Ob
es ein gutes Jahr für „die Prominenten“ war, kann nicht eindeutig beantwortet
werden. Wie ein Blick auf die Jahresrevuen nahelegt, dürfte es aber zumindest
für die Society-Formate nicht ganz einfach gewesen sein. So ließen vier „Chili“-Ausgaben
zu den Themen Dancing Stars, Romy Gala, Life Ball und Song Contest erhebliche
Zweifel an der Ereignisdichte (oder an der Motivation der Berichterstatter)
aufkommen.
Am
Donnerstag informierte Dominic Heinzl darüber, dass der 18. Platz Nadine
Beilers am Song Contest noch nicht alles gewesen sein konnte. Nach einem
Rückblick auf vorab geschürte Erwartungen und abschließende
Rechtfertigungsversuche – war doch eine „politische Entscheidung“
verantwortlich dafür, dass aus Nadine die „Königin der Herzen“ wurde –, schickte
der „Chili“-Chef mit Conchita Wurst seine Kandidatin für 2012 ins Rennen. „Sie
wäre eine Wurst, die den Geschmack Europas treffen könnte“, beschönigte Heinzl
den Umstand, dass eine vegane Bekehrung der Weltbevölkerung als in etwa gleich
wahrscheinlich gilt.
Auf
Puls 4 erlaubte „Pink! Österreichs Starmagazin“ heimischen Z-Promis, sich über
den „Absteiger International“ zu erheben – Christina Aguilera bekam wortwörtlich
ihr Fett ab und Lindsay Lohan wurde als „allerletzte Koksbiene“ bezeichnet,
während Birgit Sarata am Beispiel Charlie Sheens das System Hollywood erklärte: Nichts ist so, wie es scheint!
Aber leider – das
gilt nicht für die heimischen „Prominenten“.
(Wiener Zeitung, 31.12.2011/1.1.2012)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen