Wie ein Album mit Vogelgezwitscher dem Artenschutz hilft (und dabei die globale Pop-Elite bedroht).
„vögögögögögögögögEL / zwitschitschitschitschitschitschitschitschERN“: Ein wenig fühlt man sich an Ernst Jandls Gedicht „Auf dem Land“ erinnert. Immerhin versammelt das Album „Songs Of Disappearance“ nicht weniger als 53 australische Vogelarten, die munter aus den Boxen pfeifen. 25 Minuten lang kann man da überprüfen, wie etwa der Braunbauch-Dickichtvogel klingt oder was das Thermometerhuhn so von sich gibt, wenn es nicht gerade den Schnabel hält. Ein prächtiges naturnahes Hörerlebnis, das den gemeinen Wiener Stahlbeton-Städter bequem von der Couch aus in die Outbacks versetzt.
Tirili, tirilo, tirila! Nun ist, was da so scheinbar
sorglos vor sich hin fiept und piept, womöglich auch zu schön, um auszusterben
– um es mit dem Schweizer Sänger Dagobert zu sagen. Dennoch sind die Existenzen
aller gehörten Tiere in Gefahr. Die Verkaufserlöse des von BirdLife Australia
mitinitiierten Albums, das auf den Aufnahmen von David Stewart beruht, einer
Fachkraft für animalische Field Recordings, werden also in den Vogelschutz
reinvestiert.

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