Donnerstag, August 26, 2010

Bono: Ein Rockstar als "Gutmensch" und Weltretter

Ob Bono (bürgerlich: Paul David Hewson) nun als Sänger der irischen Rockinstitution U2 anzusehen ist oder vor allem als Kämpfer für die gute Sache: Es liegt im Auge des Betrachters. Dass das Engagement des gebürtigen Dubliners die üblichen Maße karitativer Betätigung übersteigt, sollte aber bekannt sein. 2005 wurde Bono als Anwärter auf das Amt des Weltbank-Präsidenten gehandelt, nachdem ihn US-Finanzminister John W. Snow dafür ins Spiel gebracht hatte.

Seine Kernanliegen bündelte Bono mit der von ihm mitbegründeten Data-Organisation: Debt, Aids, Trade in Africa. Dafür wurde der Sänger auch als naiv gescholten: Seine Auftritte mit Politikern würden eher deren Image polieren, als der Sache zu helfen. Mit The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen Junior bemüht sich Bono seit 1978 auch musikalisch, seine Botschaft zu verkünden. Den Stadionrock von U2 betextete er zu Themen wie Nordirland oder Burma nicht minder engagiert. Damit gilt U2 als die erfolgreichste moderne Rockband: Am Montag gastiert sie im Rahmen ihrer 360°-Tour vor 75.000 Besuchern im Wiener Ernst-Happel-Stadion.

(Wiener Zeitung / Porträt, 27.08.2010)

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