Auf dass es gut köchle, das Mahl gelinge und etwaige Knurrlaute fortan verstummten. Kolumne im "extra".
- Erstes Gebot: An einem Surschnitzeltag ist zu beachten, dass man ein Surschnitzel zu viel zubereite, auf dass ein Tag komme, der ein Tag mit Surschnitzel ist, obwohl er ein Tag ohne Surschnitzel wäre.
- Mengenleere (sic!): Mehr ist trotzdem nicht mehr, so wie weniger nicht weniger ist, sondern gleich wenig, während gleich mehr nicht gleich mehr ist, sondern gleich viel, also eigentlich weniger (denn „viel“ ist weniger als „mehr“). Dies sei vor allem beim Einkauf zu bedenken.
- Gäste sind nicht vorab zu füttern, um ihren Gusto zu bändigen, weil der Volksmund („Hunger ist der beste Koch“) am besten darum weiß, was auch dem Volksbauch bekannt ist, der sich den nämlichen nur sehr gerne (zu) voll schlägt, was man verhindert, indem man ihn vorab füttert . . .
- Das Wort „Tischgesellschaft“ ist abzulehnen, weil der Tisch keine Gesellschaft will, ja, noch nicht einmal um die Existenz der „Gesellschaft“ Bescheid weiß, um die er sich darob auch nicht schert. Der Tisch ist ein Solitär wie der Alleinspeisende, der zuerst für sich selbst is(s)t, weshalb es bekanntlich auch heißt: „There is no such thing as Societisch.“
- Eierdieben ist Einhalt zu gebieten, indem man sie vorsorglich über das Abhandensein von Eiern im Haushalt informiert, um sie damit genüsslich in die Pfanne zu hauen (sie, die – möglichen – Diebe) und ihnen einen Klagelaut zu entlocken, der ein „Ei!“ sein mag, auf dass sie ein solches doch noch wenigstens auf der Zunge trügen.
- Knurren die Mägen zu stark, drohen sie gar, ein lockeres Konversieren über Alltäglichkeiten im Vorfeld der Essensein- und Nahrungsaufnahme zu überlagern, ist ein Glas Wasser zu trinken, das möglichst vom Matterhorn stamme, mit seinem klingenden Posaunen also kein stilles Wasser ist, das je tief sein könnte, sondern hoch vom Berge her kommt, wo keine Bewirtung mehr stattfindet, was die Mägen daran erinnere, sich zu mäßigen, bis nach getanem Abstieg die Talsohle erreicht sei, wo wiederum Wirtshäuser warteten, wohlan, Wanderer, welche Wohltat!
- Potentiellen Trägern von Kochschürzen sei mit auf den Weg gegeben, dass es sich bei Kochschürzenjägerinnen um ein seltenes Phänomen handelt, mit dem es sich umgekehrt zum Wildwuchs an „Küchengöttern“ verhält, die vor allem sich selbst und ihres-, sprich seinesgleichen so titulieren, aber nur in der Minderheit Schürzen anzuziehen beabsichtigten, die sie möglichen Schürzenjägerinnen auszuziehen in der Mehrheit jedoch sehr wohl gedenken.
- „Lustige“ Kindergerichte sind aus edukativen Gründen strikt abzulehnen, ferner ist die Brut in Gaststätten darüber zu informieren, dass es sich etwa bei „Max und Moritz“-Würsteln um liebe Tiere handelt, die, zerhäckselt und in einen Darm gesteckt, glückliche Heranwachsende hervorzubringen beabsichtigten, wenngleich unter zweifelhaften Bedingungen.
- Ist das aufgetischte Geschriebene nicht Ihr „cup of tea“, so könnte es dem Verfasser freilich blunzn sein, wäre die Buchstabensuppe nicht sein tägliches Brot – was uns eine Situation einbrockt, die ein Salat ist, von dem manche behaupten: Da haben wir ihn! So ein Käse.
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