger sorgte geschickt dafür, dass die Ergebnisse dichterund klarer ausfielen, ohne die Band als solche zu zähmen. Neben atmosphärischemZierrat, der die zwölf Songs verbindet, fällt vor allem der EinflussfaktorPavement heute noch stärker auf - nichts wird erfunden, dabei aber allesrichtig gemacht. Der Rausschmeißer liefert wohl auch das Arbeitsmotto für dennächsten Wien-Gig am 15. Dezember im Chelsea: "Set Something On Fire"!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Killed By 9V Batteries: TheCrux (Siluh) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 29./30.10.2011)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7574771272864080923?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7574771272864080923/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7574771272864080923' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7574771272864080923'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7574771272864080923'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/killed-by-9v-batteries-crux.html' title='Killed By 9V Batteries: The Crux'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2362554411050014391</id><published>2011-10-26T15:56:00.002+02:00</published><updated>2011-10-26T15:56:41.812+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Im Drama kein Haushalt</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Die US-amerikanische Songwriterin Tori Amos und ihr Publikum litten inWien&lt;/b&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Kunst kommtvon Anstrengung. Bei Tori Amos liegt dieser Schluss in mehrerlei Hinsicht nahe– und vor allem publikumsseitig wird davon ein Lied gesungen. Ist ihr Fach dochdas Drama, das die Tochter eines Methodistenpfarrers im Jahr 1992 mit ihremAlbum „Little Earthquakes“ berühmt werden ließ. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Darauf hielt Amos am Weltschmerz der 80er-Jahre fest.Während sich parallel dazu mit PJ Harvey die zweite große Schmerzensfrau imFach etablierte, die musikalisch aber auf eine mit den Mitteln des Rock ’n’Roll reduzierte Spielart vertraute, litt Amos’ Werk immer auch an der Ausstellungder eigenen Virtuosität am Klavier. Immerhin galt die 1963 in North Carolinageborene Musikerin als Wunderkind, das bereits im Alter von fünf Jahren einStipendium für das renommierte Peabody-Konservatorium erhielt, das einst etwaauch von Philip Glass besucht worden war.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Gediegene Hausmusik&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Diese latente Selbstverliebtheit änderte an ihrer Klasse alsSongwriterin aber ebenso wenig wie ihre Neigung zum Konzept, die später Albenmit Überlänge und entsprechendem Füllmaterial zeitigte: „American Doll Posse“zum Beispiel, das Amos aus der Sicht von fünf an griechische Göttinnenangelehnten Charakteren erzählte. Aktuell wiederum muss man sich mit „Night OfHunters“ das erste Klassik-Album der US-Amerikanerin erarbeiten, auf dem sie Bach,Schubert oder Chopin variierte. Was beängstigend klingt – und als Auftragswerkfür die Deutsche Grammophon tatsächlich prätentiös bis zum Anschlag geraten ist–, erweist sich bald aber als Amos’ zwingendste Arbeit seit langem. Auszügedaraus und reichlich altes Material gab es am Dienstag im gut besuchten, abernicht ausverkauften Saal E der Wiener Stadthalle.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Inmitten eines Bühnen-Setups, das einen opulenten Festsaalimitierte, in den Amos in Abendrobe am Bösendorfer und mit ihremStreichquartett zur Hausmusik lud, begann es mit „Shattering Sea“ sehrgediegen. Während die Streicher emphatisch gestikulierend ans Werk schritten,als gälte es, für die Pop-Exoten im Saal auf den heiligen Ernst ihrer Zunft zuverweisen, sollte sich Amos später weit strecken müssen, um gleichzeitigKlavier und Keyboards zu spielen. Kunst kommt, wie gesagt, von Anstrengung, wieTori Amos auch dabei erfuhr, als sie mit dem linken Stöckelschuh das Klavier-Pedalsuchte. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Von den neuen Stücken blieben die reduzierteren am eindrucksvollsten,wie „Fearlessness“ und vor allem „Carry“ bewiesen, die Assoziationen mit denArbeiten der US-Harfenistin Joanna Newsom durchaus erlaubten. Mit „I Can’t SeeNew York“ geriet zudem ausgerechnet ein Song aus dem Album „Scarlet’s Walk“,mit dem Amos 2002 Streifzüge durch das Amerika der Post-9/11-Ära unternahm, zueinem stillen Höhepunkt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Ohne Verschnaufpause&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„Winter“, „Yes, Anastasia“, „Merman“. Lieder, die nach Schmerz,Angst und Verzweiflung klingen. Lieder, die durch Mark und Bein fahren wollen, fürsich genommen in ihrer eigenen Liga spielen und den Abend zwar erwartungsgemäßzum Triumph führen sollten. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Über die Dauer von zwei Stunden ist das natürlich trotzdemzu viel. Hat uns nicht Hollywood stets gelehrt, dasss Dramen haushalten müssenund Verschnaufpausen brauchen, um wirksam zu bleiben? Nicht auszudenken, wennTori Amos auch noch danach handeln würde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 27.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2362554411050014391?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2362554411050014391/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2362554411050014391' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2362554411050014391'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2362554411050014391'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/im-drama-kein-haushalt.html' title='Im Drama kein Haushalt'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4565493921051516197</id><published>2011-10-21T16:26:00.001+02:00</published><updated>2011-10-21T16:42:39.597+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Dieser Pawlow ist ein Hund</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Coldplay, die Könige desbrutal sanften Rocksongs, und ihr neues Album „Mylo Xyloto“&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Unter Männern gelten Coldplay als Band, auf die ihre Frauenvertrauen, wenn sie sich gerade romantisch fühlen. Es gibt dann zwei Optionen: PlötzlicherKopfschmerz, Müdigkeit. Frau, die Woche war hart, ich benötige Schlaf! Oderaber man willigt ein und darf sich an die besten Minuten des Vortages erinnern,während man im Supermarkt die Frage „Krakauer oder Polnische?“ gestellt bekommtund im Hintergrund Kuschelrock aus dem Radio schallt. Dieser Pawlow ist einHund! &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Seit ihrem Debütalbum „Parachutes“ vor elf Jahren spielen Coldplayunerbittlich auf der Klaviatur der Gefühle. Nachdem britische Gitarrenmusik inden 90er-Jahren vor allem mit Oasis und deren Hang zu Schlägereien undKokspartys verhaltensauffällig wurde, legten es die Akademiker aus Londonbrutal sanft und gnadenlos zärtlich an. Und tatsächlich: Einige dieser lebensbejahendenWeltumarmungshymnen aktivierten mit großem Erfolg jene Rezeptoren, die uns bei rührseligenHollywood-Schmonzetten auf das Happy End hoffen lassen. In einem solchen Momentder menschlichen Schwäche waren Songs wie „Clocks“ oder „Speed Of Sound“ der besteSoundtrack zum Leben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Coldplay wurden zu den Helden aller Töchter und Mütter. Undmit unvorstellbaren dreizehn Millionen Einheiten, die von ihrem Album „A RushOf Blood To The Head“ in Zeiten der Absatzschwäche über den Ladentisch gingen, wardie Band auch für den kriselnden Platten-Major EMI ein Hit. Allerdings zeigtesich das Quartett nach dem erneuten Aufguss des Erfolgsrezeptes mit „X&amp;amp;Y“ obseiner künstlerischen Zukunft verunsichert. Erst ein Aufeinandertreffen mitSoundgroßmeister Brian Eno, das dieser als neuer Coldplay-Produzent undColdplay um einige Pfund erleichtert verließen, brachte die Wende – und mit„Viva La Vida“ 2008 eine Art Wiedergeburt für die Band. Während darauf auch inpunkto Songwriting neue Pfade beschritten wurden, unterfütterte Eno die Songszart elektronisch und verband Spurenelemente des Experiments mit dembandimmanenten U2-Gestus. Niemand hätte dies besser vermocht als der Mann, aufdessen Konto schließlich auch U2-Klassiker wie „The Joshua Tree“ gehen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Für „&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Mylo Xyloto“,dessen Titel aktuellen Interviews zufolge wahlweise nichts bedeutet oder dieProtagonisten einer Liebesbeziehung nennt, deren Geschichte das Konzeptalbumerzählt, stand „Viva La Vida“ in mehrerlei Hinsicht Pate – Enos Elektronik unddie Hackbrett-Sounds wurden genauso mitgenommen wie der dramaturgische Aufbaumit dem Instrumental am Anfang, das mit seinem Glöckchengeläut klingt, alswürde gleich das Christkind ums Eck biegen. Mit durchschnittlichen und oft auchwieder glatteren Songs erweist sich die bereits als „die Unaussprechliche“ betiteltePlatte aber als vergleichsweise halbgar.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Neben grundsoliden Stückenwie „Hurts Like Heaven“ oder „Charlie Brown“ hören wir unspektakuläre, teils vonStreichern umrahmte Lagerfeuer-Songs („U.F.O.“), Formatradio-Hits mit unsubtilemChorgesang („Paradise“) und mit „Up In Flames“ einen Klassiker im Herzschmerz-Fach,für den in Hollywood gerade die passende Trennungsszene gecastet wird.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die erste Single(„Every Teardrop Is A Waterfall“) baut auf den 70er-Jahre Song „I Go To Rio“, überraschtmit Post-Rave-Synthesizern und lässt die U2-Gedenkgitarre über namenlose Straßenspazieren. Es liegt an einer Kollaboration mit dem pornofizierten R-’n’-B&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;-Gör Rihanna („Princess Of China“), dass amEnde auch noch für tatsächliche Ratlosigkeit gesorgt ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Hier sollte man den Spieß schnell pawlowschumdrehen. Und an etwas Schönes denken. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="EN-GB"&gt;Coldplay: Mylo Xyloto (EMI)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 22./23.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4565493921051516197?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4565493921051516197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4565493921051516197' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4565493921051516197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4565493921051516197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/dieser-pawlow-ist-ein-hund.html' title='Dieser Pawlow ist ein Hund'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-267424779890263455</id><published>2011-10-21T16:26:00.000+02:00</published><updated>2011-10-21T16:26:30.233+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>CANT: Dreams Come True</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Chris Taylor kennt man besser als Bassisten und Produzenten der spätestens seit ihrem prätentiösen Meisterwerk "Veckatimest" aus 2009 auch außerhalb von Hipster County wahrgenommenen New Yorker Band &lt;i&gt;Grizzly Bear&lt;/i&gt;. Nach Gründung seines Labels Terrible Records, auf dem der 30-Jährige etwa das New-Wave-affine Debüt von &lt;i&gt;Twin Shadow&lt;/i&gt; veröffentlichte, legt der Musiker unter seinem Alias CANT eine erste Soloarbeit vor.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;"Dreams Come True", in nur einer Woche und unter Mithilfe seines Schützlings Twin Shadow aufgenommen, ist dabei deutlich elektronischer ausgefallen, als man es nach den Alben seiner Stammband vermuten konnte. Moderne, mitunter zwischen Song und Track pendelnde Stücke mit prasselnden Beats stehen neben 80er-Jahre-tauglichen Synthesizern und unterbrechenden Klavierübungen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Zum an die Produktionen der späteren Radiohead erinnernden "Answer" gesellen sich aber auch zunächst verhuschte und später in Pomp mündende Ausfälle ("Bang", "She’s Found A Way Out"). Egal. Die Hipster werden begeistert sein!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;(Terrible Records / Warp)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 22./23.10.2011 &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-267424779890263455?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/267424779890263455/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=267424779890263455' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/267424779890263455'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/267424779890263455'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/cant-dreams-come-true.html' title='CANT: Dreams Come True'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-5971647668871317637</id><published>2011-10-20T17:24:00.001+02:00</published><updated>2011-10-20T17:24:50.402+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>"Begrabt mein iPhone an der Biegung des Flusses"</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;"Das Ende der Beschwerde": &lt;/b&gt;&lt;b&gt;Der deutsche Autorund Musiker PeterLicht veröffentlicht sein fünftes Album&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; &lt;w:WordDocument&gt;  &lt;w:View&gt;Normal&lt;/w:View&gt;  &lt;w:Zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;  &lt;w:HyphenationZone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;  &lt;w:PunctuationKerning/&gt;  &lt;w:ValidateAgainstSchemas/&gt;  &lt;w:SaveIfXMLInvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;  &lt;w:IgnoreMixedContent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;  &lt;w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;  &lt;w:Compatibility&gt;   &lt;w:BreakWrappedTables/&gt;   &lt;w:SnapToGridInCell/&gt;   &lt;w:WrapTextWithPunct/&gt;   &lt;w:UseAsianBreakRules/&gt;   &lt;w:DontGrowAutofit/&gt;  &lt;/w:Compatibility&gt;  &lt;w:BrowserLevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt; &lt;/w:WordDocument&gt;&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; &lt;w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"&gt; &lt;/w:LatentStyles&gt;&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt;&lt;style&gt; /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Table Normal"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;}&lt;/style&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Aktuell geht es darum, auch wieder einmal an das Gute zuglauben. Während die Nachrichten nahelegen, dass der große Krach erstbevorsteht, sagt die Frustrationstoleranz bereits heute: Es reicht! DerAutopilot wird daher auf Zweckoptimismus gestellt. Auf Geheiß der Therapeutinwandern die Mundwinkel energisch nach oben. Eventuell ist morgen auch noch einTag – ganz bestimmt aber wird es ein besserer sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Der deutsche Autor und Songwriter PeterLicht hat sein neuesAlbum programmatisch betitelt: „Das Ende der Beschwerde“ bezeugt sein Bemühen, dieHoffnung nicht aufzugeben. „Du blickst in die Herde und wartest auf das Endeder Beschwerde und denkst dir: Gesellschaft ist toll, wenn nur all die Leutenicht wären!“ Schneller als man denkt sind die Verhältnisse ohnehin wieder zurStelle, um den Lauf der Dinge in gewohnte Bahnen zu lenken.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Der Künstler alsMysterium&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„Sag alles ab!“ würden Tocotronic entgegenhalten, wenn sichLicht nun auf Peter Sloterdijk („Du musst dein Leben ändern“) bezieht. Wenn aufseinem neuen Album auch Alltagsfluchten und Tagträume erklingen, ist der Kölnerdoch der Liedermacher einer längst in der Wirklichkeit gestrandeten (Pop-)Welt.Ältere Songs aus seiner Feder tragen Titel wie „Wir sind jung und machen unsSorgen über unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, während das aktuelle Werkauch mit dem Wort „Altersvorsorgeaufwendung“ auffällig wird. Der Umstandfreilich, dass dem Mann schon immer der Schalk im Nacken saß, sorgt für eineneigenen Kosmos zwischen gelebter Ernsthaftigkeit, ironischem Bruch undausdrücklichem Schabernack.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bekannt geworden mit dem FM4-Hit „Sonnendeck“ noch unterseinem Alias Meinrad Jungblut im Jahr 2001, war vor allem das Frühwerk desMusikers reichlich vergnügt angelegt. Lo-Fi-Sounds aus dem Heimstudio und Texteüber die „lieben 68er“ („Danke für alles – ihr dürft jetzt gehen. Aber bitteruft uns nicht an!“) wichen auf Alben wie „Lieder vom Ende des Kapitalismus“einem volleren Bandsound und nicht nur hinsichtlich zwischenmenschlicherProblemzonen auch dem ernsteren Unterton. Neben eingängigen Hooklines kam derKarriere auch Lichts Verwirrspiel zugute, sich selbst als Mysterium auszurufen.Fakten zu seiner Biografie verschweigt der Musiker dabei ebenso konsequent, wieer sich für die Öffentlichkeit nicht ablichten lässt. Siehe dazu seine Lesungim Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs 2007, bei der er sich nur vonhinten filmen ließ – und der später Publikums- und 3sat-Preis folgen sollten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Gutausinstrumentierter Akademiker-Pop&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Während Licht zuletzt vor allem für das Theater arbeitete,ist auf seinem fünften Album musikalisch so weit alles beim Alten. Eingespieltmit seinem Produzenten Jochen Naaf, hört man darauf vor allem gut ausinstrumentiertenAkademiker-Pop, dem die Neigungsgruppe Indie mit flirrender Unterhaltungselektroniketwas vordergründiger zuspielt als zuletzt. Dazu legen es der nervös machendeOpener und der kammermusikalisch umrahmte Rausschmeißer atmosphärischer an,während „Neue Idee“ als Lichts Paradeformel des klavierbetonten Uptempo-Songs eifrigThe Cure zitiert. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;PeterLicht entflieht dem Establishment („Die Erfindung desSystems ist die Erfindung der Flucht“), lässt sich im eskapistischen Dunkel derNacht wiederbeleben („Drum führ du mich in die Nacht / Führ mich raus / Gib mireine neue Idee / Schaffen wir uns ab“), er träumt sich hinfort („In unbekanntenRäumen / werden wir vom Unbekannten träumen / und du weißt wir sind frei“ ) undstrandet unter der großen Sonne, die beuteungsschwanger alles Geld verbrennt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;Danach ist man zwar auch nicht schlauer. Es liegt aber nicht zuletzt an Zeilenwie diesen, dass die Mundwinkel – Schmäh ohne! – wieder noch oben zeigen: „Begrabtmein iPhone an der Biegung des Flusses und tragt meine Kundenprofile zurFreibank. Und häuft Euch einen Zuckerberg!“&lt;/span&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;PeterLicht: Das Ende der Beschwerde (Motor Music /Edel) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 21.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-5971647668871317637?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/5971647668871317637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=5971647668871317637' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5971647668871317637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/5971647668871317637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/begrabt-mein-iphone-der-biegung-des.html' title='&quot;Begrabt mein iPhone an der Biegung des Flusses&quot;'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6744699241542364172</id><published>2011-10-19T17:43:00.000+02:00</published><updated>2011-10-19T17:44:22.451+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Die Arbeit der Nacht</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ein Mann schleift die Messer. Er zieht seine Plastikdressüber, betritt einen Raum mit toten Tieren und schneidet einzelne Fleischstückeaus halben Rindern. Ein Krankenbett steht verlassen am Gang. Eine Patientinkommt wieder zu sich. Im Club schreitet der DJ zur Kanzel. Ein Fahrgast will imTaxi zum Kiez.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Am Laufband steht eine Frau, vor ihr dreht die Post ihreRunden. Während die Maschinen pfeifen und surren, spricht niemand ein Wort. ImClub pumpen die Bässe. Der Schlachter macht Rippen zu Spareribs. DerKrankenpfleger schleift Komatrinker und Kampfdrogisten auf ihre Matratze. DieSortiermaschine der Post verweigert den Dienst. Im Club beginnen die Bobos zuschmusen. „Scheiß drauf, Alter, zum Kiez!“ Im Taxi erweist sich der Fahrgast alsRüpel. Er kann den Preis nicht bezahlen. Bestimmt weist ihn der Fahrer zurBank. Die Ärztin gibt einem Komatrinker nüchterne Tipps mit nach Hause: „Dasnächste Mal richtig essen, bevor man anfängt zu saufen!“ Es ist Nacht gewordenin Hamburg, und nicht jeder, der noch wach ist, hat deshalb auch Spaß.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;„Nachtschicht“, ausgestrahlt am Mittwoch zur Geisterstunde, warf einenBlick auf die Arbeit der Nacht. Der NDR-Film von Timo Großpietsch verleitetemit stillen Bildabfolgen zum Aufbleiben, die ein klares, mitunter bedrückendesBild des Erwerbsalltags zeichneten. Der Schlachter sprach von Raubbau amKörper. Der Taxifahrer hatte nicht nur über Erbrochenes zu klagen. Man selbstwar erleichtert, die Nacht fernsehend und schreibend durchwachen zu dürfen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 20.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6744699241542364172?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6744699241542364172/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6744699241542364172' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6744699241542364172'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6744699241542364172'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/die-arbeit-der-nacht.html' title='Die Arbeit der Nacht'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8462424234139301773</id><published>2011-10-14T18:00:00.005+02:00</published><updated>2011-10-14T18:00:45.158+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Verwirrung durch Fast Food</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;„Wie kommt der Blubb in den Spinat?“ – diese Frage aus demArchiv der TV-Werbung ist vergleichsweise noch leicht zu beantworten. Wie allerdings– und dass überhaupt – 34 Gramm Fett im Hamburger Royal TS oder 27 im Big Mac landen,bleibt hingegen im Dunkeln. Wird im aktuellen Werbespot des Franchisers mit demgroßen gelben M doch lediglich darauf hingewiesen, dass die durch dieFleischbank alpenrepublikanischen Rindsviecher – Schlachtruf: Kiah san Kiah! – ganzohne die Beigabe von Fett zubereitet werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Von dieser Randnotiz einmal abgesehen, steht im Bio-Zeitalterder Nachhaltigkeit, sprich der Etablierung grün-politischer Ideen weit über dieHippie-Grenzen hinweg, auch bei der Fast-Food-Kette längst ein Umstand im Vordergrund:Die Produkte wollen als superfrisch, supergesund und von wegenLokalpatriotismus immer auch als rot-weiß-rot vermarktet sein. Siehe dazu die freilaufendenVertragsbauern und ihre Erdäpfel, die gar glücklich gedeihen. Siehe dazu dieprächtigen Tierchen, die sich aus Dankbarkeit am liebsten gleich selbstschlachten würden, um für uns zwischen Salat und Tomate ins Laberl zu hüpfen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ja, es ist eben doch ein Agrarland, dessen Eingeborenen man das Amerikanischenach wie vor austrifizieren muss. Nur folgerichtig, dass das Unternehmensmagazin„bewusst.“, das zuletzt in den Haushalt geflattert kam, aussieht, als hätte dasLandwirtschaftsministerium noch unter Josef Pröll eine Genusskampagnegestartet. Wahrlich, es sind verwirrende Zeiten, in denen wir leben!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 15./16.10.2011)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8462424234139301773?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8462424234139301773/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8462424234139301773' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8462424234139301773'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8462424234139301773'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/verwirrung-durch-fast-food.html' title='Verwirrung durch Fast Food'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-806938608820817950</id><published>2011-10-13T16:44:00.003+02:00</published><updated>2011-10-13T16:49:56.565+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Schlafes Bruder singt ein Lied</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;“Noel Gallagher’s HighFlying Birds“: Der Ex-Mastermind von Oasis ist zurück &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Erschwertund letztlich verunmöglicht wurde ein Dauerurlaub des Rock-’n’-Roll-MillionärsNoel Gallagher von zwei Umständen: Zum einen startete sein Bruder und TodfeindLiam mit dem letzten Line-Up der gemeinsamen Ex-Band Oasis, die heute auf denNamen Beady Eye hört, zügig neu durch. Es galt, die Verhältnisse wieder ins Lotzu rücken. Schließlich war Noel Gallagher das Herz und Hirn von Oasis, währendsich sein Bruder vornehmlich als Schläger und Mikrofonständer verdingte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Zum anderen wurde Noel Gallaghers Frau langsam unrund. Welcherim Geld schwimmenden Gattin ist es zu verdenken, ein wenig Zeit für sich selbsthaben zu wollen? Dem Mann dabei zuzusehen, wie er mit 44 Jahren nicht mehrarbeiten geht und tagsüber Bier trinkt, während man sich selbst nach demGärtner und einem Karton mit Martinis sehnt? Ausgeschlossen! Auf sanften Druckhin, der womöglich mit den Worten „getrennte Schlafzimmer“ in Verbindung stand,begann Gallagher also doch wieder, Songs zu schreiben. Die Frau zwang denGärtner, sich die Demos anzuhören. Der Gärtner ging zu Noel und lobte ihn alsGenie. Noel Gallagher aber antwortete ihm: „Ja. Ich weiß!“ Wenig später liegtnun „Noel Gallagher’s High Flying Birds“ vor, mit dem der Singer/Songwriter zusattsam gewohnten Klängen in die zweite Karriere startet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Dienst nachVorschrift&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Karriere Nummer eins war am 28. August des Jahres 2009 endgültigabgehakt, als Noel auf der Oasis-Homepage bedauerte, keinen Tag länger mitseinem Bruder zusammenarbeiten zu können. Nach einer anfänglich unkaputtbarenWeltkarriere, im Rahmen derer sich Oasis Hit um Hit zu den Aushängeschilderndes Britpop der 90er-Jahre krönten, folgte eine Phase aus Exzess und Skandal,an die sich die Beteiligten nur mehr mit Mühe erinnern. Von der Erfüllung desmit plumpesten Klischees aufgeladenen Rock-’n’-Roll-Traums hin zum Absturzzwischen Körperverletzung, Depression und Kreatief war es nur eine schwere Kokainabhängigkeitweit. Das spielte insofern keine Rolle, als den gemeinen Gallagher nur härtermacht, was ihn nicht umbringt. Gegen die innerfamiliären Konflikte war dannaber kein Kraut mehr gewachsen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ähnlich wie Beady Eye, die dem ersten Gebot von Oasis aufihrem Debütalbum treu geblieben sind – du sollst Lennon / McCartney ehren! –,genehmigt sich auch Noel Gallagher auf seinem Erstling keinenModernisierungsschub. Gut abgesteckte Harmonien, geformt zu routiniert Dienstnach Vorschrift schiebenden bis etwas gar langweiligen Midtempo-Songs, die man stetsauf Anhieb mitsingen kann; akustische Gitarren, elegische Streicher, Klavier,Chöre, Dixieland-Bläser und nachdenkliche Texte: Das alles ergibt ein durchwegswertkonservatives Werk, durch das Noel Gallagher als Schlafes Bruder führt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Und nur eines ist daran erstaunlich: „(Stranded On) The Wrong Beach“ bautauf Akkordfolgen, die jenen von Herbert Grönemeyers Song „Schiffsverkehr“ doch rechtähnlich sind. Rock on!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span lang="EN-GB"&gt;Noel Gallagher’s High FlyingBirds (Sour Mash / Indigo)&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 14.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-806938608820817950?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/806938608820817950/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=806938608820817950' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/806938608820817950'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/806938608820817950'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/schlafes-bruder-singt-ein-lied.html' title='Schlafes Bruder singt ein Lied'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3196592140581902787</id><published>2011-10-13T16:41:00.000+02:00</published><updated>2011-10-13T16:42:04.168+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Glamour mal Falsett</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Der WienerLaptop-Performer Patrick Weber und sein Projekt Crazy Bitch In A Cave&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Kunst,Widerstände zu überwinden, ist hier eventuell nicht nur für den ungeschultenHörer vonnöten. Immerhin machen Falsettgesänge, wie man sie seit den Zeiteneines Jimmy Sommerville nicht mehr gehört hat, und Billigkeyboards, die kräftigplingen und plongen, zwar den Anfang – sie bestimmen das Album dann aber auchzu weiten Teilen. Hat man sich erst an den Sound gewöhnt, den Patrick Weberalias Crazy Bitch in A Cave als Musikant mit dem Taschenrechner in der Hand imHeimstudio großzieht, wird man allerdings reichlich belohnt. Hinter demParavent hält sich ein erstaunlicher Songwriter versteckt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Seine Kreise durch die sogenannte Szene dreht Weber schonseit einigen Jahren. In einschlägigen Clubs wie dem Fluc am Wiener Pratersternoder dem Rhiz am Lerchenfelder Gürtel ist er als regelmäßiger Live-Gastanzutreffen, der vor allem für eines geschätzt wird: Crazy Bitch In A Cave liebtden Glamour – eine Disziplin, die es im heimischen Pop historisch betrachtet nieleicht hatte. Schließlich baut sie auf große Gesten, die in einem kleinen Landnur dann ignoriert werden können, wenn sie die Spinner von London, New York undBerlin möglichst in Tokio kultivieren. Weber sieht diesbezüglich einigesanders. Es schillert und glitzert, wenn er die Bühne betritt, um in seineKunstwelt zu entführen. Man muss sich den Mann mit dem ins Bodenlose fallendenHaar als einen moderenen Alleinunterhalter vorstellen, dem es nicht nur um dieMusik geht. Mit Laptop, gelegentlicher Unterstützung in Sachen Background-Gesangund vor reichlich optischem Zierrat, legt der privat als introvertiertumschriebene Kunststudent seine Rolle als Verkleidungskünstler kaum schüchternan. „Standing in line my dear / what you want I got it here“ – dabei hat man esaber nicht mit der namensgebenden „bitch“, sondern mit einer Diva zu tun, diestolz durch die Nacht schreitet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;In dunklen Stunden gelten bekanntlich eigene Regeln. DieVorgaben des Alltags weichen dem Wunsch nach Zerstreuung und Spaß.Realitätsflucht hin zu den Verheißungsangeboten, die im Club an oder hinter derBar lauern und von Weber musikalisch entsprechend übersetzt werden. Der Musikerselbst legt sein Tages-Ich ab und mutiert zum queeren Performer, der, nichtMann, nicht Frau, auch im Transgender-Tutorium deiner Fakultät als Objekt derBegierde gilt. &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nachdem man sich von Weber als Gesamtkunstwerk bishervornehmlich live überzeugen konnte, liegt mit „Particles“ nun das langerwartete Debütalbum von Crazy Bitch In A Cave vor. Veröffentlicht auf demWiener Kleinlabel Comfortzone (Cherry Sunkist u.a.), hat man es dabei mit einemösterreichischen Album des Jahres zu tun. Die zwölf ebenso zuhause wie selbst produziertenund im Studio von Patrick Pulsinger lediglich abgemischten Songs untermauernWebers Erfolgsformel – Glamour mal Falsett! –, und gedeihen überwiegend aufeinem Nährboden aus Elektropop und R ’n’ B. Darüber hinaus geht es mit House-Beatsin die Disco und mit Prince in die Federn. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Pop in strahlenden Neonlettern&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die eingangs erwähnten Trash-Sounds finden ihren Höhepunktzwar in einem Autotune-Ausflug, den man erst einmal verdauen muss – zwischendurchgeht es dann oft aber auch betont stilsicher zu. Aus dieser Ecke kommt etwa dasTitelstück als klug arrangierte Laptop-Symphonie oder „Far From Sleep“, das anPhilip Glass denken lässt und vergleichsweise klassisch klingt. Klarinetten undSaxofon arbeiten wohltuend zu, wenn Weber mit „Feel Me Now“ etwa auch inRichtung Vaudeville und Cabaret aufbricht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Eines freilich verbindet sämtliche Songs: ihr Bekenntnis zum Pop, der inForm dreier Neonlettern die Nacht hindurch strahlt. Man höre etwa die Single-Auskopplung„On Top“ oder mit „I Quit“&amp;nbsp; einen möglichenHit, den Prince in den 80er-Jahren gerade doch nicht geschrieben hat.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Crazy Bitch In A Cave: Particles (Comfortzone / Trost)&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 14.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3196592140581902787?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3196592140581902787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3196592140581902787' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3196592140581902787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3196592140581902787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/glamour-mal-falsett.html' title='Glamour mal Falsett'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4863985708196349039</id><published>2011-10-13T16:40:00.005+02:00</published><updated>2011-10-13T16:41:01.660+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Hänseln bei Gretel</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bei Oma und Opa regiert um 16 Uhr Barbara Karlich. Das hatlaut Oma den Vorteil, dass man manchmal auch etwas Lustiges sieht. Opa zufolgelässt es sich währenddessen so gut schlafen wie sonst nur, wenn die Autos imKreis fahren.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Am Mittwoch schloss man sich an, den Mythos zu ergründen.„Früher wurde ich gehänselt – schaut, was aus mir geworden ist!“ lautete dasThema, das erwachsene Menschen ins Studio brachte, die als Kinder„Bohnenstange“, „Kirchenmaus“ oder „Fliegenscheißer“ geheißen wurden – bei Letzteremmusste auch das Publikum lachen, das vor Entsetzen sonst nur den Kopfschüttelte. Wurden doch gar schreckliche Geschichten über Frotzeleien durchMitschüler erzählt, die man, Scherz, selbst vor allem aus der Tätersichtkannte. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wie Barbara Karlich ihr Metier seit weit über 2000 Sendungenwerktäglich durchsteht, blieb dabei in Rätsel. Im bronzefarbenenZeitgeistdirndl ließ die Talk-Masterin als resche Gretel aber keinen Verschleißerkennen. Offen interessiert („Hättest du dich jemandem anvertrauen können?“) amSchicksal der Gehörnten, befanden sich Karlich und ihr Gäste immer aufAugenhöhe.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Freilich hätte man es nicht mit einer Talk-Show zu tun,spielte die Moral keine Rolle. Letztlich, so der küchenpsychologische Tenor,müsse man sich selbst akzeptieren. Die Freude darüber, dass die Täterinnen voneinst heute verhärmte Hausfrauen sind, „die sich nicht mehr herrichten für denMann“, blieb dennoch unerlässlich.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Denn, so Barbara Karlich zum Abschluss: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten.“Genugtuung mit präventiver Absicht.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 14.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4863985708196349039?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4863985708196349039/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4863985708196349039' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4863985708196349039'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4863985708196349039'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/hanseln-bei-gretel.html' title='Hänseln bei Gretel'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3569449570663864442</id><published>2011-10-11T16:57:00.003+02:00</published><updated>2011-10-11T16:58:13.748+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Gepflegter Irrsinn und heiliger Ernst dominieren ihr Reich</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Die kultisch verehrteUS-Band Melvins triumphierte in der Wiener Arena&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Was ist Blasphemie? Am Beispiel der Melvins die Randnotiz,dass man einem synchron spielenden Schlagzeugdoppel zuletzt ausgeliefert war,als Ringo Starr in der Arena gastierte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Solchermaßen bei Glaubensfragen gelandet, bestätigte sich amMontag am selben Ort: Die Melvins sind keine Band. Sie sind eine Religion,deren Gefolgschaft so treu ist wie erlesen. Während die katholische Kirche erlernt,wie man sich selbst dezimiert, hielt die US-Formation ihre Gemeinde exklusivwie schon die Church of Satan. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;In ihrer Nische kümmert sich das Quartett um Buzz Osborne (Git)und Dale Crover (Dr) um eine Verarbeitung des Hardrock der 70er-Jahre. Dieserwird von den Solos befreit, im Tempo gedrosselt und experimentell aufgebrochen:gepflegter Irrsinn als heiliger Ernst. Davor ging auch Kurt Cobain in die Knie,der den Melvins zu einem Major-Label-Vertrag verhalf, den man drei Alben späterals „Phase“ abhaken durfte. Aufgefangen von Mike Patton, kooperierten dieMelvins auf Dröhnland mit Lustmord und verorteten sich mit Live-Soundtracksauch noch im Kino.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Bohrende Bässe&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;In der Arena wurde aus dem gut 20 Alben starken Gesamtwerk geschöpft.Zum aktuellen Material gesellten sich Songs aus „Stoner Witch“ oder „Bullhead“,wobei sich Jared Warren am Bass als Gladiator im Cäsarenwahn inszenierte, währendBuzz Osborne, den man sich vorstellen muss als eine Mischung aus Robert Smithvon The Cure und Tingeltangel Bob von den Simpsons, sein Haar für unsschüttelte. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Zu Songs wie „Hung Bunny“ sägten und schliffen die Gitarren.Der Bass bohrte sich in den Magen, das Doppelschlagzeug, polternd, vernichtetesein Werk. Ein Konzert, so groß und mächtig wie das stärkste Glied in derKette, das sich im laut-und-luisen „Lizzy“ oder im stampfenden „A History OfBad Men“ finden ließ.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bestärkt im Glauben verließ man die Kirche. Frei nach Nick Cave: Halle-fucking-lujah!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 12.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3569449570663864442?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3569449570663864442/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3569449570663864442' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3569449570663864442'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3569449570663864442'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/gepflegter-irrsinn-und-heiliger-ernst.html' title='Gepflegter Irrsinn und heiliger Ernst dominieren ihr Reich'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-98610888499631321</id><published>2011-10-07T17:37:00.000+02:00</published><updated>2011-10-07T17:38:28.320+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Lieder mit der Teslaspule</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;„Biophilia“: Die isländische Pop-Grenzwandlerin Björk bleibt ihremradikal-experimentellen Kurs treu. &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Björk. „Andthey say back then our universe / Wasn’t even there until a sudden bang / Andthen there was light, was sound / Was matter and it all became the world weknow” – Nein, es ist nicht genug damit, dass sich die Sängerin im Laufe einermit genialisch-bizarren Einfällen nur so ausgefüllten Weltkarriere als Gesamtkunstwerkinszenierte, um die Grenzen von Pop nicht nur auszuloten, sondern sie dauerhaftniederzureißen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Aktuell geht es darum, mit einem multimedialen Konzeptalbum zurückzum Ursprung zu kehren. Björk erklärt auf ihrem achten, als „erstes App-Albumder Geschichte“ veröffentlichten und die Schnittstelle von Musik, Natur und Technikumkreisenden Studioalbum „Biophilia“ nichts weniger als die Entstehung derWelt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Auch im konsequent der Kunst geschuldeten Universum vonBjörk ist es wichtig, wie in den Niederungen des Pop allfällige Superlativeimmer weiter zu steigern. Allerdings bedeutet das in diesem Fall, dass nichtdas Offensichtliche immer offensichtlicher, sondern das Abstrakte immerabstrakter wurde. Nach kommerziell erfolgreichen Anfängen als schrilleMarkantsängerin mit Arbeiten wie „Debut“ oder „Post“, mit denen Björkpostmodern Rave, Jazz und Musical-Elemente in ihre Kunst eingemeindete, ist die1965 als Björk Guðmundsdóttir in Reykjavík geborene Sängerin spätestens mitihrem Album „Vespertine“ 2001 in der Hypermoderne gelandet. Diese dockte aber wenigerbei Bezugspunkten im Populären, sondern vielmehr bei der Neuen Musik im Sinnevon Karlheinz Stockhausen und Pierre Schaeffer an.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Unter Ausblendung herkömmlicher Songstrukturen verzichteteBjörk schließlich weitestgehend auf eingängige Rhythmen, also die für dasFormat „Song“ zentralen Beats, und die ansonsten den Ton angebendenInstrumente. Die menschliche Stimme allein reichte für Björks Schwanengesängeauf das Konventionelle, die die Sängerin mit geschichteten Vokalspuren auf „Medúlla“2004 in Interaktion mit sich selbst präsentierten. Seither erklärt dieIsländerin weit abseits der Single-Charts, wie man seinen Ruhm auch alsungehörte Künstlerin noch weiter ausbaut.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/--JrUaq6hd3Q/To7aCr4DBRI/AAAAAAAAAM4/sv9ppA1NzNo/s1600/Pressphoto02_face_Crystalline_PhotoCredit_InezvanLamsweerdeandVinoodhMatadin_300CMYK.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/--JrUaq6hd3Q/To7aCr4DBRI/AAAAAAAAAM4/sv9ppA1NzNo/s320/Pressphoto02_face_Crystalline_PhotoCredit_InezvanLamsweerdeandVinoodhMatadin_300CMYK.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr style="font-family: inherit;"&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Foto: Inez van Lamsweerde andVinoodh Matadin&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; font-family: inherit; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Immerhin eroberte sich die Frau bereits im Jahr 2000 mit derHauptrolle in Lars von Triers filmischem Muscial-Drama „Dancer In The Dark“ einPublikum, das über ihre solchermaßen an Grenzen stoßende Fanschar hinausreichte.Und sie bezauberte und irritierte bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele2004 in Athen gleichermaßen, als sie das Muttertier aller Völker verkörperte, dessenKleid sich im Stadionoval zu einer 900 Quadratmeter großen Weltkarteentfaltete. Auch dank kunstvoller Musikvideos, in denen Björk ihreesoterisch-mythischen Wurzeln als Fabelmutantin zwischen Ozeanien und OuterSpace schlug, war ihre Beteiligung an „Drawing Restraint 9“, einem weiteren OpusMagnum ihres Lebensgefährten Matthew Barney, als Schauspielerin und Komponistingar nicht mehr nötig, um sich in der Kunstwelt zu legitimieren.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„Biophilia“ soll alledem nun die Krone aufsetzen. Und es istals bisher ambitioniertestes Projekt der Isländerin dabei so umfangreich undprätentiös ausgefallen, dass das Staunen im Zuge des Erstkontaktes denAbschaltreflex nur nach Punkten besiegt. Erstveröffentlicht als Applikation füriPhone, iPad und iPod Touch, deren Menü vom Brummen des Orbits begleitet wird,navigiert man sich durch die zehn jeweils als eigene Apps abrufbaren Songs, diemiteinander ein Sternensystem bilden. Während der aus Fernsehdokumentationenbekannte Naturfilmer David Attenborough mit der Erzählstimme eines britischen Märchenonkelsbedeutungsschwer in das Projekt einführt, gibt es neben Animationen oder einerPartitur des jeweiligen Albumstücks dabei auch die Möglichkeit, die Songs imRahmen eines 3-D-Games selbst zu modifizieren. Die als Revolution verkaufteDistributionsform und ihre Begleitprodukte werfen aber auch die Frage auf, obsie nun wirklich nur der Kunst wegen erfunden wurden, oder in Zeiten derrückläufigen Albumverkäufe nicht doch auch ein willkommenes Kapitalakkumulationsvehikelvon Apples Gnaden darstellen. Tatsächlich dürfte es selbst für Björk heuteschwierig sein, das Großprojekt samt einer Tournee zu finanzieren, die alsüberdimensioniertes Spektakel inklusive Symposien zur Deutung des Björk’schenGesamtwerks (!) über die Bühne gehen soll.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-bY-EhwfD2DQ/To7afyfFA6I/AAAAAAAAAM8/Y73_W2R5NXE/s1600/Pressphoto02_lough_Crystalline_PhotoCredit_InezvanLamsweerdeandVinoodhMatadin_300CMYK.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-bY-EhwfD2DQ/To7afyfFA6I/AAAAAAAAAM8/Y73_W2R5NXE/s320/Pressphoto02_lough_Crystalline_PhotoCredit_InezvanLamsweerdeandVinoodhMatadin_300CMYK.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr style="font-family: inherit;"&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Foto: Inez van Lamsweerde andVinoodh Matadin&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; font-family: inherit; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wie Songtitel wie „Dark Matter“ („Dunkle Materie“) oder„Cosmogony“ („Die Entstehung der Welt“) bereits nahelegen, geht es in zehn aufder zuletzt strikt wissenschaftlichen Bettlektüre Björks basierenden Vorlesungseinheitenzum Thema Evolution, DNA, Kontinentalplattenverschiebungen, Schwerkraft,Mondzyklen und Virologie um die letzten großen Fragen der Menschheit und darum,was Björk aus ihnen macht – bei „Virus“ also zum Beispiel eine zum tragischen Scheiternverurteilte Liebesgeschichte zwischen Zelle und Virus. Zur musikalischenÜbersetzung dienen eigens erfundene Instrumente wie eine Kreuzung aus Celestaund Gamelan oder eine elektrisch gesteuerte Pendelharfe, die live ebenso zumEinsatz kommen wird wie eine Tesla-Spule, die passend zum Song „Thunderbolt“ („Blitzschlag“)gleichsam Funken versprüht und die Bassspur verantwortet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Musikalisch setzt Björk damit den radikal-experimentellen Forstwegihres Spätwerks kompromisslos fort, ohne dem Sinnspruch aus dem Eröffnungsstückfreilich selbst zu gehorchen. Er lautet: „Der beste Weg, um neu zu starten, istes, jämmerlich zu scheitern.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Björk scheitert nicht, sie klingt nur seltsam. Harfenklängeund die verhaltensauffälligen Gesänge der Marke Sakrahaxn allein bestimmenStücke wie „Moon“ und „Solstice“, rurale Bläser verrichten ihr Werk bei„Cosmogony“ unaufdringlich im Hintergrund, und dazwischen pumpen und pfeifendie Orgeln aus dem Lehrbuch der modernen Klassik. Pop spielt – immerhin – noch insoferneeine Nebenrolle, als bei „Crystalline“ ausgerechnet das heute auch nur mehr inder Nische anzutreffende Drum-’n’-Bass-Genre ausgegraben wird und einmächtiger, posttechnoider Beat mit „Mutual Core“ einen Album-Höhepunkt in dieAtmosphäre böllert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Danach sind die großen Fragen der Menschheit zwar so weit erörtert – eineetwas kleinere allerdings bleibt: Was soll nach „Biophilia“ noch folgen? Aktuellherrscht Übersättigung. Man kann und will es gar nicht wissen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Björk: Biophilia (Universal Music) &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 8./9.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; font-size: 12pt;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-98610888499631321?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/98610888499631321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=98610888499631321' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/98610888499631321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/98610888499631321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/lieder-mit-der-teslaspule.html' title='Lieder mit der Teslaspule'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/--JrUaq6hd3Q/To7aCr4DBRI/AAAAAAAAAM4/sv9ppA1NzNo/s72-c/Pressphoto02_face_Crystalline_PhotoCredit_InezvanLamsweerdeandVinoodhMatadin_300CMYK.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7049104172285746836</id><published>2011-10-06T12:55:00.002+02:00</published><updated>2011-10-07T10:35:52.047+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Errettung auf Pause</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Bob Geldof feierte seinen 60. Geburtstag mit einem Konzert im WienerBurgtheater.&lt;/b&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;„Ein Konzert von zwei Stunden – und dann kennt man nur einenSong“: Nach „ I Don’t Like Mondays“ gegen Ende seines Auftritts im Burgtheater gabsich Bob Geldof zwar bewusst selbstironisch. Allerdings brachte der Sänger, deran diesem Mittwochabend seinen 60. Geburtstag feierte, damit auch eine Tatsacheauf den Punkt. In der Öffentlichkeit auffällig wird der Mann schon lange nichtmehr als Musiker, sondern nahezu ausschließlich mit seinem Engagement für dieErrettung der Welt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Immerhin organisierte Geldof nach einem diesbezüglichen Erweckungsereignisin den 80er-Jahren die Projekte Band Aid und Live Aid gegen die Hungersnot inÄthiopien. Er engagierte sich für den Schuldenerlass der Dritten Welt und gastiertebei einschlägigen Clubbings zwischen UN-Vollversammlung und IWF-Gipfel. Seitheralso leidet Bob Geldof im Dienst der guten Sache und stellvertretend für dasBemühen in uns als zweites bestätigtes Rock-’n’-Roll-Opfer am Morbus Bono: „Lassteuch nicht erzählen, dass das, was wir hier machen, keinen Sinn hat!“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Musikalisch kehrte Geldof nach einer zehnjährigenVeröffentlichungspause erst heuer mit dem Album „How To Compose Popular SongsThat Will Sell“ zurück, dessen Titel bereits eine gewisse Ratlosigkeitvorwegnahm. Was soll und will man machen? Es lag an seiner sechsköpfigen Band,die zumindest zur Hälfte so aussah, als hätte man sie gegen die Zeche aus demnächstgelegenen Irish Pub engagiert, das Ausgangsmaterial live zwingender zugestalten.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Spaß an der Freud' &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Tatsächlich entfaltete das Konzert einen Charme, der auf dieDestillierung Geldofs selten zwingenden Outputs auf sein fruchtbares Substratund viel Spaß an der Freud’ zurückging. Über weite Strecken dominierte der vonirischem Folk getragene Sound des Albums „The Vegetarians Of Love“ – Flötenpfiffen gar liebliche Melodeien, die man der Neigungsgruppe Tullamore Dew nichtwirklich zugetraut hätte, rustikaler ging es an der Bratlgeige und am Akkordeonzu. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dabei setzte es zahlreiche Songs aus dem programmatisch betiteltenAlbum „Sex, Age &amp;amp; Death“, mit dem Geldof 2001 eine veritable Lebenskriseverhandelte. Aus dem neuen Werk hörte man mit „Dazzled By You“ einenRausschmeißer für die Sperrstunde, oder das bluesige, auf „Summer In The City“von The Lovin’ Spoonful basierende „How I Roll“. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Geldofs Stimme mag sich im Boomtown-Rats-Gedächtnisblockbisweilen selbst als hilfsbedürftig erwiesen haben, zwischendurch erinnerte sieaber auch an den Sprechgesang eines Bob Dylan, wenn dieser den BFI-Kurs „SaubereAussprache für Anfänger“ belegt hätte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Bis auf einen Exkurs nach Nordirland war Politik an diesemAbend kein Thema. Burgdirektor Matthias Hartmann gratulierte, Schmäh, zumVierziger, die Band gab ein Ständchen – und dann reichte es. Beim nächsten Malwird wieder die Welt gerettet.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;(Wiener Zeitung, 7.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7049104172285746836?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7049104172285746836/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7049104172285746836' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7049104172285746836'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7049104172285746836'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/errettung-auf-pause.html' title='Errettung auf Pause'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4120650645028366703</id><published>2011-10-05T16:40:00.004+02:00</published><updated>2011-10-05T16:40:43.718+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Über- und Untergänge</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Kunst des Übergangs gehört nicht nur zu den Raffinessenim Alltag des DJs. Auch der gemeine Nachrichtensprecher kann sich den Dienstinteressant gestalten, indem er Beitrag A und Beitrag B vom Missing Linkbefreit. Immerhin gilt es, zumindest den Raum zwischen zwei Weltuntergängen einStück weit erträglich zu machen. Oder anders gesagt: Wenn Märkte nervös unddeprimiert sind, soll zumindest der Seher noch beruhigt sein und schmunzelndürfen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Weil im redaktionellen Alltag die Zeit häufig knapp wird,ist mehr als ein Schmunzeln allerdings selten möglich. Ausgerechnet das zuStudienzwecken auserwählte „Wien heute“ gab sich am Dienstag besonders schmähstad.Dem Gram der Wiener zufolge mag die Welt im Sekundentakt untergehen – die in derentsprechenden Ausgabe serviceorientiert ausgerichtete Sendung brauchte hörbar nurwenig Erheiterndes zur Kompensation. Davon, dass Elisabeth Vogel nicht um denSalzburger Stier buhlt, einmal ganz abgesehen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Von der Eröffnung eines Hotels ging es holprig zum neuenTeamchef („Er wird voraussichtlich nicht in dem neuen Hotel in Schönbrunn wohnen...“), dessen Qualifikation sanft bezweifelt und für die nächste Anmoderation frechals Steigbügelhalter verwendet wurde: „Top ist jedenfalls die Augenklinik der MedUniWien im AKH“ – nun ja.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dass der Sauriersaal im Naturhistorischen Museum seinePforten nach einer Umgestaltung wieder öffnete, sorgte letztlich für deneinsamen und traurigen Höhepunkt im Subgenre der Verknüpfungsliteratur: „Fürdie Saurier kommt er definitiv zu spät: Heute ist Welttierschutztag.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Da wäre mehr möglich gewesen, aber egal. Und nun zum Wetter.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 6.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4120650645028366703?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4120650645028366703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4120650645028366703' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4120650645028366703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4120650645028366703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/uber-und-untergange.html' title='Über- und Untergänge'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8284649950598993406</id><published>2011-10-01T10:59:00.003+02:00</published><updated>2011-10-01T10:59:24.778+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Wahrheit und Wirklichkeit</title><content type='html'>&lt;div class="em_cnt_artikelansicht ui-tabs-panel ui-widget-content ui-corner-bottom" id="em_cnt_artikel"&gt;&lt;div id="em_artikelansicht_artikel"&gt;&lt;div class="em_artikelansicht_zusatzcontent em_right em_cnt_zoom" rel="/_em_daten/_cache/image/wzo/0xUmFuZG9tSVYwMTIzNDU2NzC9Ub7MvX5cODO68mEVFi7n6MDj8X5Dz0PvBvb1XY1EQKmKGWXoAqX2jmJPIySVLtJpqzkV0l6nS1J+OWtJ0537VpaSeorl7g==.jpg"&gt;&lt;div class="em_zusatz_box_container"&gt;&lt;div class="em_zusatz_box"&gt;&lt;div class="em_zusatz_box_body" style="position: relative; z-index: 1;"&gt;&lt;span class="em_cnt_caption em_cnt_zoom_visible em_left"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="em_cnt_copyright em_cnt_zoom_visible em_right"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="em_cnt_caption em_cnt_zoom_hidden em_left"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="em_cnt_copyright em_cnt_zoom_hidden em_right"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="em_clear" style="font-family: inherit;"&gt;"Es erscheint mir als ein politisches Gebot der Stunde, Mut zur Wahrheit zu beweisen. Zur Wahrheit, was die wirklichen Probleme in unserer Gesellschaft betrifft." - Allein, wie kommt man der Wahrheit über die Wirklichkeit näher? Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch zeigte sich ratlos. Er lud Thilo Sarrazin nach Graz, wo das umstrittene SPD-Mitglied von 700 Gästen freundlich empfangen sowie von Demonstranten kritisch beäugt wurde.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" id="absatz1" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;Der Mann, der die Integrationsfähigkeit bestimmter Migrantengruppen ebenso bezweifelt wie ihre Intelligenz, der Hartz-IV-Empfängern zynische Spartipps gibt und ein Kernproblem der Gesellschaft im mangelnden Fortpflanzungswillen der "Oberschicht" ortet, blieb in der "ZiB2" nüchtern. Die fehlende Erregung verband ihn dabei ebenso mit den oberen Zehntausend wie vermutlich auch sein Hang zur Selbstüberzeugung: "Wichtig ist, dass man jetzt über viele Fragen offener redet. Was sich daraus ergibt, wird man abwarten müssen." Schließlich wurden schon ganz andere Kaliber als sein Buch "Deutschland schafft sich ab" erst später auch als solche erkannt: "Da erlauben Sie mir jetzt einen kleinen Scherz. Als Karl Marx ,Das Kapital veröffentlicht hat, da hatte sich ein Jahr danach auch noch nicht viel getan."&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;Kein Scherz, dass Sarrazin die Rolle der Frau letztlich wieder auf jene der Gebärmaschine reduzierte. Ob man sich über diese Aussage oder doch den Umstand eher erregte, dass das Gespräch an dieser Stelle ohne Gegenfrage beendet wurde, blieb dabei ebenso rätselhaft wie eines: die wirkliche Wahrheit hinter Sarrazins Thesen.&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="em_text"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;(Wiener Zeitung, 1./2.10.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8284649950598993406?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8284649950598993406/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8284649950598993406' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8284649950598993406'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8284649950598993406'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/10/wahrheit-und-wirklichkeit.html' title='Wahrheit und Wirklichkeit'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6641362850919607811</id><published>2011-09-29T17:06:00.001+02:00</published><updated>2011-09-29T20:16:59.175+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Weltschmerz und Wasserbier</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;Am Mittwoch startete erstmals das Waves Vienna - Wiens Club- und Showcasefestival&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Drinks spielten am Eröffnungstag des Waves Vienna nicht nurinsofern eine Rolle, als die überpräsenten Hauptsponsoren ihrenIndustrie-Whisky aufdringlich bewarben und das Seidl vom Wasserbier um 3,60Euro feilboten. Weil Wiens dringend benötigtes, erstes Club- undShowcase-Festival großen Wert auf Networking legt - mit einer Konferenz wirdauch noch heute, Freitag, vor allem auf die Ost-West-Achse geschielt - und beimTrinken bekanntlich die Leut’ zusammenkommen, wurden aber zumindest die geladenenGäste schon im Vorfeld darauf hingewiesen, dass mit Freibier zu rechnen ist.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Und weil zum Auftakt der ersten Saison am Mittwochmusikalisch die Schwermut regierte, wurde so auch der Weltschmerz ertränkt. ImWiener Stadtsaal, wo aufgrund eines "Planungsfehlers" zahlreichePlätze frei blieben, spielte schließlich keine Geringere als Soap &amp;amp; Skinvor Delegierten und Szenemenschen. Live an Klavier und Laptop und von einem alsschwarze Armada getarnten Ensemble begleitet, wurde dabei der Gott des Todesbesungen und wie gewohnt nachdrücklich zum Trauermarsch geblasen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Schmerz und Scherz&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;Die östlichen Nachbarn von Longital durften im Anschluss den Umstand ausbaden,dass die Tages-Headliner zeitgleich gebucht und das Publikum somit in die Clubsgelockt wurde: Im Flex kam es zu einem Wiederhören mit den britischenPost-Punk-Heroen Gang of Four, während sich am Clubschiff die besser als EMAbekannte US-Amerikanerin Erika M. Anderson vorstellte.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Die als Teil des Drone-Folk-Duos Gowns einschlägigvorbelastete Musikerin sorgte mit ihrem Debütalbum "Past Life MartyredSaints" heuer nicht von ungefähr für Stimmung in der Blogosphäre. Mit vonden Nachwehen des Grunge-Genres beeinflussten Lo-Fi-Studien, deren Intensitätauf Reduktion fußt, ging es inhaltlich bevorzugt um eines: Schmerz, Depression,Seelenpein und Post-Teenage-Angst bis hin zum Suizid-Exkurs.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Auf einer abwegig ebenerdigen, sprich unterirdischerrichteten Bühne, brachte EMA mit ihrer solchermaßen nur hörbaren Band anKeyboards, Schlagzeug, Gitarre und E-Geige die Boxen zum Glühen. Nach"Marked" als Mark und Bein durchdringender Opener multiplizierte sichihre Nähe zum Grunge live doch erheblich. Grobschlächtige, wuchtige und wütendeRiffs, weit ausladende Feedback-Schleifen und Walls of Sound als wärmende Ungetümegegen die Kälte der Welt konnten dabei nicht verschleiern, dass EMAs Herz immerauch für große Melodien schlägt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Ehe der unter Proberaum-Niveau abgefallene Zugabenteilerklärte, wie man ein gutes Konzert am Ende doch noch beschädigt, ging das vorallem mit einer live ausgedehnten Version des störrischen "ButterflyKnife" oder bei "Milkman" gut, dessen Industrial-Sound live mitden Mitteln des Punk deutlich geschliffen wurde.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;Die Verstärker pfiffen, die Ohren sausten, EMA selbstscherzte und brach die Schwere ihres Werks ("I’m just 22 and I don’t minddying") mit guter Laune. Wer hätte das gedacht, dass die Soirée an diesemAbend weniger an der Welt, sondern vielmehr am Wasserbier leiden würde?&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;(&lt;a href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/pop_rock_jazz/400541_Weltschmerz-und-Wasserbier.html"&gt;Wiener Zeitung, 30.9.2011&lt;/a&gt;) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6641362850919607811?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6641362850919607811/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6641362850919607811' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6641362850919607811'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6641362850919607811'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/weltschmerz-und-wasserbier.html' title='Weltschmerz und Wasserbier'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2310404877580532679</id><published>2011-09-29T17:01:00.004+02:00</published><updated>2011-09-29T17:01:41.772+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Herbstliche Wiederkehr</title><content type='html'>&lt;b&gt;Eine Frau hat den Blues: "Metals", das erste Albumvon Feist seit viereinhalb Jahren&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wie man sein erstes Album seit viereinhalb Jahren anlegt,erklärt Leslie Feist derzeit so: Weniger als ein Magnum Opus sollte es nichtsein. Dass "Metals", das heute, Freitag, erscheint, dabei aufsÄußerste unangestrengt klingt, ist auch eingedenk der hohen Erwartungshaltungauf einen vermuteten Kraftakt zurückzuführen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Wie die kanadische Songwriterin in Interviews offen erzählt,sei es nach der Tour zu ihrem Vorgängerwerk "The Reminder" (2007)Zeit für eine Pause gewesen. Immerhin war Feist gut sieben Jahre lang imKreislauf aus Aufnahmen und Konzerten gefangen, worin die 1976 Geborene alsdurch die Weltgeschichte strawanzende Sängerin zwar zunächst kein Problem sah.Das Privileg, mit ursprünglich für ein überschaubares Publikum gezimmertemLiedgut plötzlich an der Spitze der Charts zu stehen, brachte bald aber dieErkenntnis mit sich, dass Kunst auch von "müssen" kommt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Erfolge mit MajorLabel&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Nach ihrem Solodebüt "Monarch (Lay Your Jewelled Head Down)", das1999 noch keine Beachtung erfuhr, vertraute sich Feist zunächst der kanadischenSzene an: Für ihre WG-Kollegin Peaches verdingte sie sich live in Latex undLeder. Vor allem ihre Mitgliedschaft bei den Indie-Euphorikern Broken SocialScene brachte Feist dann aber auch einer größeren Öffentlichkeit nahe. Paralleldazu blieb ihr der nötige Freiraum, die Solokarriere voranzutreiben. MitUniversal nahm sich schließlich ein Major Label der Sängerin an. Dort begannman zu wittern, dass nicht nur mit Eintagsfliegen, sondern auch mit solidemHandwerk Geld gemacht werden könnte.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;"Let It Die" wurde zum Überraschungserfolg, diebreit gefächerte Mischung aus Indie-Rock, Soul, Pop und Chanson traf ins Volle.Feists betörende Stimme und ein Mix aus introspektiven Balladen undherzerweiternden Feel-good-Hymnen verkaufte sich ein halbe Million Mal. Daskommerziell noch erfolgreichere "The Reminder" schließlichuntermauerte Feists Ausnahmestellung, scheiterte bei den Preisverleihungen aberam Durchbruch von Amy Winehouse.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Freunde der frühen Feist werden auf "Metals" nunzwar den weltumarmenden Gestus ihrer Kunst vermissen. Tatsächlich scheint sichdie Songwriterin heute aber auf dem Höhepunkt ihres Schaffens zu befinden.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Geschrieben im Herbst des Vorjahres, arrangiert mit ihrenalten Weggefährten Gonzales und Mocky in Toronto und aufgenommen inmitten derpräpazifischen Kliffgegend im kalifornischen Big Sur, wird das Album von einemmelancholischen Grundton bestimmt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Gedämpftmelancholisch&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Diesen Grundton übersetzen nicht nur rohe Blues-Gitarren musikalischentsprechend gedämpft. Trauermarschtaugliche Bläser, archaischeWestern-Szenarien klimpernd durchstreifende Percussions und Streicher, die diekarge, Feists Stimme viel Raum lassende Soundlandschaft mitunter doch insÜppige überführen, stehen neben jazzlastigem Klavier und Kontrabass als Musikfür traurige Barhocker. Diese paart sich, wie bei "Caught A LongWind", Blues-affin mit fernöstlichen Harmonien und Breitwandsounds in nureinem Stück. "The Bad In Each Other" lässt mit einem Refrainaufhorchen, der auch von Antony &amp;amp; The Johnsons stammen könnte, während dasbeschwingte "A Commotion" Eingängigkeit und Experimentierfreudebeglückend vereint. Zu hübschen Folk-Miniaturen wie "Cicades AndGulls" und allzu lieblichen Songs wie "Bittersweet Melodies"gesellt sich mit "Anti-Pioneer" ein herzergreifender Walzer, der inseiner reduzierten Bescheidenheit das Gegenteil von ausbrechenden Epen wie"Undiscovered First" darstellt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Gänsehaut machende Songs und punktgenaue Arrangements alshomogener Zyklus mit einem Überschuss an Melodien, dem zum Trotz sich Feistweiter denn je von chartstauglichem Pop entfernt. Abgesehen von den Texten, diesich teils etwas betulich im Naturlyrischen verlaufen, hat man es mit einemAlbum des Jahres zu tun - nicht nur in seinem Fach.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;i&gt;Feist: Metals (Universal Music) &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(Wiener Zeitung, 30.9.2011) &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2310404877580532679?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2310404877580532679/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2310404877580532679' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2310404877580532679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2310404877580532679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/herbstliche-wiederkehr.html' title='Herbstliche Wiederkehr'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3563008852653329680</id><published>2011-09-23T18:45:00.000+02:00</published><updated>2011-09-23T18:45:45.449+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Heute wird wie gestern sein</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;Kitty, Daisy &amp;amp; Lewis,drei Geschwister aus London, und ihr belebender Retro-Pop: Live am Sonntag in der Wiener Arena.&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;Zuletzt befandman sich im Wiener Volksgarten Pavillon unter Swingern. Die entsprechendeNeigungsgruppe, die dort jeden Montag zum Tanz lädt, riss in ihrem Elan auchdie Grillfanatiker vom Barbecue mit. Infizierende Lebenslust, als flotte Sohle aufdas Parkett gelegt: Neben ewigen Referenzgrößen wie den Garagenbands der 60er-Jahre,den Helden des Post-Punk oder dem längst amnestierten 80er-Jahre-Pop darf es inder Popkultur heute noch wesentlich ursprünglicher zugehen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Das hat teils weniger mit der Musik zu tun als vielmehr miteinem grundsätzlichen Epochen-Revival. Siehe dazu die Erfolge der österreichischenModedesignerin Lena Hoschek mit Kollektionen, die sich auf den Rockabilly-Styleder 50er-Jahre beziehen, oder den Siegeszug der US-Serie „Mad Men“, die die Sixtieszuletzt als très chic in Erinnerung rief. In die gleiche Zeit fällt zudem dergesellschaftliche Modernisierungsschub Brasiliens mit den Mitteln des heuteauch wieder schwer angesagten Bossa Nova.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;Nostalgischer Charme&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Wie zuletzt von Woody Allens wehmütiger Komödie „Midnight inParis“ dargelegt wurde, ist diesbezüglich zwar Vorsicht geboten: Die Sehnsuchtnach gestern war womöglich schon früher modern, als die Gegenwart genausounerträglich schien wie im Heute. Der hübsch rumpelnde Vintage-Pop von Kitty,Daisy &amp;amp; Lewis aus London lässt uns diesen Umstand nun aber vergessen. Auch urbanenZeitgeistern dürfte es schwer fallen, sich dem nostalgischen Charme diesesTrios dauerhaft zu entziehen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Geschwister, von denen man erstmals im Jahre 2005 hörenkonnte, als sie gerade 12, 14 und 16 Jahre alt waren, berufen sich bevorzugtauf jene Phase, in der der Rock ’n’ Roll noch nicht erfunden war. Beginnend mitSwing, Boogie und Country, hantelt sich die Band über den Rhythm and Blues höchstensherauf bis in die 1960er-Jahre – inklusive zweier Seitensprünge, bei denen siezarte Bande mit dem jamaikanischen Ska-Genre knüpft. Mit Originalinstrumenten undim mit einem historischen Acht-Spur-Mischpult ausgestatteten Heimstudio aufgenommen,klingen die Ergebnisse dem Sound einer Ära nicht nur zum Verwechseln ähnlich. Dankschmalzinduzierter Haartolle und retroschicken Second-Hand-Outfits sehen dieJungspunde auch mindestens authentisch aus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Als Familienunternehmen in Reinkultur halfen Vater undMutter Durham live anfänglich an Gitarre und Bass aus. Entscheidenden Einflussauf ihre Brut nahmen die Eltern aber vor allem mit ihrer Plattensammlung und einerhörbar im Sinne der Vorbildwirkung rezipierten Vergangenheit – und Gegenwart –im Musikgeschäft. Während Graeme Durham seine Brötchen als mitbesitzender Toningenieurdes renommierten Exchange Mastering Studios verdient, trommelte seine EhefrauIngrid Weiss für die von Kurt Cobain verehrte feministische Post-Punk-Band TheRaincoats. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nach einer Kompilation mit einschlägigem Songmaterial sowie ihrem selbstbetiteltenund überwiegend mit Coverversionen bestückten Debütalbum kredenzten Kitty,Daisy &amp;amp; Lewis mit „Smoking In Heaven“ heuer im Mai dreizehn wunderbareEigenkompositionen, die kaum als solche ausgemacht werden konnten. SchepperndesEigenbauschlagzeug, beschwingt trötende Trompeten, Boogie-Klavier, Mundharmonikaund Akkordeon zu schlichten und schlicht herzergreifenden Texten überHerzschmerz und die Sehnsucht nach ein bisschen Liebe als alte Kunst von jungenMenschen. Die generationenübergreifende Wirkung dieses Entwurfs kann am Sonntagin der Wiener Arena überprüft werden: „You’ll soon be here!“&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 24./25.9.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3563008852653329680?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3563008852653329680/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3563008852653329680' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3563008852653329680'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3563008852653329680'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/heute-wird-wie-gestern-sein.html' title='Heute wird wie gestern sein'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4176722067101506077</id><published>2011-09-23T14:23:00.000+02:00</published><updated>2011-10-05T12:20:16.046+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Kontrollverlust mit Klasse</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Über das neue Album der belgischen Eklektiker dEUS.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; &lt;w:WordDocument&gt;  &lt;w:View&gt;Normal&lt;/w:View&gt;  &lt;w:Zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;  &lt;w:HyphenationZone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;  &lt;w:PunctuationKerning/&gt;  &lt;w:ValidateAgainstSchemas/&gt;  &lt;w:SaveIfXMLInvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;  &lt;w:IgnoreMixedContent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;  &lt;w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;  &lt;w:Compatibility&gt;   &lt;w:BreakWrappedTables/&gt;   &lt;w:SnapToGridInCell/&gt;   &lt;w:WrapTextWithPunct/&gt;   &lt;w:UseAsianBreakRules/&gt;   &lt;w:DontGrowAutofit/&gt;  &lt;/w:Compatibility&gt;  &lt;w:BrowserLevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt; &lt;/w:WordDocument&gt;&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; &lt;w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"&gt; &lt;/w:LatentStyles&gt;&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt;&lt;style&gt; 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font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Zum anderen musste man sich das Kollektiv um Mastermind TomBarman gerade in seiner Anfangsphase erst einmal erarbeiten. Eklektizistische Werkewie „Worst Case Scenario“ oder „In A Bar, Under The Sea“, auf denen dEUS weitausfransende und von so unterschiedlichen Künstlern wie Captain Beefheart, denPixies oder Pavement beinflusste Songs ausstellten und dabei einen teilsjazzafinen Art-Rock bastelten, waren doch eher schwer fassbar. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dieser latenten Ungreifbarkeit blieb die Band zwar auchspäter noch treu. Spätestens mit „The Ideal Crash“ waren dEUS 1999 aber auchbeim klassischen Songwriting angekommen. Seither sollten Stücke wie „SisterDew“ oder „Instant Street“ eigentlich auf jeder Popakademie im Grundkursus „Dramaturgieund Arrangementlehre“ als Musterbeispiele angeführt werden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nach einer sechsjährigen Pause, in der Barman gemeinsam mitdem britischen Produzenten CJ Bolland und dem Projekt Magnus einenmusikalischen Seitensprung wagte und sein Debüt als Filmregisseur gab, habendEUS erstmals als fix besetztes Quintett zueinandergefunden. Außer Barman istaus der Urformation nur mehr Klaas Janzoons dabei, der seine Geige mituntermalträtiert wie einst John Cale seine Bratsche für Velvet Underground. Während dEUSim Weiteren auf klassischer Songbasis noch immer für überraschende Wendungensorgten, hat man es bei „Keep You Close“ nun mit der bislang gewöhnlichstenArbeit der Belgier zu tun.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dass das nichts Schlechtes bedeutet, erklärt gleich zuBeginn das Titelstück, das mit Pauken einfällt und mit Streichern besticht, diesich gegen Ende dramatisch emporschwingen. Während „Constant Now“ den typischendEUS-Groove ins Spiel bringt und Songs wie „Dark Sets In“ und das ungeniertpoppige „Ghosts“ mit drastischem Stromgitarrengebrauch auffällig werden, entfaltetsich das organische „The End Of Romance“, durch das Barman mit sonorerErzählstimme führt, ungleich eleganter. Abgerundet wird das so erzeugte, ungewohnthomogene Klangbild von Bläsern, Fender Rhodes Piano und jeder Menge Xylofon.Als Gastsänger gastiert bei zwei Stücken mit Greg Dulli (The Afghan Whigs, TheTwilight Singers) übrigens auch nicht Niemand.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit; font-size: small;"&gt;Begünstigt wurde der glatte Wurf womöglich von der Tatsache, dass erstmalsin der Bandgeschichte alle Musiker am Songwriting beteiligt waren und der alsControl-Freak bekannte Barman die Kontrollposition von Produzent David Bottrillpersönlich entzogen bekam. Kein Schaden – wie man hört, soll beim nächstenAlbum aber schon wieder alles ganz anders sein.&lt;/span&gt;&lt;div class="emtext" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;dEUS: Keep You Close (PIAS)&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 24./25.9.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4176722067101506077?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4176722067101506077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4176722067101506077' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4176722067101506077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4176722067101506077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/kontrollverlust-mit-klasse.html' title='Kontrollverlust mit Klasse'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6230744341302192247</id><published>2011-09-23T09:18:00.001+02:00</published><updated>2011-09-23T09:27:01.679+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Zuckerstangen und Käsekeyboards</title><content type='html'>&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Im Pop, der etwas aufsich hält, mag Kitsch nur eine Randerscheinung sein. Zwischen reiner Form, unfreiwilligerKomik und ironischem Bruch hört man dennoch immer wieder von ihm. Ein Querschnittdurch die Ästhetiken.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Katy Perry, Schlagobersprinzessin&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Auf dem Cover zu ihrem Album „Teenage Dream“ posiert KatyPerry als schmachtender Nackedei auf einer Wolke, die als rosafarbene Zuckerwattewomöglich den siebten Himmel verheißen soll. Im Inneren des mit Kirschwasserparfümierten Booklets gibt sich die betont süße Sängerin mit ihrem ausZuckerstangen und Fruchtgummis geformten Krönchen inmitten mannshoherHochzeitstorten der geiligen Sorte als Schlagobersprinzessin für uns hin. Dieähnlich ausstaffierten Bühnendesigns der Sängerin oder ihr Musikvideo zurSingle „California Gurls“ lassen keinen Zweifel daran, dass hier jemand draufund dran ist, dem US-Künstler Jeff Koons in Sachen Kitsch den Rang abzulaufen.&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Mit dem auf die Kunst der süßen Versuchung spezialisiertenNew Yorker Maler Will Cotton, dessen Lieblingswort einer Episode des „Arte“-Formats„Durch die Nacht mit ...“ zufolge „amazing“ ist, hat sich Katy Perry dendenkbar besten Art-Director für ihr Anliegen ausgesucht. Mit erheblich mehr Saccharoseund deutlich weniger Porno-Ästhetik als in Koons Arbeiten sei schließlich auchdaran erinnert, dass das Kernpublikum des Popstars noch bevorzugt heißeSchokolade trinkt. Ansonsten leitet sich der Kitsch-Begriff bei Katy Perry ausdem Jiddischen ab. „Verkitschen“ bedeutet dort, „jemandem etwas andrehen, wasdieser nicht braucht“.&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Bryan Ferry,Stilikone&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Wer, wie, was – Bryan Ferry? Den ewigen britischen Dandy undTory-Fan mit Arbeiterklassen-Vergangenheit bringt man besser nicht mit Kitschin Zusammenhang. Schließlich wähnt sich der 1945 geborene Sir und Gentleman, eineStilikone zu sein. Wie sein Konzert in der Wiener Staatsoper im Juli diesesJahres bewies, ist dem Sänger diesbezüglich auch kaum etwas anzuhaben. Aber!&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Wo Stil im großen Stil ausgestellt wird, hat man es nichtselten mit einer Gratwanderung zu tun. Bei Bryan Ferry kündet die Spätphaseseiner Band Roxy Music und der leicht schmierige Art-Pop des Albums „Avalon“ davon.Nicht genug damit, dass das im Titelstück verwendete Saxofon für einen Soundeinsteht, der dem einschlägiger Softpornos nicht vollkommen unähnlich ist, greiftdas Musikvideo auch bildhaft tief in die diesbezügliche Klischeekiste. BryanFerry bezirzt mit weißem Sakko, schwarzer Fliege und einem Turmfalken am Armals vermuteter Schlossherr ein Topmodel. Dieses tänzelt im rosafarbenenKleidchen gar leichtfüßig durch den Südwestflügel des Anwesens. Jetzt kommtgleich das Saxofonsolo! Kitsch bedeutet, dass geklotzt und niemals gekleckertwird. Verschwenden, verschütten. Dick auftragen. Die Achtziger-Jahre waren eineZeit, in der nicht weniger, sondern nur mehr auch wirklich mehr war. StichwortGeorge Michael!&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;George Michael, Goldketten-Träger&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Ebenso wie bei Bryan Ferry spielt auch bei George Michaeldas Saxofon-Solo eine tragende Rolle. Man erinnere sich etwa an seinen Hit„Careless Whisper“, der schlüssig erklärt, dass Mainstreamerfolge undaugezeichnetes Songwriting einander nicht ausschließen müssen. &lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Allerdings bringt „Careless Whisper“ in der Bridge einenSound ins Spiel, der auf heute verpönte, von postmodernen Zeitgeist-Produzenten– anything goes! – aber erst recht wieder aufgegriffene Käsekeyboardszurückgeht. Diese waren für die Anfänge George Michaels mit seinerYuppie-Pop-Band Wham! noch weitaus bedeutender. Vor allem das Video zu derenWeihnachtssong „Last Christmas“ prägte mit dem Sänger in der Blütezeit seinerFöhnfrisuren-Phase plus Goldkette und Ohrring eine gewisse Ikonografie. Derweiße Bade-Tanga im „Club Tropicana“ lieferte die sommerliche Entsprechung. Am21. November bringt der Barde im Rahmen seiner „Symphonica Tour“ den mehr alsnur zarten Schmelz seines Œuvres live in die Wiener Stadthalle.&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Jay-Jay Johanson, Ästhetund Schmerzensmann&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Es ist einigen der ernstzunehmenderen Songwritern derjüngeren Zeit zu verdanken, dass Kitsch nicht mehr nur negativ konnotiert ist. SowohlAnthony and the Johnsons, Rufus Wainwright oder Scott Matthew überführen dasschöne Leid an der Welt mit barockem Gestus zu tatsächlicher Kunst. Derschwedische Schmerzensmann Jay-Jay Johanson ist vor diesem Hintergrund einerstaunlicher Spezialfall.&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Wie Songtitel wie „It Hurts Me So“, „She’s Mine But I’m NotHers“ oder „Alone Again“ bereits nahelegen, ist Johanson dem Liebesleidanheimgefallen. Dieses wird Trip-Hop-affin und bevorzugt an der Schnittstellezwischen Jazz und Pop so süßlich vertont, dass stets akute Sodbrandgefahrbesteht. Dominiert von Johansons Stimme, die auf eine mögliche Dauerbehandlungmit Öl und Honig schließen lässt, und üppigen Soundteppichen aus dem Keyboard istdabei immer alles viel zu viel. Im Wissen darum und davon überzeugt, dass einMann tun muss, was ein Mann tun muss, entsteht die Kunst dabei nicht nur ausder Konsequenz. Ähnlich wie bei Jochen Distelmeyer, der seine am deutschenSchlager geschulten Songs unbeirrt von jedwedem Coolness-Diktat aus dem Ärmelschüttelt, hat man es auch bei Johanson mit einem unbedingten Könner zu tun.&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Und man ahnt es bereits: Der Mann ist vor allem inFrankreich sehr beliebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;(Wiener Journal, 23.9.2011) &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6230744341302192247?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6230744341302192247/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6230744341302192247' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6230744341302192247'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6230744341302192247'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/zuckerstangen-und-kasekeyboards.html' title='Zuckerstangen und Käsekeyboards'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8849833834999887057</id><published>2011-09-21T18:05:00.002+02:00</published><updated>2011-09-22T09:40:24.774+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Kein Sturm im Wasserglas</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;Nächste Woche beginntin Wien das „Waves Vienna“ – ein Club- und Showcase-Festival&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Dass esWien als vermeintlicher Weltstadt doch erheblich an einem Pop-Festival voninternationaler Bedeutung mangelt, wurde zuletzt im Rahmen des Popfest Wien diskutiert,dessen Fokus, väterlich unterstützend, sich ausschließlich auf heimischeKünstler beschränkt. &lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Während sich etwa Barcelona und Budapest mit hierorts alsovermissten Veranstaltungen wie dem Primavera Sound, dem Sónar oder dem Szigetnicht nur kulturell aufwerten, sondern zudem auch ihr Image pflegen und den Tourismusankurbeln, pendeln Avantgarde und die IG Elektronik hierzulande nach Krems zumDonaufestival oder nach Graz zu Elevate oder Spring. Ohne engagierteVeranstaltungen wie das gerade über die Bühne gegangene „Run VIE – Festival ForUrban Art &amp;amp; Music“ oder das die VJ-Kunst und ihre Begleitangebote umkreisende„sound:frame“ zu unterschätzen: Der universelle Blick über die Nische hinaus warin der Hauptstadt bislang bestenfalls Mangelware.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Weltschmerz für die Clubs &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;„In Wien braucht es Zeit, Strukturen wachsen zu lassen. Mitdem Waves-Festival, das heuer im Herbst starten soll, hätte man dafür eine guteAusgangsbasis.“ Was Popfest-Kurator Robert Rotifer im Gespräch mit der WienerZeitung bereits im Juni ankündigte, scheint sich nun zu bewahrheiten. Immerhinzeigt das mit einer Kapazität von 15.000 Besuchern an fünf Spieltagen zwar zunächstüberschaubar gehaltene Festival doch, dass es gleich in seiner ersten Saisonmehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen will. Mit einem Brückenschlag nichtnur in den Osten will das „Waves“ möglichst mehr auslösen als nur einen Sturmim sprichwörtlichen Wasserglas. Von den 80 Acts, die, beginnend mit dem Eröffnungskonzertder elegisch zum Marche funèbre ladenden Steirerin Anja Plaschg alias Soap&amp;amp; Skin im Stadtsaal, ab nächsten Mittwoch bestaunt werden können, stammen mehrals dreißig aus Österreich und fünfzehn aus dem näheren Osten zwischen Polenund Lettland. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Die hierzulande mindestens mehrheitlich noch unbekanntenGäste sowie heimische Beiträge, die sich nicht allwöchentlich im Chelsea dieEhre geben, lassen die Veranstalter von einem Showcase-Festival sprechen, dasmit Vorstellungsrunden Fan-Akquise ermöglichen soll. Als Zugpferde in RichtungBreitenwirksamkeit wurden die britischen Post-Punk-Heroen Gang of Four ebensogewonnen wie streng dem Weltschmerz verpflichtete junge Musikerinnen wie EMAoder Zola Jesus, die sich dem Gothic-Pop der 80er-Jahre widmet.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Als Clubfestival wiederum stellt das „Waves“ seineAustragungsstätten in den Vordergrund. Einschlägige Blitzhütten wiePratersauna, Fluc und Flex werden ebenso bespielt wie das Café Dogenhof, dasSinger-Songwritern eine Bühne errichtet. Der öffentliche Raum wird etwa mit der„Opel Corsa Stage“ ein Thema, die sich inmitten des Praters befindet, währenddas bereits Viennale-erprobte Badeschiff die Festivalzentale bereitstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Workshops und Talks &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Als Veranstalter des Festivals fungiert die Monopol MedienGmbH, die mit den Magazinen The Gap und TBA für heimischen Jungjournalismusunter den Vorzeichen der Popkultur steht – die umtriebige Musikagentur InkMusic sorgt für die musikalische Programmierung, das Music Information CenterAustria, kurz MICA, kümmert sich um die Konferenzschiene.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Während dort Business-To-Business-Themen im Vordergrund stehen und sovor allem der Szene selbst (und ihren Networking-Bestrebungen) geholfen ist, darfsich der gemeine Besucher Mehrwert von der Workshop-Leiste erwarten: Neben denhandwerklichen Grundkenntnissen des DJings kann dort etwa auch der Umgang mitdem Reactable erlernt werden, einem Musikinstrument, das von einem österreichisch-spanischenForscherteam an der Pompeu-Fabra-Universität Barcelona entwickelt wurde.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Waves Vienna: 28. September bis 2. Oktober. Details und Programm siehe &lt;a href="http://www.wavesvienna.com/"&gt;hier &lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 22.9.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8849833834999887057?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8849833834999887057/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8849833834999887057' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8849833834999887057'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8849833834999887057'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/kein-sturm-im-wasserglas.html' title='Kein Sturm im Wasserglas'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3278814622213900563</id><published>2011-09-20T17:52:00.000+02:00</published><updated>2011-09-20T17:52:29.351+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Die Hölle, die anderen</title><content type='html'>Ein guter Grund, wieder einmal bei RTL II vorbeizuschauen... Scherz, es gibt ja überhaupt gar keinen guten Grund, um wieder einmal beiRTL II vorbeizuschauen! Allerdings steigt die Gefahr, auf blöde Gedanken zukommen, direkt proportional zur Regenmenge, die draußen vom Himmel fällt.Während man sich solchermaßen die Restwelt vom Leibe hielt, begegnete man denNachbarn also im Fernsehkastl. Nicht den eigenen freilich, sondern den anderen,die bekanntlich die Hölle sind. Mit „Höllische Nachbarn“ widmet sich RTL IIderzeit nichts weniger als dem „Kriegsschauplatz Gartenzaun“, von wo aus dannaber doch nicht Antonia Rados berichtete. &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Lärmbelästigung, Psychoterror und physischer Gewaltausgesetzte Hausbesitzer und Wohnungsmieter erzählten selbst von ihren Qualen,denen man sich auch anwaltschaftlich hätte annehmen können, wie dies etwa PeterResetarits vorbildlich und öffentlich-rechtlich tut. Mit explodierendenFeuerbällen, die die Beiträge zusammenhielten, drastischem musikalischemBeiwerk mit Pauken und Angst machenden Streichern, stellte der Privatsender dasLeid der Opfer aber aus, um mit nachgestellten Szenen auch über denSchockfaktor des Kranken von nebenan auf die Quote zu schielen. „Er wollte mirden Schädel spalten“ und ähnliche Zitate mehr sollten schon im Teaser vorab„Lust“ auf die Sendung machen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Diese ließ den kritischen Betrachter dann aber bald eine gewisseSehnsucht nach dem ORF-Format „Thema“ verspüren – okay, Scherz. Aber wiegesagt: Es gibt tatsächlich keinen Grund, wieder einmal bei RTL IIvorbeizuschauen. Bitte erinnern Sie Ihren TV-Kritiker bei Gelegenheit dochdaran!&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 21.09.2011)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3278814622213900563?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3278814622213900563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3278814622213900563' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3278814622213900563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3278814622213900563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/die-holle-die-anderen.html' title='Die Hölle, die anderen'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3603816204908081002</id><published>2011-09-19T17:59:00.002+02:00</published><updated>2011-09-20T10:21:22.006+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Das enorme Hitpotenzial von Grant</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;Vor 20 Jahren gelang Nirvana mit ihrem zweiten Album"Nevermind" der internationale Durchbruch.&lt;/b&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Die Zeitspanne von zwanzig Jahren gilt im Pop nun auch nichterst seit gestern als eine halbe Ewigkeit. Schließlich schafft es im Dickichtder Veröffentlichungen nur ein Bruchteil der Alben und Songs, längerfristigbedeutsam zu bleiben. Davon einmal ganz abgesehen, dass das Wechselspiel derModen zumindest temporär sein Urteil vollstreckt: Als Elvis 1977 starb und Punksich gerade formiert hatte, schien niemand (ewig)gestriger zu sein als derKing, dessen Erbe erst viel später rehabilitiert werden konnte.&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Wer nun mit Nirvana musikalisch sozialisiert wurde, wirdsich pünktlich zum zwanzigsten Geburtstag ihres Albums „Nevermind“ am kommendenSamstag vermutlich zwar auch noch nicht alt fühlen. Und doch gilt es, kurzstutzig werden: Hat er gerade zwanzig Jahre gesagt? Alter! Steinzeit! Vor allemauch die Musikwelt hat sich seither so drastisch verändert, dass der alsselbstverständlich hingenommene Status Quo plötzlich wahrhaft modern wirkt. Es gehtnicht nur darum, dass der Faktor Zeit im Geschäft mittlerweile noch erheblichbedeutender wurde. Wer heute nach seinen ersten beiden Internet-only-Veröffentlichungendurch den Blog-Kosmos gehypt wird, ist bei Erscheinen seines Debütalbumswomöglich auch schon wieder Schnee von gestern. Schnelle neue Welt! Die Jungenmüssen tapfer sein.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Die Wiederbeschäftigung mit der Band, um die der sogenannteGrunge-Boom zu Beginn der 90er-Jahre entbrannte, wird vor diesem Hintergrund alsoweniger die Musik selbst betreffen. Neben dem oberflächlichen Fokus auf KurtCobain als tragischen Helden und letzten großen Rock-’n’-Roll-Toten vor demöffentlichen Sterben einer Amy Winehouse, geht es vor allem um die Pole Undergroundund Mainstream, als diese noch existierten – und einander mit starren Mienen gegenüberstandenwie die Soldaten am Grenzposten zwischen Nord- und Südkorea. &lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Es waren die 80er-Jahre, als Kurt Cobain begann, in dieSaiten zu greifen, um später mit Nirvana ein als Grunge subsumiertes Genre zuprägen, das den Garagen-Sound der 60er-Jahre mit etwas Metal, viel Punk undnoch mehr schlechter Laune kombinierte. Grobschlächtige Riffs, donnerndesSchlagzeug und Alben, denen man ihre Produktionsverhältnisse dank rauschender bislaut aufjohlender Verstärker auch anhören konnte. Zerschlissene Jeans, ausgewascheneT-Shirts und auf der Stirn ein dickes „Fuck You!“ eingebrannt, das den Antizeitgeisteiner Bewegung, die nur bedingt auch eine war, vor sich hertrug. DieZuschreibung, nach Douglas Couplands Roman die „Generation X“&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt; &lt;/i&gt;zu sein, die in der Realität strandenmusste, korrespondierte mit der Verweigerung, sich nach den erheblich zu langenRegierungen Reagan und Duran Duran noch länger ans Bein pinkeln zu lassen. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Es war die Zeit der Kleinlabels, die Nischenarbeit unter denVorzeichen der Selbstausbeutung betrieben, es war die Zeit der selbst kopiertenFanzines als Befreiungsorgane der Leidenschaften, eine Zeit, in der Distinktionalles und vor allem noch möglich war. Weit entfernt von gleichmacherischenPortalen und Netzwerken wie Youtube, Myspace oder Facebook galt es, dieIndividualität zu kultivieren. Die Entdeckung der eigenen besten Band der Welt– eine mühsame Eroberung ohne das Informationsangebot des Internet, dasmögliche Helden heute im Handumdrehen entmystifiziert.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;In den Proberäumen herrschte reges Treiben. Das geistige Erbeder Punk-Götter, der Heiligen des US-Hardcore oder des seligen Schrammelrocks wurdeweitergesponnen. Kurt Cobain tat dies nicht nur mit seiner eigenen musikalischenDeutung. Dank eifrigen Name-Droppings während der kurzen Zeit, die er als Rockstarerleben durfte und musste, Coverversionen und selbst getragenerMerchandising-Artikel, war er auch darauf bedacht, dass so unterschiedliche Underground-Heroenwie die Pixies, The Melvins, Hüsker Dü oder The Vaselines einemMillionenpublikum vorgestellt wurden. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Dass Nirvana auch nur in die Nähe einer solchen Position gelangenwürden, war 1988 noch undenkbar, als sich die Band Geld leihen musste, um ihrDebütalbum zu finanzieren. Auch die mageren 606,17 US-Dollar, die für dieProduktion von „Bleach“ kolportierterweise vonnöten waren, konnte man selbstnicht aufbringen. Immerhin tat die Tourneetätigkeit der Band, die sich auchnoch einen Kleinbus mit den Kollegen von Tad teilen musste, ein Übriges, umKurt Cobains Grant am Lodern zu halten.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;„Bleach“, veröffentlicht auf dem Seattler Label Sub Pop, dasmit Bands wie besagten Tad oder Mudhoney Brüder im Geiste Nirvanas beheimatete,mag mehr gewesen sein als eine bloße Talentprobe. In seiner Erscheinung als ungehobelterBolzen, auf dem Kurt Cobain seine Liebe zum Pop noch nicht eingravieren konnte,drang das Album aber kaum weiter vor als zu den einschlägigen Szenekreisen.Cobain, von dem so viele sich selbst widersprechende Zitate überliefert sind,dass etwa auch seine Position zu sich selbst als möglichem Popstar unklar erscheint,begann, die Segel zu setzen. Die Entscheidung, Demos für die Suche nach einemgrößeren Label zu produzieren, lässt dann doch auf das Verlangen nach einemKarriereschub schließen. In Butch Vig fand man den geeigneten Produzenten, derCobains neues Bekenntnis zum Song nun auch in radiotauglichere Bahnen lenkte. Undmit Geffen war man bei einem Großlabel gelandet, das einen kräftigen Vorschussbezahlte und sichtlich Vertrauen in die Band setzte. Die 80.000 Einheiten, dievon „Nevermind“ zunächst gepresst wurden, sollten dennoch nicht reichen: 300.000Exemplare gingen über die Ladentische – pro Woche. „Nevermind“ verdrängte ausgerechnetMichael Jackson von der Spitze der US-Charts, Nirvana wurden zu Superstars, undGrunge war im Mainstream angekommen&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Während Songs wie „Come As You Are“ oder „Smells Like TeenSpirit“ als Welthits einer schwermütigen Jugend ungebrochen düster, aber aucheingängig aus dem Radio schallten, plagte sich ein bezüglich seinerSelbstzweifel schon immer gezeichneter Cobain nicht nur mit Sell-out-Vorwürfen.In frühester Kindheit von seinen Erziehungsberechtigten mit Ritalin sediert,bekämpfte er seine chronischen Magenschmerzen nun verstärkt auch mit Heroin. Seinvon den Konsequenzen nachhaltig unterstütztes Selbstporträt als „troubled mind“kann freilich auch aus den Texten zu „Nevermind“ destilliert werden.Tatsächlich sollte man den Versuch, ein Psychogramm Cobains anhand seiner weitinterpretierbaren Lyrics zu erstellen, aber besser unterlassen. SchlagzeugerDave Grohl am Beispiel von „Smells Like Teen Spirit“: „Wenn du Kurt siehst, wieer den Text schreibt, fünf Minuten bevor er ihn erstmals singt, findest du es irgendwieein bisschen schwierig zu glauben, der Song hätte viel über irgendetwas zu sagen.”&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Die Frage, ob man in der Nische sein eigenes Süppchen kochenoder doch besser eine Liaison mit dem Feind schließen sollte, um das System voninnen heraus aufzubrechen, versuchte Cobain, mit seinen letzten Songs zuerklären: Auf „In Utero“ gab es mit „Dumb“ oder „Heart-Shaped Box“ zwar auchnoch Hits, davor, dazwischen und danach konfrontierte die Band die solchermaßenfür sich gewonnenen Massen aber mit bewusst schwierig gehaltenem Material.Nicht nur diese beiden Seelen, ach, in seiner Brust, zerrissen Kurt Cobain, derim April 1994 den vorhersehbaren Rock-’n’-Roll-Tod durch Selbstmord starb, umsich damit für immer bedeutsam zu machen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Grunge hingegen verschwand bald wieder in der Versenkung,Kurt Cobains Kerndilemma erübrigte sich über eine Entdogmatisierung derPopmusik unter Vorzeichen des heute fließenden Übergangs von Underground undMainstream. Die historische Bedeutung von „Nevermind“ wie auch seinemusikalische Güte bleibt ebenso unbestritten wie die Platte zumeist dennoch imRegal ihrer Besitzer.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Der versöhnliche und emotional eindringliche Abschluss dieser Geschichtesei Dave Grohl überlassen, der „Smells Like Teen Spirit“ bei gemeinsamen Probenmit der letzten Nirvana-Besetzung heuer im Juni erstmals seit 17 Jahren undohne Gesang wieder spielte. Eine Grenzerfahrung: „It was like a ghost. It washeavy.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 20.9.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3603816204908081002?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3603816204908081002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3603816204908081002' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3603816204908081002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3603816204908081002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/das-enorme-hitpotenzial-von-grant.html' title='Das enorme Hitpotenzial von Grant'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-1536710935300333937</id><published>2011-09-14T17:27:00.000+02:00</published><updated>2011-09-14T17:32:24.748+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Der Rocker der Kokosnuss</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;SuperHeavy: ein Joint Venture um Mick Jagger und JossStone und sein Debütalbum.&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;Zuletzt erzählte man sich den Witz, dass es wohl bald zueiner neuen Tour der Rolling Stones kommen müsse. Nicht etwa, weil Mick Jagger esnoch einmal wissen und die Welt mit einem revolutionären neuen Album beglückenwolle, sondern weil U2 nach Abschluss ihrer 360°-Konzertreise mit derfinanziell erfolgreichsten Tournee aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingegangenwaren. Stop, halt! Es kann und darf nicht sein, dass ausgerechnet Mensch Bonomehr Gerstl sein Eigen nennt als Sir Mick. Dazu kommt, dass Jagger selbst auchaufgrund der angeschlagenen Weltwirtschaftslage bereits die eine oder anderesteuerbefreite US-Dollar-Million mehr am Konto gehabt haben mag.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Ehe eventuell aber ohnehin alles ganz anders kommt, stehteinstweilen der Zeitvertreib im Vordergrund. Und weil alle mitmüssen, wenn einStein ins Rollen gerät, liegt nun, ein Jahr, nachdem sich Mick Jagger in KeithRichards autobiografischer Erinnerung „Life“ als Kurzzumpf verunglimpft sah, einLebenszeichen des Sängers vor, das die Verhältnisse wiederherstellen soll. Dersolchermaßen Stärke und Größe verheißende Projekt- und Albumtitel „SuperHeavy“ließ diesbezüglich schon Schlimmes erahnen. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Als Kopfgeburt des ehemaligen Eurythmics Dave Stewart, derin seiner Wahlheimat auf Jamaika hörbar von der einen oder anderenEntspannungszigarette inspiriert wurde, geht es dabei explizit um den Genremix.Gemeinsam mit der 24-jährigen britischen Soul-Bardin Joss Stone und ihremJanis-Joplin-Gedenk-Organ, dem indischstämmigen Komponisten, Produzenten undKeyboarder A. R. Rahman, den man unter anderem für seinen Soundtrack zu „SlumdogMillionaire“ kennt, und Damian Marley, dem jüngsten Sprössling Bob Marleys, wurdedabei aber dann doch übertrieben.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Das Anfang des Jahres 2009 mit losen Jams in einem Studio inLos Angeles eingeläutete Projekt, von dem die Öffentlichkeit aber erst heuer imMai und mit einem kaum aussagekräftigen Video-Teaser auf Youtube erfahrendurfte, bringt mit den zwölf Songs seines Debütalbums nicht den angekündigtenCocktail, sondern einen deftigen Eintopf auf den Tisch. Dabei nehmen sich dieBeteiligten so wichtig, dass inmitten des alles mit allem kombinierenden Soundsbeinahe eine Kampfsituation entsteht: jeder gegen jeden. Vor allem Joss Stone,die Frau mit der vielen Emotion in der meisten Stimme, röhrt sich im tiefroten Pegelbereichdurch das Album.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Ihre Grundierung erhalten die zentralen Stücke durch Reggae-und Dancehall-Grooves, die sich teils innerhalb von nur einem Song mitStadionrock-Gitarren, Einsprengseln von Ethno-Kitsch, Halbmond-Streichern,Country-Geigen und Discosizern verbünden. Arbeitsmotto: Himmelherrgott, wenn dajetzt nicht für jeden etwas dabei ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter! Dazwischensetzt es dumpfen Drei-Akkord-Rock („I Can’t Take It No More“), bei dem derOberstein auch textlich einen Tiefpunkt erreicht. „All you scurvy politicians /When you are in opposition / You are promising this, you swear you’ll do that /You all sound like magicians / I can’t take it&amp;nbsp;/ I can’t fake it no more.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mit der Stones-Soundalike-Ballade "Never GonnaChange" zeigt sich Jagger hingegen klassisch, während er sich anderswoselbst in Reggae- und Sanskrit-Gesängen übt oder bei "Unbelievable"an den Muezzin übergibt, der im Weiteren sein Tagwerk verrichtet.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Musik vom Boxenturm der Großraumarena, Musik aus dem Wipfelder Kokospalme. Von einem solchen soll Keith Richards übrigens schon einmalgestürzt sein. Jetzt ist Mick Jagger dran.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;b&gt;SuperHeavy: SuperHeavy (Universal Music)&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;(Wiener Zeitung, 15.9.2011)&lt;/span&gt;&lt;i&gt; &lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-1536710935300333937?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/1536710935300333937/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=1536710935300333937' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1536710935300333937'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/1536710935300333937'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/der-rocker-der-kokosnuss.html' title='Der Rocker der Kokosnuss'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2257891061754680327</id><published>2011-09-13T16:32:00.000+02:00</published><updated>2011-09-13T16:33:42.605+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Others'/><title type='text'>Ein Strich wird kommen</title><content type='html'>&lt;b&gt;Olafur Eliassons Installation "Your black horizon" auf Lopud&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich auf Lopud befindet, ist vermutlich zum Schwimmengekommen. Schließlich kann die für ihren Šunj Strand geschätzte adriatischeInsel, die nur 220 Einwohner zählt, von Dubrovnik aus in kaum 50 Minuten mitdem Schiff erreicht werden. Davon, dass das zur großteils unbewohntenInselgruppe der Elaphiten gehörende Eiland touristisch aber auch schon bessereZeiten erlebt haben könnte, zeugt das 1936 errichtete Grand Hotel, das alsRuine der Neuzeit traurig darniederliegt.&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Dabei lohnt sich vor allem ein Ausflug ins Hinterland, dennur ein Bruchteil der Touristen &amp;nbsp;tatsächlichantreten dürfte. Nur wenige Gehminuten von der Strand-Esplanade und ihrerüberschaubaren Ansammlung von Geschäften, Bars und Restaurants entfernt, hatman es mit einem Paradebeispiel von Kunst in ungewöhnlicher Umgebung zu tun. Ungleichschwieriger ist es, aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen auch von Kunstim öffentlichen Raum zu sprechen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Innmitten eines gepflegt verwilderten Gartens, zwischenZypressen und Olivenbäumen, erblickt der Besucher die auf einer Anhöhe gelegeneHolzkonstruktion des britischen Architekten David Adjaye, hinter der man auchdie Garage eines begüteten Sommerfrischlers vermuten könnte. Tatsächlich istder aus vertikalen Holzpfosten errichtete Art Pavilion Schauplatz derLichtinstallation „Your black horizon“ des in Berlin und Kopenhagen ansässigenKünstlers Olafur Eliasson. Dieser gilt immerhin als einer der wenigen Superstarsim umkämpften Kunstbetrieb, über dessen Grenzen hinweg der heute 44-Jährige etwa2008 für Aufsehen sorgte, als er mit „The New York City Waterfalls“ vierkünstliche Wasserfälle in Manhattan ansiedelte.&lt;/div&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Den Hang zum Superlativ, der Eliasson gern unterstellt wird,merkt man seiner von Francesca von Habsburgs Thyssen-Bornemisza Art Contemporaryin Auftrag gegebenen, 2005 auf der Biennale von Venedig vorgestellten und seit2007 nun eben auf Lopud zu bestaunenden Arbeit zwar nicht an. Zentrale Elementeseines Schaffens hingegen lassen sich aber schnell erkennen: dass etwa dieArchitektur ein Bestandteil der Arbeit selbst ist, Ausstellungsraum und Werkeinander bedingen und vor allem auch Natur und „Labor“ in Interaktion begriffensind.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Im Inneren des fensterlosen und schwarz ausgehüllten Pavillonswäre es gruselig finster, würde nicht durch einen in Augenhöhe angebrachtenSchlitz Licht strömen. Dieses gibt über ein 360-Grad-Panorama hinweg das ganzeSpektrum der Lichtverhältnisse auf der Insel wieder – vom gleißend hellenTageslicht bis hin zu den orangen und violetten Farbtönen des Abends.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Unser eigener, schwarzer Horizont selbst wird erst beimVerlassen des Pavillons offensichtlich. Die Begegnung mit der schmalen Lichtquelleim Inneren zaubert für wenige Sekunden eine schwarze Linie vor das Auge, dieden Ausblick vom Hügel hinab in zwei Hälften schneidet.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ein Strich wird kommen. Ein Schiff wird kommen. Wie Ausstellungsraumund Werk sind bei diesem Ausflug auch Kunst und Urlaub nicht exakt voneinanderzu trennen. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;(Wiener Zeitung, 14.9.2011) &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2257891061754680327?