Am Wochenende geht in
Nickelsdorf das Nova-Rock-Festival über die Bühne
Die gute
Nachricht für das Nova Rock 2012 lautet zunächst: Noch sind Karten für die bis
Sonntag Krawall und Remmidemmi auf die Pannonia Fields II im burgenländischen
Nickelsdorf bringende Veranstaltung zu bekommen. Die schlechte Nachricht ist
hingegen im Umstand zu finden, dass es dafür auch einen Grund geben könnte.
Wie ein kurzer Blick auf das Programm dieses größten
härtesten Festivals des Landes beweist, wurde das veranstaltungsimmanente Booking-Motto
„More of the same“ diesmal doch etwas arg strapaziert. Dass man es ab heute,
Freitag, ab 12 Uhr mittags vor allem mit Bands zu tun bekommt, die alle Jahre
wieder am Nova Rock oder bei einem anderen Eventreigen aus dem Hause Nova Music
/ Musicnet gastieren, wenn sie nicht gerade erst anderswo in Österreich
vorstellig wurden oder schon demnächst in die Wiener Stadthalle einfallen, hängt
auch mit dem in Krisenzeiten nur verständlichen Bedürfnis von harte Rocker
imitierenden Unternehmern wie zum Beispiel Metallica zusammen, eine solide Output-Income-Balance
für die nächste Saison schon rechtzeitig gesichert zu haben. Wenn sich Lars
Ulrich also gerade den Kopf zerbricht, weil ihm ein paar hunderttausend Euro am
Konto fehlen, reicht verlässlich ein Anruf bei Ewald Tatar: „Spüt’s auf, Buam!“
Mama-Ersatz
Die Toten Hosen, Linkin Park, Marilyn Manson, Limp Bizkit
und The Offspring wurden als Zugpferde zwar ebenso gewonnen wie die
Symphonic-Metaller von Nightwish oder Within Temptation. Weil am Nova Rock aber
ohnehin der sportliche Gedanke in Hinblick auf die Druckbetankung nach
Deichkind, der Adrenalinkick über Bungee-Jumping oder heimliches Kiffen sowie
der Funfaktor im Partyzelt mindestens ebenso viel zählen wie die Musik, sollte aber
auch heuer kein Auge trocken bleiben. Diesmal übrigens neu: Ein „Braualtar“ für
den Bund fürs Festivalleben sowie ein Mama-Ersatz namens Wäscheservice. Party
hard!
Tickets und Info: www.novarock.at
(Wiener Zeitung, 8.6.2012)
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