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2257891061754680327/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2257891061754680327' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2257891061754680327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2257891061754680327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/ein-strich-wird-kommen.html' title='Ein Strich wird kommen'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4559099229756533375</id><published>2011-09-09T15:05:00.002+02:00</published><updated>2011-09-13T16:32:22.324+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Ein Spaß ohne Freude</title><content type='html'>&lt;h3 class="em_cnt_artikelansicht_dz"&gt;&lt;/h3&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Katie Stelmanis und ihre Synthie-Pop-Band Austra zu Gast inWien&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Dass man es bei den 80er-Jahren mit einem Jahrzehnt zu tunhat, das von Menschen, die es aktiv durchleben mussten, vor allem für seine Geschmacksentgleisungenin Sachen Mode und Musik in gar schrecklicher Erinnerung behalten wird, war anden Charts und Bestenlisten der letzten Jahren kaum abzulesen. Immerhin stelltenzahlreiche Musiker über die Sozialisationsgrenzen hinweg den Sound von annoSchnee wahlweise ungebrochen nach oder überführten ihn unter Beigabe modernenBrimboriums ins Heute. Siehe dazu so unterschiedliche Beispiele wie denquengeligen Partypop von La Roux, die mainstreamlastigen Elektroschlager des britischenDuos Hurts, das melancholische Songwriting der Junior Boys oder die tollenNew-Wave-Wiedergänge von Twin Shadow aus Hipster City. Ganz abgesehen von einerHunderschaft an Produzenten, die ihre stets auf der Höhe der Zeit pulsierendenTracks für den Tanz durch die Clubs mit Achtzigerjahre-Sounds abrundeten, lud zuletztvor allem die US-Schmerzensfrau Zola Jesus mit ihrem Gothic-Pop zur Black Celebrationauf den Friedhof unseres Bedauerns.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;Als Entdeckung dieses Jahres berief sich das aus Torontostammende Trio Austra auf seinem programmatisch betitelten Debütalbum „Feel ItBreak“ nun nicht mehr bloß auf einschlägige historische Vorbilder zwischen KateBush und The Human League. Die Band um ihre queere Frontfrau Katie Stelmanis,die nach Anfängen als Einfrauunternehmen oder als Teil der Riot Grrrls vonGalaxy nun eine fixe Arbeitsbasis gefunden zu haben scheint, dockt hörbar auchbei jüngeren Kollegen wie dem schwedischen Geschwisterduo The Knife und dessen AblegerFever Ray an.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object style="height: 320px; width: 400px;"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tjKtbCx3piM?version=3"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/tjKtbCx3piM?version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="400" height="320"&gt;&lt;/object&gt; &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Dominiert von Vierviertelbeats und dünnen Snare-Klopfern ausden Drummaschinen von Seinerzeit, Hall auf den Tonspuren und Synthesizern, dieder Neigungsgruppe Human League auf Anhieb Freudentränen aus den Augen pressen,geht es bei Austra zart melancholisch, bittersüß und auch düster im Sinne vonZola Jesus zu. Als gelernte Sängerin, die es ursprünglich in Richtung Oper zog,betreibt Stelmanis vokales Understatement der guten Sorte, ohne es an Ausdruck mangelnzu lassen. Dazu kommen Vokalschichtungen zu elegischen Chorälen aus nur einerKehle.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die nach Stelmanis Mittelname und somit der lettischen Göttin des Lichtsbenannte Band wird dabei nicht selten eingängig bis an die Erträglichkeitsgrenze– und klingt doch nie so simpel, wie es sich anhört. Ein großer Spaß für alle,die ihre Schwermut auch auf dem Dancefloor nicht ablegen wollen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;i&gt;Sonntag, 11. September 2011, Arena Wien. Beginn: 20 Uhr&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: inherit;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;(Wiener Zeitung, 10./11.9.2011) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4559099229756533375?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4559099229756533375/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4559099229756533375' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4559099229756533375'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4559099229756533375'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/ein-spa-ohne-freude.html' title='Ein Spaß ohne Freude'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2912842936274031232</id><published>2011-09-09T15:05:00.001+02:00</published><updated>2011-09-13T16:32:39.817+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Wer früher kommt, ist länger da</title><content type='html'>&lt;b&gt;- Darkstar und Ghostpoet im Wiener WUK&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Modern sein zu wollen bedeutet in Wien, aufbleiben zumüssen. Während man in Berlin dazu überging, den Wecker auf einepensionistische Frühstückszeit zu stellen, um ins Berghain tanzen zu gehen, magman es hinter den sieben Bergen nach wie vor altmodisch. Für die Pratersaunamedikamentiert sich die Party-Crowd so, dass es nach dem verrichteten Tagwerkdirekt in die schlaflose Nacht gehen kann. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ein zentraler Abend des Run-VIE-Festivals begann amDonnerstag aber zeitig um 23 Uhr. Im WUK mochten sich auch Personen befundenhaben, die sich ihren Lebensunterhalt nicht als prekäre DJs, sondern mittatsächlicher Arbeit verdienen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Dass sich der Abend in die Länge zog, hatte aber auch mitder Musik zu tun. Das aus dem Umfeld des visionären Hyperdub-Labels stammendeTrio Darkstar kompensierte seinen Mangel an Songs mit zerdehnten Live-Versionen,die so zwingend klangen, dass das Publikum bald zur kollektiven Saalflucht aufbrach.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Mehrheit war aber ohnehin wegen Obaro Ejimiwe gekommen,der unter seinem Alias Ghostpoet eines der Debütalben des Jahresveröffentlichte. Darauf verbanden sich stoische Spoken-Word-Mantras über dieHärte des Lebens, die Nacht als Ort der Erlösung und den Tag danach alshöllischste Erfindung seit Brustreißer und Mundbirne mit den Nachwehen desDubstep-Genres.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Trotz eifriger Arbeit des MCs an seiner Schaltkanzelentschied sich der Londoner mit polterndem Schlagzeug und ruppiger Gitarre, denhypermodernen Einschlag seines Werks zugunsten eines druckvolleren Live-Soundshintanzustellen. Eine gute Entscheidung, die nicht nur bei „Liiines“ angenehmeAssoziationen mit TV On The Radio weckte.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; font-size: 12pt;"&gt;Danach schlug es ein Uhr: „Cash and carry me home!“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; font-size: 12pt;"&gt;(Wiener Zeitung, 10./11.9.2011) &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2912842936274031232?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2912842936274031232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2912842936274031232' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2912842936274031232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2912842936274031232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/wer-fruher-kommt-ist-langer-da.html' title='Wer früher kommt, ist länger da'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7258318605174606824</id><published>2011-09-07T13:25:00.000+02:00</published><updated>2011-09-13T16:32:50.267+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Online only'/><title type='text'>Und England bebte</title><content type='html'>&lt;b&gt;Die britische Songwriterin PJ Harvey wurde am Dienstag mitdem Mercury Prize ausgezeichnet – zum zweiten Mal in ihrer Karriere. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahr 2001 konnte PJ Harvey den Mercury Prize für ihrAlbum „Stories From The City, Stories From The Sea“ nicht entgegennehmen: DieAuszeichnung, mit der jährlich im Herbst das britische Album des Jahres geehrtwird, wurde von den Terroranschlägen vom 11. September überschattet. PJ Harveysaß in Washington, D.C. fest und sah von ihrem Hotelzimmer aus auf dasbrennende Pentagon, in das eines der entführten Flugzeuge gestürzt war.&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Zehn Jahre später ist PJ Harvey nun die erste Künstlerin,die den mit 20.000 Pfund dotierten Mercury Prize zum zweiten Mal erhielt. AmDienstagabend setzte sie sich im Rahmen der von Jools Holland moderiertenVeranstaltung im Londoner Grosvenor House Hotel gegen Künstler wie Adele, JamesBlake, Ghostpoet (der sich am kommenden Donnerstag im Wiener WUK &lt;a href="http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/urbanes-leben-gegen-den-inner-city.html"&gt;live vorstellen wird&lt;/a&gt;), Anna Calvi und Elbow durch – bezeichnenderweise mit ihremAlbum „Let England Shake“, auf dem die Britin ihre Seelenschauen zuletzt erstmalsin großem Stil mit einem übergeordneten Thema koppelte.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;object style="height: 390px; width: 640px;"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/77HnyHlfHNQ?version=3"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/77HnyHlfHNQ?version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="400" height="260"&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Ihre Beschäftigung mit der kriegerischen Vergangenheit undGegenwart Großbritanniens führte darauf zu gespenstischen Abgesängen, die sichaber wohltuend weigerten, Protestsongs zu sein oder den Zeigefinger zu erheben.Beeinflusst auch von den Engagements ihres Heimatlandes in Afghanistan oder imIrak, ist „Let England Shake“ ein eindringliches musikalisches Zeugnis derPost-9/11-Ära.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Davon, dass wir es mit einem kräftigen Lebenszeichen desmitunter als heute obsolet verschmähten Albumformats zu tun haben, einmal ganzabgesehen. Congrats! &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;Zur Nachlese:&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Albumbesprechung „Let England Shake“: &lt;br /&gt;&lt;a href="http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/02/waldhorner-blasen-zur-schlacht.html"&gt;Waldhörner blasen zur Schlacht&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;PJ Harvey, live in Frankfurt: &lt;a href="http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/07/nachtschwarz-im-nebel.html"&gt;Nachtschwarz im Nebel&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7258318605174606824?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7258318605174606824/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7258318605174606824' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7258318605174606824'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7258318605174606824'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/und-england-bebte.html' title='Und England bebte'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4983541113344194832</id><published>2011-09-06T11:51:00.004+02:00</published><updated>2011-09-13T16:32:57.545+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Ein Zampano aus Schwaben</title><content type='html'>&lt;b&gt;Das SWR-Fernsehen porträtierte Harald Glööckler. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Harald Glööckler nicht kennt, hat entweder keine Ahnung von Mode – Schmäh! – oder weiß nicht, ob es sich bei HSE24 um einen Münchner Home-Shopping-Kanal oder womöglich doch um eine uns kurzfristig den Fleischverzehr überdenken lassende Tierseuche aus China handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der mittlerweile in Berlin ansässige Designer aus dem Schwabenland, der Sacha Baron Cohen einst zur Figur des österreichischen Fashion-Reporters Brüno inspirierte, mag es nicht nur in seinen Kollektionen schwülstig-opulent. Wie ein Hausbesuch des SWR-Fernsehens unterstrich, ist der hauptberufliche Selbstdarsteller auch im Eigenheim ein großer Zampano. In seiner Wohnung, die man sich vorstellen muss als eine zum Flagship-Store aufgeblasene Version des Wiener Teesalons Süßi, gehört ein Ölporträt Glööcklers als Ludwig XIV. noch mit zum Bescheidensten. Auch um den feschen Designer kreist, allen Naturgesetzen zum Trotz, die Sonne – nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Glööckler nicht auf den Modenschauen in London, Mailand, Paris und New York anzutreffen ist, dafür aber für ein Pforzheimer Versandhaus entwirft und im Shopping-Kanal Schwerarbeit leistet – egal. Der Frauenversteher mit dem Anliegen, alle Damen zu Prinzessinnen zu machen, würde selbst auf einer Geflügelmast im Ruhrpott noch Glamour verbreiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So las Glööckler aus der Fanpost („Manche basteln auch für mich“), erklärte sein Arbeitsmotto („Ich gebe dem Menschen das Gefühl, dass er etwas wert ist“) und bekannte sich zu Botox und Lifting. Auf einen sich eventuell anbietenden Doku-Titel verzichtete der Sender gekonnt: „Harald Glööckler – ungeschminkt“ – nicht in hundert Jahren. Himmel, Kinder!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 7.9.2011)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4983541113344194832?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4983541113344194832/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4983541113344194832' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4983541113344194832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4983541113344194832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/ein-zampano-aus-schwaben.html' title='Ein Zampano aus Schwaben'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6833376965681575977</id><published>2011-09-03T17:17:00.001+02:00</published><updated>2011-09-03T17:19:06.002+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Moderne Musik, moderne Menschen</title><content type='html'>Im beiligenden Booklet, das als “Graphic Novel” eine von Comic-Designer Paolo Parisi gestaltete Science-Fiction-Geschichte erzählt, muss gar schrecklichen, den Planten in den Abgrund reißen wollenden Aliens mit der Musik von Dancehall-Veteranen wie Prince Jazzbo oder King Tubby, dem König der Echokammer, Einhalt geboten werden. Ganz im Sinne der mit Comics verzierten früheren Dub-Veröffentlichungen wird hier schließlich eher einer Einstellung in Sachen soundphilosophischer Grundfragen gehuldigt als die Geschichte einer ohnehin nicht als Genre gefassten Strömung (und ihrer Nachwehen) erzählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der auf zwei Alben aufgeteilten Kompilation „Invasion Of The Mysteron Killer Sounds“ beschäftigt sich das regelmäßig mit popmusikalischen Forschungsreisen für Liebhaber und alle, die es noch werden wollen, aufhorchen lassende Londoner Label Soul Jazz Records mit den elektronisch produzierenden Dancehall-Innovatoren im Jamaika von seinerzeit und dem Fortleben von Dub als Grundlage moderner bis hypermoderner Clubsounds im Heute. Während sich Label-Chef Stuart Baker alter Klassiker wie Sly Dunbar (Sly and Robbie) oder King Jammy annahm, dessen berühmter, 1985 auf einem billigen Casio-Keyboard programmierter Sleng Teng Riddim als erster digital erzeugter Riddim überhaupt gilt, kümmerte sich mit Kevin Martin auch kein Geringer vorwiegend um die zeitgenössische Fortführung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heute unter seinem Alias The Bug auf seine eigene Welt zwischen den Genres Hip-Hop, Dancehall und Grime oder als King Midas Sound auf Dubstep spezialsierte Produzent versammelte für seine Zusammenstellung heute wichtige Namen wie den M.I.A.-Produzenten Diplo, Rodney Smith alias Roots Manuva, Ward 21 aus Kingston – oder eben sich selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dicke Bässe, entspannte, den herbalisierten Hörer nicht aufschreckende Rhythmen, Hallräume und elektronisches Beiwerk in sämtlichen Abstufungen und Schattierungen, dokumentiert von 35 Beiträgen, die vor allem eines sind: moderne Musik für den modernen Menschen von Gestern und Heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Diverse: Invasion Of The Mysteron Killer Sounds (Soul Jazz Records)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 3./4.9.2011)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6833376965681575977?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6833376965681575977/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6833376965681575977' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6833376965681575977'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6833376965681575977'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/moderne-musik-moderne-menschen.html' title='Moderne Musik, moderne Menschen'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-8140294395345787276</id><published>2011-09-01T17:11:00.000+02:00</published><updated>2011-09-03T17:16:27.712+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Others'/><title type='text'>Urbanes Leben gegen den Inner-City-Blues</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Am Samstag startet das Fstival Run Vie&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als „Festival for Urban Art &amp; Music“ trägt das erstmals 2009 ausgetragene Run Vie sein Bekenntnis zum großstädtischen Ballungsraum und dessen kulturellen Artefakten bereits im Namen: Zwischen 3. und 10. September geht die programmatisch breit gestreute Veranstaltungsreihe in die dritte Runde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegründet als Clubfestival, rückt Run Vie dabei nicht nur seine Spielstätten in den Vordergrund – neben einschlägigen Locations der niemals schlafenden Partyszene zwischen Pratersauna, Säulenhalle, Ottakringer Brauerei oder dem Morisson Club in Wien Margareten wird auch das Porgy &amp; Bess, das sympathische Lokal mit der kalauerhaften Eigenbezeichnung „Jazz &amp; Music Club“, bespielt. Vor allem unterstreicht Run Vie seine Affinität in Sachen Networking auch durch Kollaborationen mit dem auf audiovisuelle Kunst spezialisierten „sound:frame“-Festival oder der Sneakerness Convention, dem Stammtisch der Freunde des Turnschuhes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während im Filmcasino Michael Rapaports Musikdokumentation “Beats, Rhymes &amp; Life: The Travels Of A Tribe Called Quest” bestaunt werden kann und die Festivalzentrale im quartier 21 mit Workshops aufwartet, legt das Musikprogramm seinen Schwerpunkt auf zeitgenössische Sounds zwischen Elektronik und Hip-Hop. So gastieren neben den Acts des heimischen Affine-Labels (Dorian Concept, Ogris Debris ...) oder verdienten DJs wie dem New Yorker Rob Swift auch Grenzgänger wie der deutsche Schlagzeuger Christian Prommer (Trüby Trio, Voom:Voom), der im Rahmen seiner Drumlessons elektronische Klassiker mit den Mitteln des Jazz (!) völlig neu interpretiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im WUK hingegen kommt es zur Erstbegegnung mit zwei unbedingten, nun ja, Geheimtipps: Neben Darkstar, die Dubstep ambient- und popaffin mit bittersüßem Wohlklang koppeln, entführt der in London ansäßige MC Ghostpoet in seine hypnotische Klangwelt, die, einem gewissen (Sozial-)Realismus verpflichtet, um den auch schon von Marvin Gaye besungenen Inner-City-Blues durchaus Bescheid weiß. Es heißt: dabeisein!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 1.9.2011)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-8140294395345787276?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/8140294395345787276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=8140294395345787276' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8140294395345787276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/8140294395345787276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/urbanes-leben-gegen-den-inner-city.html' title='Urbanes Leben gegen den Inner-City-Blues'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-3947246138530117897</id><published>2011-08-30T17:16:00.000+02:00</published><updated>2011-09-03T17:21:58.675+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Gesundheit und Raubbau</title><content type='html'>„Mama, kennst du das auch: Verstopfung?“ – Wohin genau die Zeiten verschwunden sind, als man sich im Fernsehen noch nicht mit gesamtheitlicher Gesundheit bis hinunter in die Niederung des unbedingt mit probiotischen japanischen Kampfbakterien zu schützenden Verdauungstrakts überbeschäftigte, und stattdessen noch herzhaft geraucht und getrunken wurde, es ist nicht überliefert. Mit dem Aufkommen des österreichweiten Monopolturnprogramms „Fit mach mit“ im Radio wurde aber möglicherweise bereits der Anfang vom Ende einer goldenen Zeitrechnung besiegelt. Diese auch von der US-Serie „Mad Men“ festgehaltene Zeit – wir schreiben die 1960er-Jahre! –, in der im Büro nicht nur hart gearbeitet, sondern mitunter auch schwer getrunken wurde, ist dem Missverständnis von der gesunden Lebensführung mittels quasi fettfreien Joghurts gewichen. Weil ich es mir wert bin!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo einst das Recht des Menschen auf seine freiwillige Selbstzerstörung noch nicht als solche wahrgenommen und stattdessen als genussvoller Lebensstil zelebriert wurde – der Whiskey-Pegel in „Dallas“, die Tabakwerbung vor dem Abendfilm –, ist diese unbedingte Errungenschaft der Menschheit nur mehr in der Gestalt idolisierter Irrer anzutreffen, die nach einer Überdosis taurinhaltiger Energydrinks im überregionalen Salzburger Lokalfernsehen Vergnügungen nachghen, die außer ihnen selbst niemand je als Sport bezeichnen würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den Anblick botox - und silikonbehandelter Raubbäuerinnen am eigenen Körper oder als Models getarnter anorektischer Kinder hat sich der Blick längst gewöhnt. Doch wo sind die Menschen, die sich noch altmodisch zugrunde richten?  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 30.8.2011)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-3947246138530117897?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/3947246138530117897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=3947246138530117897' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3947246138530117897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/3947246138530117897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/09/gesundheit-und-raubbau.html' title='Gesundheit und Raubbau'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6298289698377552119</id><published>2011-08-26T15:20:00.003+02:00</published><updated>2011-08-26T15:28:19.017+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Freud, Leid und die Sonne</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;"Neuer Anfang", wohl vertraut: Die Red Hot Chili Peppers und "I’m With You"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorzeichen für dieses Album standen nicht nur deshalb nicht zum Besten, weil Anthony Kiedis beschloss, sich erstmals als Mann seines Alters zu präsentieren – in der Zwischenzeit ist der Vorstand der Red Hot Chili Peppers immerhin 48 Jahre alt geworden –, und dafür ausgerechnet auf den gemeinen Schnauzbart zurückgriff. Noch vor wenigen Jahren sprang der Sänger in einem Outfit über die Bühne, das der durchschnittliche Gymnasiast vermutlich als zu pubertär abgetan hätte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem die Nachricht vom Ausstieg ihres Gitarristen John Frusciante ließ dann aber doch Bedenken aufkommen, ob die Funk-Rocker aus Los Angeles die Kurve noch einmal kratzen würden. Man erinnert sich: Als Frusciante die Band 1992 erstmals verließ, sackten die Chili Peppers unter Zutun seines Substituts Dave Navarro kreativ erheblich ab. Frusciante ging auf Entzug, kehrte zurück und nahm mit seinen markanten Arrangements massiv Einfluss auf die bis heute besten Arbeiten des Quartetts. Ab „Californication“ (1999) spielten sich die Chili Peppers von den Crossover-Vorgaben frei und übten sich, bei weitestgehender Aussparung einstiger Kernzutaten zwischen Punk-Riffs und Kiedis’ weißen Raps, am klassischen Song.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Spirituellwerdung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Phase entdeckte die Band, deren Ursprünge im von der kalifornischen Sonne nachweislich begünstigten Happy-Sound liegen, ihre nachdenkliche Seite. Anthony Kiedis wurde spirituell, vegan und zum yoga-betreibendsten Stadionrocker der Welt. Dank 65 Millionen verkaufter Tonträger und der Gewissheit, das daraus geschöpfte Vermögen niemals nicht mit Tofu verbraten zu können, leisteten sich der Sänger und seine Band zuletzt zwar eine Auszeit, aus der Frusciante nun also nicht mehr zurückkam. Das Wissen um ihre stets wachsende Fangemeinde überredete die Chili Peppers dann aber doch, nicht Schluss zu machen, den knapp zwanzig Jahre jüngeren Josh Klinghoffer als Gitarristen zu verpflichten und von einem neuen Anfang (Kiedis) oder, wie Bassist Flea, von einer Wiedergeburt zu sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für ein Zufall, dass die Red Hot Chili Peppers, einer dezenten Soundkur auf ihrem nun vorliegenden zehnten Album „I’m With You“ zum Trotz, ausgerechnet als Red Hot Chili Peppers wiedergeboren wurden. Unter Regie ihres Haus- und Hofproduzenten Rick Rubin funkt(ioniert) dabei soweit alles wie gehabt. Allerdings macht sich der Umstand, dass Flea zuletzt Musikthorie studierte und das Klavierspielen erlernte, mit einem gediegenen Exkurs am Nick-Cave-Piano („Police Station“) und hörbar aus spielfreudigen Jams destillierten Instrumentalpassagen bemerkbar. Ebenfalls nicht unerwähnt sei der erfreuliche Ausflug in Richtung von zackigem Schlagzeug und Tröttrompete befeuerten Afropop, der von einer Äthiopien-Reise Fleas gemeinsam mit Damon Albarns Africa Express inspiriert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Freud und Leid&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die zweite Hälfte des Albums erklärt, warum Rick Rubin diesmal gegen die Veröffentlichung eines Doppelalbums intervenierte, geht das die ersten acht Stücke über Freud und Leid unter der Sonne lang gut. Die hübsche, aber auch etwas belanglose Single „The Adventures Of Rain Dance Maggie“ steht dabei neben stets um Ohrwurmcharakter bemühten Songs, die Flea mit Discobässen unterfüttert, und Kompositionen, die kaum komplexer werden als „Brendan’s Death Song“, eine Ballade, die dem verstorbenen Band-Intimus Brendan Mullen gewidmet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie das von Damien Hirst Medikamentations-affin gestaltete Cover mit den auch in aktuellen Interviews verbreiteten, esoterischen Meditationsbekenntnissen der Band zusammengeht – egal. Am 7. Dezember beglücken die Red Hot Chili Peppers live in der Wiener Stadthalle. Bereits am kommenden Dienstag wird ihr Köln-Konzert im Cineplexx Reichsbrücke übertragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 27./28.8.2011)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-6298289698377552119?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/6298289698377552119/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=6298289698377552119' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6298289698377552119'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/6298289698377552119'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/08/freud-leid-und-die-sonne.html' title='Freud, Leid und die Sonne'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-2737080136096290529</id><published>2011-08-25T10:14:00.003+02:00</published><updated>2011-08-25T15:46:31.194+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Der Bericht</title><content type='html'>„Erhitzte Gemüter, ausgezehrte, von der Unterdrückung durch das Regime gezeichnete Frauen und Kinder, bloß mit Flaschen bewaffnete Rebellen – auf den Straßen Lachen als Spuren des Leides: Der Ausnahmezustand als bitterer Alltag in den Städten und Dörfern des Landes. Von Nord bis Süd, von Ost bis West. Das Elend, es kennt keine Gnade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach auffällig ruhigen Wochen während der Monate Juli und August, in denen der Tyrann wie vom Erdboden verschluckt schien, spitzt sich die Situation seit Tagen zu. Unterstützt von Söldnern aus dem Süden zieht die Armee Spuren der Verwüstung hinter sich her. Seinen Krieg gegen das eigene Volk führt der Diktator längst aus der Luft. Mit Röntgen- und UV-Strahlen schlägt er, der aufgrund der schier unerschöpflichen Energiereserven seines Terrorstaates noch bis vor Kurzem vom Westen hofiert wurde, hart zu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; ,Wir brauchen vor allem eines: Wasser – und Vanille-, Schokoladen- und Erdbeer-Eis’, appelliert dieser junge Mann, der sich den Rebellen vor wenigen Wochen anschloss, in Richtung Ausland. Die Reserven im Land werden knapp – und Hilfslieferungen stoßen auf Widerstand. Die Schergen des Unrechtsregimes gehen strategisch vor und wollen den Aufstand zermürben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch werden die Siege der Rebellen vor allem in den Seengebieten des Landes offensichtlich. In der Bundshauptstadt werden Erfolge vor allem auf der Donauinsel erzielt. Mit den finalen Detonationen, die das Land, beginnend im Westen, aus dem Würgegriff des Tyrannen erlösen sollen, ist aber nicht vor Samstag zu rechnen. Bis dahin herrscht weiter das Elend. Terror ohne Gnade.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sahen einen Wetterbericht von Friedrich Orter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 26.8.2011)&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-2737080136096290529?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/2737080136096290529/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=2737080136096290529' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2737080136096290529'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/2737080136096290529'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/08/der-bericht.html' title='Der Bericht'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-4164648124170803032</id><published>2011-08-19T18:34:00.001+02:00</published><updated>2011-08-21T11:25:08.887+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Music (Non Stop)'/><title type='text'>Schönes Leid, blaue Pausen</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Am Donnerstag startete das FM4-Frequency-Festival in seine elfte Saison.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Auftakt seiner elften Saison lud sich das FM4-Frequency-Festival mit The Kooks eine mittelbegabte Schülerband als Headliner auf die kleinere Hauptbühne, deren Indie-Pop man sich als ewige Talentprobe vorstellen muss. Über das Berliner Dancehall-Kollektiv Seeed, das den Abend auf der großen Bühne beschloss, gibt es zu sagen, dass sein aktuelles Album auf das Jahr 2005 zurückdatiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am charmfreien Betonareal des VAZ St. Pölten hatte man es ansonsten mit Acts zu tun, die man schon zuletzt live erleben durfte – darunter wunderbare Namen wie Scott Matthew oder The National. „Veränderte Rahmenbedingungen im Musikgeschäft“, das bedeutet, dass mit Tonträgerverkäufen weniger Geld verdient wird und die Bands auf Never Ending Tour gehen müssen. Der Hang zum Mehr vom Gleichen multipliziert sich beinahe ohne das Zutun der Organisatoren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Frequency ist das egal, weil zahlreiche Besucher die Musik ohnehin nur als Randnotiz wahrnehmen. Zur Zerstreuung in der mit Piercingstudios und kulinarisch bedenklichen Imbisshütten bestückten Funzone dienen Mal- und Tischfußbalturniere oder das „Spy Game“, das zur interaktiven Agentenjagd lädt. Nachmittags tummelten sich am Donnerstag mehr Besucher an der Traisen als vor der Hauptbühne: Ein Bad für 130 Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer wegen der Musik anreiste, durfte Jamie Woon kennenlernen, der Dubstep mit Soul und R ’n’ B kurzschloss und damit einen hypermodernen Sound generierte. Etwas, das man von Yuck nicht behaupten konnte, für deren rumpelnden Sound Indie-Heroen wie Pavement als Blaupause dienen. Bloc-Party-Vorstand Kele Okereke erwies sich solo wiederum als launiger Animateur. Sein auch House- und Rave-Elemente eingemeindendes Songwriting wurde bei größtmöglichem Gitarrenverzicht aber kaum zwingend. Ein Fazit, das auch das Set des Two Door Cinema Club nach sich zog. Die Nordiren vestehen es zwar, ihren elektronischen Indie-Pop mit tanzbaren Post-Punk-Beats zu unterlegen, bereits nach wenigen Liedern allerdings wurde die Redundanz enervierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nostalgie bestimmte den Auftritt von Hurts. Immerhin stellt das Duo aus Manchester den Mainstream-Pop der 80er-Jahre unter besonderer Berücksichtigung des schönen Leides an der Welt für eine jüngere Generation nach, ohne ihm etwas moderneres beizufügen. Live strebte das Duo nach monumentalen Klängen, während die Songs wahlweise an Tears For Fears oder einen Schlager erinnerten, den man auf Radio Burgenland hören und gleich wieder verdrängen musste. Sänger Theo Hutchcraft streute dem Publikum ebenso charmant Rosen wie ihm Liam Gallagher im Anschluss rüpelhaft entgegenspuckte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beady Eye, der Rest der von Noel Gallagher wegen der inhärenten Dummheit seines Bruders verlassenen Oasis, steht für den Sound seiner Vorgängerband, wenn diese nur Füllmaterial aufgenommen hätte. Wertkonservativer Britpop mit schlechten Texten, von Liam Gallagher gelangweilt wie langweilig, nach einer kokainistischen Karriere trotz allem überzeugt von sich selbst vorgetragen. „I’m gonna stand the test of time like Beatles and Stones”, wie Gallagher eine Tatsache auf den Punkt brachte – aber auch nur, weil er seine ewigen Helden mit Songs wie „Bring The Light“ quasi plagiierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Drama dauerte keine Stunde, ehe Gallagher wortlos verschwand. Wie heißt es so schön? Don’t look back in anger!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 20./21.8.2011)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-4164648124170803032?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/4164648124170803032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=4164648124170803032' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4164648124170803032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/4164648124170803032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/08/schones-leid-blaue-pausen.html' title='Schönes Leid, blaue Pausen'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-7157917618020640110</id><published>2011-08-18T17:00:00.000+02:00</published><updated>2011-08-18T17:00:03.961+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='TV etc.'/><title type='text'>Zusammener am Bau</title><content type='html'>Sie haben den Baustellenschuttliteraten und Betonlyriker Blixa Bargeld dazu gebracht, aus ihren Werbekatalogen zu lesen. Sie haben Slogans getextet, die jeden Motivationstrainer, Mentalcoach und Psychotherapeuten vor Neid augenblicklich erblassen lassen. Vor allem aber haben sie an den Häuslbauer in uns appelliert, niemals aufzugeben. „Du kannst es dir vorstellen, also kannst du es auch bauen“, „Jedes Projekt macht dich besser“ – die Geschichte der Hornbach-Werbung ist eine Erfolgsgeschichte der Selbstermächtigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Erfindung des Mannes in der Steinzeit und seiner Metamorphose zum Lattenbretter hobelnden Selfmademan von Gottes Werkstoffangebot Gnaden ist das errichtende Gewerbe aber weniger mit dem neoliberalen Leistungsgedanken verknüpft, als man es solchermaßen vermuten würde. Wie zumindest die Baumarktwerbung belegt, wäre das hehre Ziel der Freiheit, Gleichheit und vor allem der Brüderlichkeit letztlich gescheitert, hätte der Mensch seine Neigung zum Werkzeug unterdrückt. Wer baut, bringt Opfer. Er handelt nicht für sich selbst, sondern zum Wohle der Gemeinschaft. Skeptiker mögen dazu bitte den Kurzfilm „Das grenzenlose Haus“ auf Youtube betrachten, der ebenso wie das aktuelle Meisterwerk im Subgenre der Baumarktwerbung („Jede Veränderung braucht einen Anfang“) die Eintracht der Gemeinde beschwört. Gemeinsam sind wir irgendwie zusammener!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser unbedingte Positivismus ist das Vorrecht der Verkäufer. Mehr über das Eigenheim als Brutstätte des sogenannten Familiendramas und Ort, durch den sich der emsige Cobrabeamte aus der Stadt den gemeinen Menschen vom Lande erklärt, dann demnächst in „Thema“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wiener Zeitung, 19.8.2011)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/34212624-7157917618020640110?l=lebt-in-wien.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/feeds/7157917618020640110/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=34212624&amp;postID=7157917618020640110' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7157917618020640110'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/34212624/posts/default/7157917618020640110'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lebt-in-wien.blogspot.com/2011/08/zusammener-am-bau.html' title='Zusammener am Bau'/><author><name>Andreas Rauschal</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00608483592020962208</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_rlYmzM1qGtM/TDG7WY8GyrI/AAAAAAAAAKQ/_gWJv6imy5M/S220/CIMG1746.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-34212624.post-6926529504
